Wiedereröffnung nach Straßenausbau – Kostenrahmen wurde eingehalten

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»Freie Fahrt« heißt es offiziell wieder für die Auto- und Fahrradfahrer auf der östlichen Adalbert-Stifter-Straße in Traunreut. Der östliche Straßenzug wurde in den vergangenen vier Monaten identisch zum westlichen Straßenzug mit einem beidseitigen Gehweg und einer geordneten Parksituation ausgebaut. Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann (von links), Verkehrsreferent Roger Gorzel, Bürgermeister Hans-Peter Dangschat, Ex-Bürgermeister Klaus Ritter und Helwig Falch von der Firma Swietelsksy, gaben die Straße mit der symbolischen Durchtrennung eines Bandes wieder frei. (Foto: Rasch)

Traunreut – Während von der ersten Planung bis zur Umsetzung des kompletten Ausbaus der Adalbert-Stifter-Straße in Traunreut mehrere Jahre vergangen sind, hat die offizielle Wiedereröffnung des östlichen Bauabschnitts keine zehn Minuten gedauert.


Wegen der Corona-Einschränkungen fand die Verkehrsfreigabe im kleinen Kreis und ohne viel Aufhebens statt. Bürgermeister Hans-Peter Dangschat beschränkte sich auf wenige Worte und bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten. Im Schnelldurchgang durchtrennten die Vertreter der Stadt und der Baufirmen auf Höhe des Hallenbads und des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums symbolisch ein Band. Mit dabei war auch der ehemalige Traunreuter Bürgermeister Klaus Ritter.

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»Die Adalbert-Stifter-Straße ist eine wichtige und eine der längsten Magistralen in der Kernstadt«, sagte Dangschat. Durch den Ausbau sei auch ein wichtiger Schritt in Puncto Sicherheit für die Anlieger, darunter auch das Gymnasium und das Pflegeheim Pur Vital umgesetzt worden. Erfreulich sei, dass die Kosten des Gesamtausbauprojekts in Höhe von 2,2 Millionen Euro eingehalten wurde.

Nach Angaben von Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann fehlt die Schlussrechnung zwar noch, aber auch er geht davon aus, dass die veranschlagten Kosten gehalten werden können. Der Ausbau des westlichen Abschnitts inklusive des Kreisverkehrs hat rund 1,2 Millionen Euro gekostet und für den östlichen Abschnitt wurde eine Million Euro veranschlagt. Beide Straßenabschnitte wurden identisch ausgebaut und das Ergebnis kann sich nach Auffassung des Traunreuter Verkehrsreferenten, Roger Gorzel (Bürgerliste), sehen lassen: »Es ist einfach schön geworden«.

Zufrieden über den Bauverlauf des östlichen Abschnitts in den vergangenen vier Monaten äußerte sich auch Udo Albrich vom städtischen Tiefbauamt: »Ich bin sehr zufrieden, alles hat wunderbar geklappt und auch das Wetter hat uns in die Karten gespielt«, sagte Albrich dem Traunsteiner Tagblatt. Nach Angaben von Diplomingenieur Tobias Nöhrig von der SAK Ingenieurgesellschaft Traunstein sei das Planungsbüro bereits 2012 mit dem Projekt beauftragt worden. »Jetzt ist es 2020 geworden und die letzten zwei Jahre waren sehr intensiv und spannend«, erklärte Nöhrig.

Dass sich die Umsetzung des Projekts immer wieder verschoben hatte, lag mitunter an den wiederkehrenden Planänderungen. Auch die Bürger wurden dazu gehört, bevor die Planung endlich in trockenen Tüchern war. Zum Zeitpunkt der Planung stand nämlich auch die Frage im Raum, mit welchen Kosten die Anlieger rechnen müssen. Durch die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung hat sich dieses Thema aber zwischenzeitlich erledigt.

Der östliche Teil der rund 800 Meter langen Hauptverkehrsader wurde erst vor einigen Tagen fertiggestellt, während der westliche Teil bereits 2019 umgesetzt wurde. Die Adalbert-Stifter-Straße verläuft zwischen der Carl-Cöttgen-Straße im Westen und dem Traunring im Süden. An der Traunwalchener Straße teilt sich die Straße. An diesem Knotenpunkt wurde im August letzten Jahres zunächst ein Kreisverkehr gebaut, bevor der westliche Abschnitt ausgebaut wurde. Die neu ausgebaute Straße mit einer Fahrbahnbreite von 4,50 Metern verfügt jetzt über einen beidseitigen Gehweg. Auf der Südseite wurden sogenannte Parktaschen angeordnet. Diese neue Parksituation sorgt jetzt dafür, dass entlang der Straße keine Lkws mehr parken dürfen. Das Parken ist dort nur für Pkws gestattet. Sogenannte Fahrradschutzstreifen entlang des gesamten Straßenzugs sorgen auch dafür, dass sich die Radler sicher fühlen können. Für die Autofahrer bedeutet dies, dass sie diese durch Leitlinien markierten Schutzstreifen nicht überfahren dürfen. Es sei denn, sie müssen ausweichen– ohne dabei den Radverkehr zu gefährden. Durch die Fahrradschutzstreifen würden auch die Autofahrer automatisch dazu gezwungen, langsamer zu fahren. Im Zuge des östlichen Ausbaus nutzte auch die katholische Kirche die Möglichkeit, den Parkplatz vor dem Kindergarten neu zu ordnen.

ga


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