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175 Meter langer Schutzstreifen für Radfahrer

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Auf Hochtouren laufen die Bauarbeiten: Unterstützt vom Freistaat schafft die Stadt auf der Salinenstraße einen 175 Meter langen Schutzstreifen für die Radfahrer und verbreitert den gemeinsamen Geh- und Radweg neben der Straße am Salinenberg (unser Foto) auf zweieinhalb Meter. (Foto: Pültz)

Traunstein – Die Stadt erhöht die Sicherheit der Radfahrer, die auf der Salinenstraße Richtung Zentrum unterwegs sind: Sie schafft einen 175 Meter langen Schutzstreifen auf der Fahrbahn. Ende März haben die Bauarbeiten begonnen, Ende April gehen sie nach Angaben von Carola Westermeier, der Pressesprecherin der Verwaltung im Rathaus, voraussichtlich zu Ende.


Wie sie weiter auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts mitteilte, betragen die Kosten rund 400.000 Euro. Die Stadt zahle etwa 135.000 Euro, der Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt, 265.000 Euro.

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Radfahrer mussten bislang immer besonders aufmerksam sein, wenn sie auf der Salinenstraße Kurs auf die Stadtmitte nahmen. Denn auf der Einfallstrecke für Auswärtige, die aus den Richtungen Siegsdorf und Teisendorf kommen, ist in der Regel viel Verkehr. Jetzt bekommen die Radfahrer einen »Schutzstreifen«: Er ist laut Westermeier in der Regel eineinhalb Meter breit, eine Markierung – eine unterbrochene weiße Linie – trennt ihn von der Fahrbahn für die Autos. »Wer ein Fahrzeug führt, darf den Schutzstreifen nur bei Bedarf überfahren. Der Radverkehr darf dabei nicht gefährdet werden«, sagt Westermeier.

Den stadteinwärts führenden Streifen schafft die Stadt auf der Salinenstraße im Bereich zwischen der Einmündung der Reiffenstuelstraße entlang des entstehenden Salinenparks und über die Zufahrt vom Karl-Theodor-Parkplatz bis zum Salinenberg. Der Fahrradstreifen mündet dort dann in einen gemeinsamen Geh- und Radweg. Die Stadt kann den Fahrradstreifen nicht den Salinenberg hinauf bis zur Abzweigung der Maximilianstraße fortführen, weil dort alles zu eng ist.

Die Bauarbeiten dauern, so die Planungen im Rathaus, etwa fünf Wochen. Die Stadt setzt sich zum Ziel, sie bis zum Ende der Osterferien abzuschließen. »Sie sind getrennt von den Bauarbeiten für Hausanschlüsse zu sehen, die zur Sperrung der Zufahrt zum Karl-Theodor-Platz geführt hatten«, sagt die Pressesprecherin im Rathaus.

Im Zusammenhang mit der Schaffung des Schutzstreifens für Fahrradfahrer verbreitert die Stadt den Geh- und Radweg am Salinenberg auf der Seite der ehemaligen Fünferpfanne auf 2,50 Meter. Weil sie dafür Platz benötigt, muss sie die Verkehrsinsel, die sich bisher auf Höhe des Kinderheims Sankt Josef befand, verlegen. Im Zuge der Bauarbeiten wird außerdem der Fahrbahnbelag in diesem Abschnitt der Salinenstraße erneuert.

Die Stadt tritt als Bauherr auf, der Freistaat steht an ihrer Seite. Denn die Salinenstraße ist eine Staatsstraße (St), der Unterhalt für die St 2105 obliegt damit dem Staatlichen Bauamt. Und weil Stadt und Staat an einem Strang ziehen, teilen sie sich auch die Kosten.

Für die Erneuerung der Salinenstraße muss der Fahrbahnbelag abgefräst werden. Dafür ist eine Vollsperrung notwendig: Sie beginnt am 17. April nach dem morgendlichen Berufsverkehr und dauert bis einschließlich 18. April. Für die Asphaltierung sowie die Straßenmarkierungsarbeiten ist dann nochmals eine Vollsperrung notwendig. Von 23. bis voraussichtlich 26. April ist deshalb an der Salinenstraße im Abschnitt zwischen der Reiffenstuelstraße/Bürgerwaldstraße und der Maximilianstraße kein Durchgangsverkehr möglich. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Die Zufahrt zum Karl-Theodor-Platz und der Rathaustiefgarage ist von der Bundesstraße 306 kommend über die Salinenstraße und die Reiffenstuelstraße möglich.