Abschied mit Nebel und Raureif

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Der kalendarische Herbst endete in Traunstein mit Nebel und Raureif. Doch auch so zeigt sich die Naur von ihrer besonderen Seite. (Foto: Wannisch)

Traunstein – Der Herbst 2020 war insgesamt gesehen mild und eher sonnig, auch wenn sich die letzten Herbsttage in Traunstein eher mit einer trüben »Nebelsuppe« zeigten. Nur ein paar Kilometer weiter Richtung Inzell war es wesentlich sonniger, ebenso auch in höheren Lagen. Der kalendarische Herbst dauerte heuer von 22. September bis 20. Dezember und richtet sich nach dem Sonnenstand, weshalb er variiert im Gegensatz zum meteorologischen Jahreszeitenbeginn.


Mit 56 Tagen an denen sich die Sonne zeigte, lag dieser Herbst leicht über dem Durchschnitt von 53 Tagen seit 1974. Die meisten sonnigen Tage gab es 2009, damals waren es 71 Tage mit Sonnenschein, 2002 zeigte sich die Sonne nur an 39 Tagen.

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Niederschläge, meist nicht sehr ergiebig, gab es heuer an 32 Tagen. Dieser Wert liegt doch erheblich unter dem Durchschnitt von 40 Tagen. Die meisten Niederschlagstage gab es bisher im Herbst 1998, damals waren es 62 Tage, 2001 gab es dagegen nur 25 Tage mit Niederschlägen. Schnee gab es nur an drei Tagen. Der Durchschnitt liegt hier bei elf Tagen. 1981 gab es sogar an 29 Tagen Schneefall, 1984 und 2014 nur an zwei Tagen. Gewitter gab es diesen Herbst nicht. Nebel und Hochnebel hatten wir an 23 Tagen, oft sogar den ganzen Tag ein dauerhaftes Grau. Der Durchschnitt liegt hier bei 23 Tagen. 2014 hatten wir sogar an 35 Tagen Nebel, 1981 nur an acht Tagen.

Nachtfrost gab es an der Messstation von Manfred Huber am Traundamm 30-mal. Das ist leicht über dem Durchschnitt von 28-mal. 1991 gab es 54-mal Nachtfrost, 2014 nur dreimal. In diesem Herbst gab es nur einmal Dauerfrost. Der langjährige Mittelwert liegt bei fünfmal. 1983 gab es 16 Tage mit Dauerfrost, aber seit Beginn von Hubers Aufzeichnungen auch neun Jahre, in denen der Herbst keinen Tag mit Dauerfrost hatte. Mit 6,4 Grad im Durchschnitt liegt der Herbst 2020 etwas über dem langjährigen Wert von 5,7 Grad. Der wärmste Herbst war 2014 mit 8,4 Grad und der kälteste war 1991 mit 2,5 Grad im Durchschnitt.

Zweistellige Minuswerte gab es diesmal nicht. 1983 gab es 10-mal Werte mit minus 10 Grad und darunter. Bei den Tagestemperaturen hatten wir diesmal fünf Tage mit über 20 Grad. Der Durchschnitt liegt hier bei sechs Tagen. 2001 gab es sogar 15 Tage mit über 20 Grad, 1981 hatten wir nur an einem Tag einen solchen Wert.

Die kälteste Nacht war diesmal am 21. November mit minus 8,1 Grad, die wärmste Nacht war am 23. September mit 14 Grad, der wärmste Tag war am 22. September mit 22,9 Grad und der niedrigste Tageswert war am 6. Dezember mit minus 2,4 Grad. Mit diesen Werten erreichte der Herbst 2020 keine neuen Spitzenwerte. Diese waren: kälteste Nacht am 14. Dezember 2001 mit minus 18 Grad; wärmste Nacht am 29. September 2006 mit 19 Grad; wärmster Tag mit 28 Grad am 21. September 1981 und niedrigster Tageswert mit minus 12 Grad am 14. Dezember 2001. Der Herbst 2020 war dieses Mal eine eher ruhige Jahreszeit. Auf dem Hochfelln lag am 26. September der erste Schnee, Anfang Oktober gab es in Traunstein an zwei Tagen einen Föhnsturm und am 20. Oktober bildete sich bei Manfred Huber am Traundamm der erste Reif.

MH

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