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80 Schüler an der Berufsschule II mit Staatspreisen ausgezeichnet

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32 Schülern mit der Traumnote 1,0 konnten Schulleiter Wolfgang Kurfer (rechts) und stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser (links) bei der Abschlussfeier der Staatlichen Berufsschule II Traunstein gratulieren. (Foto: Buthke)

Traunstein – 349 Schüler aus 14 verschiedenen Berufen aus der Staatlichen Berufsschule II Traunstein wurden bei einer Feierstunde in der Turnhalle verabschiedet. Von den Abschlussschülern schafften 32 die Traumnote von 1,0. Sie bekamen von Schulleiter Wolfgang Kurfer und stellvertretendem Landrat Sepp Konhäuser die Staatspreisurkunden überreicht (siehe unten). Weitere 48 Berufsschüler, die einen Notendurchschnitt bis 1,5 hatten, erhielten ebenfalls einen Staatspreis der Regierung von Oberbayern. Musikalisch gestaltet wurde die Abschlussfeier von »Tscheky & The Blues Kings« mit Rock'n'Roll- und Blues-Stücken.


»Unser aller Bemühen wurde von Erfolg gekrönt«

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Ein Leitziel der Schule sei, die Schüler in enger Kooperation mit den Ausbildungsbetrieben zu qualifizierten Kaufleuten und Fachangestellten auszubilden, so Kurfer. Die Schüler hätten sich einen Beruf ausgesucht, der ihren Vorstellungen und Interessen entsprochen habe und sich dann um einen Ausbildungsplatz beworben. In der Ausbildung hätten sie die Tätigkeiten erlernt, die für eine erfolgreiche Berufsausübung notwendig seien. In der Berufsschule seien ihnen das erforderliche Fachwissen und der theoretische Hintergrund vermittelt worden.

»Der heutige Tag zeigt, dass unser aller Bemühen von Erfolg gekrönt wurde«, so der Oberstudiendirektor weiter. Die Absolventen hätten Glück, denn in dieser Zeit eines knapper werdenden Angebots an qualifizierten Mitarbeitern werde ihre Fachkompetenz für die Betriebe immer wertvoller. Mit ihrer Ausbildungsbereitschaft investierten diese vorausschauend in eine betriebliche Zukunft.

Ein weiteres Leitziel sei, die Schüler zu selbstständigem Denken und Handeln zu befähigen. Denken, beziehungsweise Mitdenken seien nur die Grundlage des erfolgreichen Arbeitslebens, das ohne richtiges Handeln nicht möglich sei. Das Ziel der Ausbildung sei daher nicht nur das Anhäufen von Wissen aus der Schule und dem Betrieb, sondern das richtige und erfolgreiche Anwenden von Wissen. Dazu bräuchten die Absolventen Disziplin, Durchsetzungs- und Durchhaltevermögen, Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit und Ausdauer, aber auch Toleranz, Rücksicht und Verständnis für die Kollegen.

»Positiv in unsere Gesellschaft einmischen«

Als drittes Leitziel nannte Kurfer die Erziehung zur Verantwortung für sich selbst und eine humane Gesellschaft. Als junger Erwachsener mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung sei jeder von ihnen aufgefordert, sein privates und berufliches Leben selbst in die Hand zu nehmen und seinen individuellen Lebensweg zu gehen. »Sie können humane Verantwortung übernehmen, indem sie offen, tolerant und hilfsbereit sind, unsere Werte, unsere Religion und unsere Kultur vorleben und sich positiv in unsere Gesellschaft einmischen«, sagte Kurfer. Hierzu könne jeder Einzelne der Schüler am künftigen Arbeitsplatz, in seinem privaten Umfeld und in der Familie bestens mitwirken.

Landtagsabgeordneter Klaus Steiner meinte, die Schüler könnten stolz auf ihren Abschluss sein, der nicht weniger wert sei als das Abitur. »Der Weg, den ihr eingeschlagen habt, ist genauso viel wert wie ein Abitur«, sagte er. Es komme nur darauf an, was die Absolventen aus ihrem Abschluss machten. Der Schulabschluss sei nur ein Zwischenschritt, auf dem sie nicht stehen bleiben sollten. Wegen des Fachkräftemangels sei es wichtig, dass die Schulabgänger nun ihre Chancen ergriffen und etwas daraus machten. Wegen der Wertigkeit der beruflichen Bildung habe er sich stets für den Erhalt der Hauptschule und die Einrichtung der Mittelschule eingesetzt.

