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Zwei Fernwärmeanschlüsse vorgesehen

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Traunreut: Ausbau der Adalbert-Stifter-Straße sowie zwei Fernwärmeanschlüsse
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Im Zuge des Ausbaus der östlichen Adalbert-Stifter-Straße wird in den nächsten Wochen auch das Wohn- und Geschäftshaus (links) an die städtische Fernwärme angeschlossen. Darüber informierten die Stadtwerke den Werkausschuss. (Foto: Rasch)

Traunreut – Bei den Traunreuter Stadtwerken stehen aktuell zwei Fernwärmeanschlüsse auf der Agenda: An der Adalbert-Stifter-Straße wird ein Wohn- und Geschäftshaus an die städtische Fernwärme angeschlossen werden und ein weiteres Wohngebäude an der Jahnstraße.


Da sich die reinen Baukosten unter 100.000 Euro bewegen, ist dafür keine Genehmigung durch den Stadtrat notwendig. Trotzdem wurde der Werkausschuss davon in Kenntnis gesetzt. Wie Werkleiter Frank Wachsmuth mitteilte, sollen die Anschlüsse in den kommenden Wochen hergestellt werden.

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Das Gebäude an der Adalbert-Stifter-Straße wird von der Hauptleitung, die im Gehweg parallel entlang der Berliner Straße verläuft, auf der Rückseite angeschlossen. Vor der Bautätigkeit müsse auch eine Sicherheitsunterweisung durch eine Kampfmittelbeseitigungsfirma, die auf chemische Kampfstoffe spezialisiert sei, durchgeführt werden. Laut Wachsmuth sollen auf Anraten der Stadtverwaltung künftig derartige Unterweisungen bei allen Tiefbaumaßnahmen vorgenommen werden.

Der Fernwärmeanschluss für beide Projekte soll durch Fremdmittel finanziert werden. Die reinen Baukosten bewegen sich bei 93.000 Euro. Im Wirtschaftsplan der Stadtwerke sei für den Fernwärmebetrieb im laufenden Jahr bereits eine Darlehensaufnahme von 250.000 Euro eingestellt worden, die auch vom Landratsamt bereits genehmigt worden sei, erklärte Wachsmuth. Für die beiden Anschlüsse sei eine Kreditaufnahme von 116.300 Euro vorgesehen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stelle dafür zweckgebundene Mittel zur Verfügung.

Außerdem erhalten die Stadtwerke und die neuen Kunden noch einen Zusatzbonus von 2600 Euro aus dem sogenannten Anreizprogramm Energieeffizienz. Die Kreditaufnahme müsse pro Forma diesen Zusatzbonus enthalten, die Gutschrift des Bonus erfolge erst nach Abschluss des Bauvorhabens und der Einreichung eines Verwendungsnachweises. Der Kredit werde zu 100 Prozent ausgezahlt und sei in Vierteljahresraten zu tilgen. Die Höhe der Raten und der effektive Jahreszins könne aber erst durch die Zusage der KfW beziffert werden. Sobald die Zusage der KfW vorliegt, soll Bürgermeister Hans-Peter Dangschat ermächtigt werden, die Kreditaufnahme zu genehmigen.

Martin Czepan (Grüne) regte an, die KfW-Förderung mit dem wesentlich höheren Zuschuss, den die privaten Hausbesitzer auf Grund der Fernwärmeumstellung erhalten würden, zu überprüfen. Der Zuschuss der Hausbesitzer liege hier bei über 40 Prozent und wäre erheblich höher, sagte Czepan. Sepp Winkler (Bürgerliste) schlug vor: »Wir sollten beide Varianten prüfen und den Grundeigentümer fragen, was er möchte«, sagte Winkler.

Mit dieser Tiefbaumaßnahme ist auch der Startschuss für den Ausbau des östlichen Straßenstücks der Adalbert-Stifter-Straße verbunden. Nach Angaben der Stadtverwaltung soll noch Ende Juli mit den Arbeiten begonnen werden. Der westliche Straßenzug der insgesamt rund 900 Meter langen Straße wurde im vergangenen Jahr ausgebaut. Hier musste zunächst das in der Straße liegende Wasser- und Kanalnetz ertüchtigt werden.

Diese Maßnahmen sind nach Angaben des Werkleiters im östlichen Ausbauteilstück nicht notwendig. Auch hier bekommt die Straße einen Gehweg und auf der Südseite werden sogenannte Parktaschen angeordnet. Diese neue Parksituation soll auch hier gewährleisten, dass dort nicht Lkws sondern nur noch Pkws parken dürfen. ga


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