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Zerfetztes Auto und vier Schwerverletzte – Schreckensszenario bei Einsatzübung

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Schreckensszenario bei Einsatzübung in Stein an der Traun
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Foto: FDL/Benje
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Foto: FDL/Benje

Traunreut/Palling – Ein erschreckendes Bild bot sich den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren aus Stein an der Traun und Palling sowie dem BRK am Dienstag bei einer Einsatzübung an der Staatsstraße 2104 und der alten Verbindungsstraße nach Mais: Ein Auto war bei einem Unfall um einen Baum gewickelt und die vier Personen darin eingeklemmt und schwerst verletzt worden.

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Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte verschaffte sich der Einsatzleiter zunächst einen Überblick über die Unfallstelle. Da sich die Türen des Unfallwagens nicht öffnen ließen, wurde sofort mit dem Bereitstellen eines Rettungssatzes begonnen.

Zeitgleich wurden aufgrund der Schwere des Unfalls weitere Rettungskräfte aus Palling mit einem zweiten Rettungssatz angefordert. Auch das BRK war bereits mit einem Fahrzeug unterwegs zur Unfallstelle. Bereits nach wenigen Minuten konnten die Feuerwehrmänner damit beginnen, die Beifahrertür zu öffnen. Dann übernahmen die Rettungssanitäter die Erstversorgung der Unfallopfer. Bereits im Fahrzeug wurden Blutungen gestoppt oder der Kreislauf stabilisiert.

Während dies alles auf engstem Raum geschah, arbeitete sich die Feuerwehr mit dem zweiten Rettungssatz auf der Fahrerseite des Autos vor, um die Verletzten noch schneller aus dem Auto befreien zu können.

Die Einsatzkräfte, die nicht direkt am Auto arbeiteten, stellten den Brandschutz sicher, bauten einen Platz zur weiteren Versorgung der Verletzten auf und kümmerten sich um einen reibungslosen Funkverkehr.

Als die ersten Personen so schonend wie möglich aus dem Fahrzeug geborgen waren, wurden sie von den Rettern des BRKs behandelt, bis sie sich in einem transportsicheren Zustand befanden. Als alle vier Patienten zum Abtransport stabilisiert waren, konnte die Übung für beendet erklärt werden.

Zum Schluss brachten alle Beteiligten nochmals Wünsche und Anregungen ein, welche Details im Ernstfall besser gemacht werden können. Beteiligt waren an der Übung insgesamt 27 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Stein an der Traun und Palling. Das BRK war mit zwei Sanitätern und einem Beobachter vor Ort. Die ganze Übung fand unter den Augen von Kreisbrandinspektor Martin Schupfner und Kreisbrandmeister Stefan Helmel statt.

Jederzeit kann es zu einem Unglück kommen, der einen solchen Rettungseinsatz erfordert. Dieser ist nur durch das perfekte und professionelle Zusammenspiel aller beteiligten Hilfsorganisationen zu meistern. Und die erreicht man nur durch zahlreiche Übungen.

red/FDLnews