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20 000 Volt in einem Meter Tiefe

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Ein altes gegen ein neues Stromkabel ersetzen die Stadtwerke auf 350 Meter im Gehweg an der südlichen Seite der Wolkersdorfer Straße. Die elektrische Spannung in der Leitung wird 20 000 Volt betragen. (Foto: Pültz)

Traunstein – Es ist 14 Zentimeter dick. Und es ist sehr schwer: Ein neues Kabel verlegen die Stadtwerke am Rande der Wolkersdorfer Straße. Es ersetzt ein altes, in die Jahre gekommenes, das den Strom nicht mehr fehlerlos weiterleitet. Die Stadtwerke GmbH bringt in diesen Tagen und Wochen ein sogenanntes Einspeisekabel rund einen Meter tief in den Gehweg am südlichen Straßenrand ein.


Die elektrische Spannung im Kabel wird 20.000 Volt (20 kV) betragen. Die Kosten für die Erneuerung summieren sich – wie Thomas Strohmayer und Albert Wegscheider von den Stadtwerken im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt berichten – rund 100.000 Euro.

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Den Strom liefert das Bayernwerk. Die Übergabe erfolge am Umspannwerk an der Kreuzstraße am westlichen Stadtrand von Traunstein. Nach der Übernahme leiten die Stadtwerke die elektrische Energie auf drei verschiedenen Wegen über Einspeisekabel zur Station am Krankenhaus. Von ihr fließt der Strom über Trafos in der Stadt an die Kunden.

Die Kabel vom Umspannwerk zur Station am Krankenhaus liegen schon mehrere Jahrzehnte im Boden, der Zahn der Zeit nagt an ihnen. Die Übertragung des Stroms klappt nicht mehr einwandfrei, immer wieder einmal treten Störungen auf. Und so haben sich die Stadtwerke entschlossen, diese alten Kabel gegen neue auszutauschen. Die Arbeiten laufen schon seit einiger Zeit, im letzten Jahr waren die Arbeiter in der Innstraße gewesen.

Auch die Leitung an der Wolkersdorfer Straße, die die Stadtwerke jetzt ins Visier genommen haben, ist schon alt – um genau zu sein: Sie stammt aus dem Jahr 1969. Und wie andere hat auch sie den Strom zuletzt nicht mehr so weitergeleitet, wie sie das eigentlich hätte machen sollen. Die Stadtwerke gehen an einen Austausch, auf rund 350 Meter an der Wolkersdorfer Straße – von der Einmündung der Saalachstraße bis zum Krankenhaus – verlegen sie nun eine neue 20 kV-Leitung.

Die Bauarbeiten haben Mitte des Monats begonnen. Der Verkehr an der Baustelle wird über eine Ampel geregelt, die Fußgänger sind angehalten, den Weg auf er anderen Straßenseite zu benutzen. Mittlerweile hat die Firma, die im Auftrag der Stadtwerke handelt, weite Teile des Gehwegs am südlichen Straßenrand aufgegraben. Was die Sache schwierig macht, ist, dass im Untergrund auch noch andere Leitungen liegen. Rund einen Meter tief in den Boden versenkt werden muss das neue Kabel.

Die Bauarbeiten werden noch eine Weile dauern. Thomas Strohmayer und Albert Wegscheider gehen davon aus, dass Ende Juli alles fertig ist.