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Scheckübergabe am Klinikum Traunstein (von links): Landtagsabgeordneter Klaus Steiner, Landrat Bernhard Kern (BGL), Andreas Lange von den Kliniken Südostbayern (verantwortlich für die Digitalisierungsprojekte), Landrat Siegfried Walch (TS), Dr. Stefan Paech, Medizinischer Direktor, Gesundheitsminister Klaus Holetschek, Dr. Uwe Gretscher (KSOB-Vorstandsvorsitzender), Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, Peter Lechner (Leitender Ministerialrat), Elisabeth Ulmer (KSOB-Vorständin) und Bundestagsabgeordneter Peter Ramsauer. (Foto: W. Bauregger)

4,2 Millionen Euro Förderung fürs Klinikum Traunstein

Traunstein – Im Rahmen einer kleinen Runde aus Vertretern der Kliniken Südostbayern und der Politik übergab Gesundheitsminister Klaus Holetschek einen ersten Förderbescheid über 4.210.200 Euro an den Vorstandsvorsitzenden der Kliniken Südostbayern (KSOB), Dr. Uwe Gretscher. Begleitet wurde er dabei von den lokalen CSU-Größen: der bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, dem Traunsteiner Landrat Siegfried Walch, seinem Berchtesgadener Amtskollegen Bernhard Kern, den Abgeordneten Dr. Peter Ramsauer (Bundestag) und Klaus Steiner (Landtag).


Minister Holetschek sagte, dass ihn mit der Region sehr viel verbinde und er mit beiden Landräten in schwierigen Zeiten sehr gut zusammengearbeitet und wichtige Entscheidungen getroffen habe. Auch die beiden CSU-Abgeordneten lobte er für ihr Engagement in Sachen Gesundheitsversorgung in der Region. Wichtig sei es aktuell, dass man sich bezüglich Corona auf den Herbst vorbereite. Dazu laufe die Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsminister. Neben den großen Anstrengungen – hier in Traunstein – mit massiven Um- und Neubauten oder der Digitalisierung, leisteten besonders die Menschen Großartiges, betonte Holetschek. Sie etwa durch Bereitstellung der elektronischen Krankenakte (E-Akte) weiter zu entlasten, sei ein richtiger und wichtiger Schritt.

Insgesamt stelle die Krankenhausfinanzierung die Bundes- und Landespolitik vor enorme Herausforderungen. Verbessert werden müsse in jedem Fall die Finanzierung der Betriebskosten. Allein die gesetzliche Krankenversicherung sei mit 17 Milliarden Euro unterfinanziert. Hier erwarte er sich mehr Unterstützung des Bundesfinanzministers Christian Lindner und des Bundesjustizministers Marco Buschmann.

Die Sanierung in Traunstein sei der richtige Weg, dass das Krankenhaus einen noch besseren Weg in vielen Bereichen einschlage. Wenn die Fördergelder dazu dienten, bessere Abläufe und Entlastung herbeizuführen, sei dies sicher gut investiertes Geld.

Wie der Kliniken-Vorstandsvorsitzende Dr. Uwe Gretscher erläuterte, mache die Corona-Pandemie deutlich, dass zu wenig in die Digitalisierung und moderne technische Ausstattung der Krankenhäuser investiert worden ist. Nun solle dieser Mangel mit Finanzmitteln des Bundes in Höhe von 3 Milliarden Euro und weiteren 1,3 Milliarden Euro aus den Länderkassen möglichst schnell beseitigt werden. Der Kliniken-Verbund habe für dieses Förderprogramm 20 Anträge in Höhe von rund 12,4 Millionen Euro gestellt, für die Standorte Traunstein, Ruhpolding, Bad Reichenhall, Freilassing, Berchtesgaden und Trostberg. 3,34 Millionen Euro der nun bewilligten Fördergelder würden verwendet, um im Traunstein und Ruhpolding ein Patientenportal zu schaffen. Die restlichen 871.000 Euro flössen in erste IT-Sicherheitsmaßnahmen. Mit weiteren, noch zu genehmigenden Fördergeldern sollen Systeme zur digitalen Dokumentation der Pflege- und Behandlungsleistungen, ein elektronisches Medikamentenmanagement, elektronische Entscheidungsunterstützungssysteme im Bereich der onkologischen Radiologie, datenschutzkonforme Datenaustauschplattform und weitere Verbesserungen der IT-Sicherheit finanziert werden. Nach seinem Besuch in Traunstein nahm der Minister an einem Pflegekongress in Ruhpolding teil und stellte sich den Fragen der Teilnehmer.

wb

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