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Abgemeldetes Schrottauto sorgt für Ärger unter Traunsteiner Anliegern

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Traunstein: Abgemeldetes Schrottauto sorgt für Ärger unter den Anliegern
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Ein abgemeldetes Fahrzeug steht schon seit Monaten am Rand der Wartbergfeldstraße – was für Verdruss unter den Anliegern sorgt.

Traunstein – Ein abgemeldetes Schrottauto, das schon seit Monaten auf der Wartbergfeldstraße steht, ist für die Anlieger ein Ärgernis. Weil nicht zuletzt auch Kinder gefährdet sind, sich an und in dem Fahrzeug zu verletzen, fordern sie, das Auto endlich zu entfernen.


Die Stadtverwaltung hat nach Angaben von Pressesprecherin Carola Westermeier mit dem mittlerweile feststehenden Halter, der nicht mehr in Traunstein wohnt, Kontakt aufgenommen. Das eingeleitete Verfahren werde aber »mehrere Wochen« in Anspruch nehmen – womit das Auto fürs Erste auf der Wartbergfeldstraße stehen bleiben wird.

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In einem erbärmlichen Zustand zeigt sich das ausrangierte, kennzeichenlose Auto. Vom früheren Glanz, den die Farbe Lila wohl einmal ausgestrahlt hat, ist schon längst nichts mehr zu sehen. Braune Streifen – Schmutz – überziehen das Auto. Die Karosserie ist durchgerostet und löchrig. Und im Fahrgastraum türmt sich der Müll.

Seit über einem halben Jahr stehe das Schrottauto nun schon auf der Wartbergfeldstraße, berichtet Peter Heil dem Traunsteiner Tagblatt. Schon längst ist ihm der Geduldsfaden gerissen, weil sich nichts tut. Dass das abgemeldete Fahrzeug dort steht, sei dem Ordnungsamt und der Polizei gemeldet worden. Da das Auto jedoch an Ort und Stelle blieb, erfolgten dann auch – wie er weiter mitteilt – mehrfache Reklamationen.

Dem Anlieger, der in der Nachbarschaft wohnt, ist das Auto ein Dorn im Auge, auch und gerade weil sich Gefahren ergeben. »Mittlerweile ist das Fahrzeug offen, Kinder können drinnen spielen«, so Heil. Und weiter: »Das Fahrzeug wächst nun ins Unkraut ein.« Das Auto werde immer weiter demoliert – was man auch sehen könne. »Zierleisten liegen daneben, Leuchten werden herausgerissen, die Rücklichter eingeschlagen.« Heil fragt sich, wie lange das Fahrzeug noch da stehen wird – und er wünscht sich, wie er sagt, dass dem Abbruchhaus an der Salzburger Straße nicht nachgeeifert wird.

Der Halter des Fahrzeugs konnte nach Angaben von Westermeier lange Zeit nicht ermittelt werden. »Mittlerweile ist es gelungen, den Halter und seinen aktuellen Wohnort ausfindig zu machen. Er ist nicht mehr hier in Traunstein wohnhaft.«

Dennoch könne das Fahrzeug nicht einfach abgeschleppt und verschrottet werden. Das Ordnungsamt habe sich, so die Pressesprecherin weiter, an die Vorgaben zu halten. »So muss der Halter insgesamt dreimal schriftlich aufgefordert werden, das Fahrzeug zu entfernen.« Die Stadt setze jeweils Fristen für die Entfernung, die angemessen sein müssen. Die Einhaltung dieser Vorgaben bedeute letztlich, dass für die Aufforderung, das Fahrzeug zu beseitigen, mehrere Wochen verstreichen werden.

»Im vorliegenden Fall kommt erschwerend dazu,« so Westermeier weiter, »dass es bisher nur gelungen ist, die erste Aufforderung zur Entfernung des Fahrzeugs an den Halter zuzustellen«. Weitere Schreiben kamen ihren Angaben zufolge als unzustellbar zurück. Zum Leidwesen des Ordnungsamts und sicherlich auch der Anlieger stocke das Verfahren deshalb erneut. »Eine Aussage, wann das Fahrzeug entfernt werden kann, ist derzeit leider nicht möglich. Das Ordnungsamt bleibt aber natürlich an der Sache dran.«

Wirkungslos blieb bislang auch die Aufforderung zum Entfernen, die die Polizei schon vor Monaten ans Fahrzeug geheftet hat. Eine Sprecherin der Polizeiinspektion Traunstein spricht von einer Ordnungswidrigkeit.

Die Stadt sei aufgefordert, etwas zu unternehmen, damit das Auto letztlich verschwindet. Wenn sich der Halter weigert, das Fahrzeug  zu entfernen, dann stehe sie in der Pflicht – mit der Option, die Kosten, die ihr dann entstehen, ihm gegenüber geltend zu machen.