Der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser hoffte, dass alle Bemühungen fruchteten und recht viele der Schüler im Landkreis auf Dauer eine gute Zukunft hätten. »Der Landkreis Traunstein gehört zu den attraktivsten in ganz Bayern«, sagte Konhäuser. Dies gelte sowohl für das Wohnen als auch für das Arbeiten. Die Absolventen würden als Fachkräfte dringend gebraucht.

Mit der Investition in die Zukunft der Schüler habe der Landkreis auch in seine eigene Zukunft investiert. In diesem Jahr stelle er dafür rund 8,8 Millionen Euro für die Bildung zur Verfügung – so viel wie nie zuvor. Die laufenden Kosten betragen rund 16 Millionen Euro. Die Unterstützung durch den Landkreis gehe jedoch weit über die materielle Ausstattung und den Unterhalt der Gebäude hinaus, denn die Kreispolitik setze sich für eine lebenswerte Zukunft aller Jugendlichen im Landkreis und der Region ein.

Das Fundament für eine berufliche Zukunft gelegt

Mit ihrem Zeugnis hielten sie ein Stück Zukunft in der Hand, erklärte Oberbürgermeister Christian Kegel. Besonders würden die Leistungen der Staatspreisträger hervorstechen. Mit dem Abschluss hätten aber alle das Fundament für ihre berufliche Zukunft gelegt.

Schülersprecherin Vanessa Allegretta wünschte jedem Absolventen, dass er Schritt für Schritt seinen eigenen Weg zum Erfolg und zur Zufriedenheit finden möge. Es werde immer wieder Hürden geben, die es zu überwinden gelte. Oder man gelange an Kreuzungen und stehe vor wichtigen Entscheidungen, die man treffen müsse, um ans Ziel zu kommen. Wobei jeder ein anderes Ziel verfolge. Bjr

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Staatspreisträger mit der Note 1,0:

Simon Nahidino (UniCredit Bank AG, Filiale Traunstein), Sarah Schönfelder (VR-Bank Rosenheim-Chiemsee eG), Maria Buchner (Baustoffe Viktor Gruber & Sohn, Grassau), Maximilian Stibler (Media Markt Traunstein), Sara Fesl (Sanitär Heinze KG, Freilassing), Elisabeth Neuhauser (Kliniken Südostbayern AG, Traunstein), Vanessa Allegretta (Dr. Ulrike Lindlacher-Dannhorn, Traunstein), Christina Hager (Dres. Kretschmar, Bech, Seifert, Traunstein), Verena Kern (Kliniken Südostbayern AG, Traunstein, Abteilung Ambulantes OP-Zentrum), Sophia Veronika Waldherr (Dr. Bernd Urban, Traunreut), Sabine Kaiser (Rechtsanwaltskanzlei Kiesl & Kollegen, Rosenheim), Belinda Lifka (Rechtsanwalt Stefan Conrads, Traunstein), Antonia Marie Sophie Oberhuber (Rechtsanwaltskanzlei Lenze & Kollegen, Traunstein).
Bettina Scheckenbach (Rechtsanwalt Harald Hötzl, Ainring), Christina Braxenthaler (LRA Traunstein), Sandra Hierl (LRA Altötting), Monika Kurzmeier (LRA Berchtesgadener Land), Manuela Lechner (LRA Traunstein), Regina Singhammer (LRA Berchtesgadener Land), Teresa Stadler (LRA Altötting), Stefanie Deser (Stadt Trostberg), Eva Maria Forstner (LRA Rosenheim), Maximilian Huber (Stadt Rosenheim), Martin Lackerschmid (Stadt Rosenheim), Maresa Nagl (Gemeinde Bad Feilnbach), Monika Niedermaier (Stadtverwaltung Bad Aibling), Florian Reitmair (Markt Bad Endorf), Tanja Röglinger (Stadt Rosenheim), Regina Wiedergrün (LRA Rosenheim), Anita Wimmer (Dr. Isabell Wend, Traunreut), Claudia Brookmann (Zahnarzt Markus Görl, Seeon), Julia Topiek (Zahnarzt Florian Gartner, Chieming).