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Aller guten Dinge sind drei Klettertürme

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Die Kletteranlage in der Daxerau erfreut sich großer Beliebtheit. Die DAV-Sektion Traunstein plant eine Erweiterung: den Bau eines dritten Turms. Der Zeitplan: 2020 steht die Planung auf dem Programm, 2021 dann die Errichtung. (Foto: Bergwacht Traunstein)

Traunstein – Die Sektion Traunstein des Deutschen Alpenvereins (DAV) plant eine Erweiterung der Kletteranlage in der Daxerau. Die Sektion gehe an die Errichtung eines dritten Turms, wenn sie die Sanierung der Neuen Traunsteiner Hütte auf der Reiteralm abgeschlossen habe, sagte Vorsitzender Alfhart Amberger in der Jahreshauptversammlung.


Der Zeitplan beginnt sich bereits abzuzeichnen: 2020 ist die Planung des dritten Turms vorgesehen, 2021 dann der Bau. Die Kosten schätzt die Alpenvereinssektion auf insgesamt 250.000 Euro.

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Die Kletteranlage ist eines der Zugpferde, der den Verein für viele so attraktiv macht. 1989 errichtete die Sektion einen ersten Turm zum Kraxeln, später folgte dann ein zweiter. Die Sektion bietet Routen in allen Schwierigkeitsgraden an. Jahr für Jahr herrscht reger Betrieb in den Wänden – Tendenz weiter steigend. Auch immer mehr Schulen nutzen das Angebot, steht doch Klettern vielfach als Wahlfach auf dem Stundenplan.

Der dritte Turm wirft bereits sein Schatten voraus. So sagte etwa auch Tom Fröhlich, der Referent für die Kletteranlage in der Daxerau, in der Jahreshauptversammlung: »Wir sind an dem Thema Erweiterung dran.«

Die Sanierungen auf der Neuen Traunsteiner Hütte begannen 2018. Hans Gfaller, zweiter Vorsitzender und Hüttenwart, blickte in der Jahreshauptversammlung auf die Arbeiten zurück. Die Sektion habe insbesondere eine neue Küche eingerichtet – die Kosten samt Hubschraubertransporte nach Angaben aus der Sektion: 330.000 Euro. Sie habe leistungsfähige Gasgeräte installiert, ein geregeltes Zu- und Abluftsystem sorge für ein angenehmes Raumklima. Franz Mittermaier habe mit seiner Mannschaft sämtliche Fenster erneuert sowie die alte Gaststube mit einem neuen Boden versehen. Die Tische, Bänke und Stühle seien ebenso neu wie die Vorhänge.

Auf dem langen Weg der Sanierung der Neuen Traunsteiner Hütte, des Karl-Merkenschlager-Hauses, ist die Sektion im vergangenen Jahr zwar schon ein gutes Stück vorangekommen. Aber eine nicht minder lange Strecke liegt heuer noch vor ihr. So müsse sie jetzt vor allem noch den Brandschutz in Augenschein nehmen und den Anforderungen des Gesetzgebers Rechnung tragen, so Gfaller. Außerdem sei die Toilette umzubauen, ebenso schaffe man noch einen Winterraum, der abgesperrt und nur noch mit einem auszugebenden Schlüssel geöffnet werden kann.

Drei Hütten unterhält die Sektion Traunstein des DAV: neben der Neuen auch noch die Alte Traunsteiner Hütte auf der Reiteralm sowie die Skihütte auf der Winklmoosalm. Was letztere betrifft, so hat die Sektion sie im vergangenen Jahr wieder ein Stück weit mehr auf Vordermann gebracht: Der Brandschutz sei erledigt, sagte Gfaller. Und weiter: »Wir haben eine neue Stube.«

400.000 Euro in der Kasse für Baumaßnahmen

Die Sektion orientiert ihre Finanzplanung an den Baumaßnahmen. So berichtete Schatzmeister Bernhard Kraus, dass die Sektion derzeit rund 400.000 Euro in ihrer Kasse liegen habe. Und die Planung sehe nun folgendermaßen aus: In diesem Jahr erfolge der zweite und letzte Bauabschnitt auf der Neuen Traunsteiner Hütte mit geschätzten Ausgaben in Höhe von 230.000 Euro. 2020 und 2021 stehe dann der Bau des dritten Kletterturms in der Daxerau auf der Agenda. Und für diese Erweiterung habe die Sektion Traunstein einmal ganz grob 250.000 Euro eingeplant.