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71 Einsätze und 18.000 Stunden im Dienst der Bergrettung

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Verdiente Funktionsträger der Bergwacht Traunstein wurden mit Buchgeschenken geehrt. Auf unserem Foto sind zu sehen (von links): stellvertretender Bereitschaftsleiter Stefan Eisenreich, Ausbildungsleiter Andreas Schwendinger, Bereitschaftsleiterin Claudia Bork, Fahrzeug- und Gerätewart Herbert Buchner, Kassier Michael Obermeier und Bergwachtarzt Markus Langer.

Traunstein – Eine positive Bilanz zog Bereitschaftsleiterin Claudia Bork bei der Jahreshauptversammlung der Bergwacht Traunstein. Sie lobte das große Engagement der aktuell 42 aktiven Mitglieder und fünf Anwärter, denen die erfolgreiche Durchführung der 71 Einsätze des vergangenen Jahres zu verdanken sei.


Ob beim Pistendienst auf der Winklmoosalm, bei Hubschrauberbetankungen, mit dem Technikbus, im Kriseninterventionsdienst (KID) oder bei diversen anderen Einsätzen wie zum Beispiel Vermisstensuche oder Unterstützungseinsätzen bei Bergwaldbränden, auf die Bergwacht Traunstein sei jederzeit Verlass gewesen.

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18.000 geleistete Jahresarbeitsstunden im Rahmen von Bereitschafts-, KID-Hotline- und Vorsorgediensten sowie Ausbildungen legten darüber hinaus Zeugnis ab von Umfang und Vielfalt der anfallenden Aufgaben. Ein Höhepunkt sei ferner die Bergmesse gewesen, die trotz anfänglich schlechten Wetters viele Gäste angezogen habe, so die Bereitschaftsleiterin.

Kassier Michael Obermeier konnte einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen und auf Empfehlung der Kassenprüfer entlastet werden. Die Ausgaben bestünden überwiegend aus Kosten für Ausbildung, Ausrüstung, Instandhaltung und Versicherungen. Förderbeiträge, Benutzungsentgelte und Spenden machten den Großteil der Einnahmen aus.

Ausbildungsleiter Andreas Schwendinger blickte auf die 15 Ausbildungen und Übungen des vergangenen Jahres zurück und lobte die rege Teilnahme der Bereitschaft. Positiv zu sehen seien vor allem der Ausbildungseifer und die hohe Zahl der Anwärter. Um die Kontinuität beim Üben und damit den Ausbildungserfolg noch zu erhöhen, wolle man im Jahr 2019 noch mehr, dafür aber kürzere Ausbildungstreffen ansetzen.

Mit Blick auf die Ausrüstung berichtete Fahrzeug- und Gerätewart Herbert Buchner von einem guten Zustand der rund 280 Ausrüstungsgegenstände sowie des Bergwachtbusses. Stellvertretender Bereitschaftsleiter Stefan Eisenreich lobte ihn für seine herausragende Arbeit im Hintergrund und hob die große Bedeutung eines stets geordneten und gewarteten Zustands der Gerätschaften für das Funktionieren der Bereitschaft hervor. Claudia Bork ergänzte in diesem Zusammenhang, dass zu Übungszwecken die Anschaffung eines hydraulischen Krans für die Bergwachtgarage etwa zur Ausbildung von Kappbergungen an der Übungskletterwand geplant sei.

Der bei der Bergwacht Traunstein stationierte Technikbus habe sich, so Alex Beaury, in den letzten Jahren als mobile High-Tech-Einsatzzentrale bestens etabliert und werde mittlerweile bei komplexeren Groß- und Sucheinsätzen in der Region fast standardmäßig hinzualarmiert. Vor allem die Drohne mit Wärmebildkamera sei immer wieder von großem Nutzen.

Auch medizinisch ist die Bergwacht Traunstein bestens aufgestellt. Bergwachtarzt Markus Langer setzt weiterhin auf realitätsnahes Üben im Gelände, um eine adäquate Vorbereitung insbesondere auf die oft auch fordernden Einsatzszenarien auf der Winklmoosalm zu gewährleisten. Dank einer neu erworbenen Reanimationspuppe könnten in Zukunft Wiederbelebungsübungen noch effizienter durchgeführt werden.

Abschließend berichteten Rainer Schuhegger, Florian Schindler und Stefan Eisenreich von ihrer Tätigkeit für die Bergwacht Bayern in den überregionalen Ressorts Finanzen, Recht und Personal sowie Einsatz. Der stellvertretende Vorsitzende der Landesleitung Thomas Lobensteiner rundete die Versammlung mit einem Ausblick auf aktuelle Entwicklungen in der Bergwacht Bayern ab. fb

 

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