978 Einsätze in den letzten beiden Jahren: Die Feuerwehr Traunstein blickte zurück

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Sturmschäden, Unfälle und Brände beschäftigten die Feuerwehr Traunstein auch in den vergangenen beiden Jahren.

Traunstein – Im Zuge des Beginns der Herbstübungen wurden auch bei der Feuerwehr Traunstein die verspäteten Jahresrückblicke auf die Jahre 2019 und 2020 gehalten.


Die Einsatzzahlen zeigen demnach, dass die letzten beiden Jahre mit gesamt 978 Einsätzen eine Herausforderung für die aktive Mannschaft waren.

Wenn man die erbrachten 14 595 Einsatzstunden betrachtet, wird die Leistung der 101 Aktiven Feuerwehrler noch deutlicher. Somit hat jeder der Aktiven 72 Einsatzstunden pro Jahr in seiner Freizeit für die Allgemeinheit geleistet. Was in diesen Stunden noch nicht enthalten ist, sind die vielen Übungen, Lehrgänge, Unterweisungen und Besprechungen.

Gefordert war die Feuerwehr Traunstein besonders durch Unwetterereignisse wie Schneefall, Sturmschäden und Starkregen. Diese Ereignisse nehmen in den letzten Jahren immer mehr zu, so dass sich die Feuerwehren darauf einstellen müssen. Gott sei Dank finde man hier große Unterstützung in der Stadt Traunstein, so Kommandant Christian Schulz.

Abläufe würden optimiert und so gemeinsame Ressourcen optimal zum Schutz der Bürger eingesetzt. Unter den 80 Brandeinsätzen pro Jahr waren auch Fehlalarme von Rauchwarnmeldern und Brandmeldeanlagen. Erfreulich sei, dass kein größerer Brand im Stadtgebiet in den beiden Jahren war. Leider würden die Einsatzkräfte oft mit dem Tod konfrontiert, aber auch mit der Erstversorgung oder Unterstützung des Rettungsdienstes. So wurden in den beiden Berichtsjahren 23 Personen medizinisch erstversorgt, zwölf Menschen wurden tot vorgefunden oder geborgen. Die Stationierung des Messzugs Süd und der Ölwehr des Landkreises böten eine Abwechslung zu den auch oft belastenden Einsätzen.

Besonders in der Jugendarbeit wurde viel Energie eingesetzt. Leider werde es immer schwieriger, Leute für den aktiven Feuerwehrdienst zu gewinnen. »Derzeit haben wir noch eine starke Jugendgruppe, auf die wir setzen können. Aber das Ausbildungsangebot und die Wohnungsknappheit und hohe Mietpreise, machen es vielen jungen Bürgern und Familien schwer, in Traunstein zu bleiben«, so Schulz.

Es gebe natürlich auch Wünsche, so dass zum Beispiel das Feuerwehrhaus an der Scheibenstraße, das 1979 bezogen wurde, in die mittelfristige Planung für die Anpassung an die neuen Anforderungen aufgenommen wird. Aber auch die Nutzungsdauer von Fahrzeugen sollte nicht nur nach Jahren bewertet werden, sondern nach Einsätzen oder Nutzung.

Genutzt wurde der Abend auch für Ehrungen und Beförderungen. So wurden für zehn Jahre aktiven Dienst Patrick Fohringer und Daniel Straßer, für 20 Jahre aktiven Dienst Alexander Aschenbrenner, Christoph Ditsch, Sebastian Sedlmeier, Thomas Berger, Christian Dandl, Thomas Lehneis, Stefan Lehrberger und Bernhard Sonderhauser geehrt.

Bereits auf 30 Jahre aktiven Dienst blickte Christian Schulz zurück, auf 40 Jahre Hans Mooslechner, Ludwig Schweiger und Heinz Wurm. Für 50 Jahre aktiven Dienst wurde Peter Färbinger geehrt, der seine Urkunde noch am Ehrenabend des Landkreises Traunstein erhält. fb

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