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Wohnbauflächen in Zweckham aus Verfahren genommen

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Foto: Jens Büttner/dpa-Symbolbild

Traunreut – Der Traunreuter Stadtrat hat sich darauf verständigt, die geplanten Wohnbauflächen in Zweckham aus dem laufenden Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren herauszunehmen und in eines der nächsten Verfahren aufzunehmen.


Nach Angaben der Verwaltung zeichnet sich in Zweckham wegen der Übernahme der Kosten für ein Gutachten eine längere Verfahrensdauer ab.

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Wie mehrfach berichtet, fordert das Wasserwirtschaftsamt im Zuge einer Entwicklungssatzung ein umfangreiches Grundwasserschutz-Gutachten, das bis zu 50 000 Euro kosten soll. Die kleine Ortschaft, in der Baugrund für sechs bis acht Häuser ausgewiesen werden soll, ist nicht an den städtischen Kanal angeschlossen, liegt aber im wasserwirtschaftlichen Vorranggebiet für Trinkwasser.

Laut Verwaltung seien die städtebaulichen Verträge zur Übernahme der Planungs- und Gutachterkosten von den betroffenen Grundeigentümern bislang noch nicht unterschrieben worden. Deshalb konnten auch die erforderlichen Gutachten noch nicht beauftragt werden. Die Verwaltung rechnet deshalb mit einer längeren Verzögerung des laufenden Verfahrens und schlug dem Stadtrat vor, die Flächen aus der Bauleitplanung zunächst herauszunehmen und dafür die Flächen für das geplante Wohnbaugebiet »Stocket« und einen Kindergarten an der Kolpingstraße in eine Fläche für Gemeinbedarf zu ändern. Ebenfalls in der 13. Änderung berücksichtigt werden soll die Ausweisung eines Sondergebiets »Solarpark« in Stein.

Einstimmig abgesegnet wurde die Empfehlung des Bauausschusses, den Bebauungsplan »Gebiet zwischen Jahn-, Kopernikusstraße und Traunring« in Traunreut zugunsten eines Doppelhauses mit vier Wohneinheiten zu ändern, sowie die Bestellung einer Kassenverwalterin und einer Stellvertreterin der Stadtwerke Traunreut. Ab 1. August soll Silvia Maier zur Kassenverwalterin bestellt werden und Stefanie Brunner zur stellvertretenden Kassenverwalterin.

Bürgermeister Klaus Ritter gab auch einige Nachtragsangebote zu Baumaßnahmen der Stadtwerke bekannt. Mehrkosten in Höhe von 8000 Euro fallen bei der Wasser-, Fernwärme- und Abwasserentsorgungsleitung in der Ganghoferstraße an. Wegen eines sogenannten Speedpipe-Einbaus, den die Stadt zusätzlich in Auftrag gegeben hatte, musste der Beton-Oberbau wieder aufgebrochen werden. Diese Ausführungsänderung kostete rund 8000 Euro und muss der Auftragssumme von insgesamt 462 000 Euro angerechnet werden.

Mehrkosten fielen auch beim Fernwärmeleitungsbau Weisbrunn-Waldfeld an. Hier musste wegen einer Gas- und Wasserleitung die Leitungstrasse geändert werden. Daher musste auch ein Bogenrohr eingebaut werden. Die Mehrkosten belaufen sich auf rund 6000 Euro. Günstiger als geplant wird der Kanal- und Wasserleitungsbau im Zuge des laufenden Ausbaus der Fridtjof-Nansen-Straße. Als Grund wurde ein Lieferengpass bei den alternativ ausgeschriebenen Abwasserrohren angegeben. Durch den Einbau eines duktilen Gussrohrs ohne Zementummantelung verringert sich die Auftragssumme von 125 000 Euro um rund 24 700 Euro. ga


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