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Wenn man will, aber nicht kann: Traunreuter k1 hofft auf baldiges Ende des Lockdowns

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Monika Grüger hofft, dass sie, bevor sie im August in Rente geht, nochmals die Gäste des k1 am Schalter empfangen darf. (Foto: Benekam)

Traunreut – Kulturhungrige und Künstler müssen weiterhin darben. Theater, Konzerthäuser, Kleinkunstbühnen und Kinos bleiben vorerst geschlossen. So herrscht auch im Traunreuter Kultur- und Veranstaltungszentrum k1 gähnende Leere. Während die Plakataufsteller vorm Haus mit Kulturevents, von denen man nicht weiß, ob sie jemals stattfinden können locken, rüsten sich die Mitarbeiter des Kulturveranstaltungshauses voller Hoffnung und mit optimiertem Hygienekonzept für die Zeit der Wiedereröffnung.


»Unsere treuen Gäste und Abonnenten rufen immer wieder an und wollen wissen, ob und wann es weitergeht«, sagt k1-Mitarbeiterin Monika Grüger. »Mit der Herausgabe des Magazins, in dem die Frühjahrs- und Sommerveranstaltungen aufgeführt sind, haben wir ein Zeichen setzen wollen. Das k1 wäre, im Fall der Fälle, gerüstet«, so k1-Chefin Anke Hellmann im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. »Leider wissen wir aber nichts Konkretes. Es gibt noch keine Aussicht auf Öffnung in Sachen Kultur. Aber laut eines Rankings mit Orten der größten Ansteckungsgefahr, liegen Theater- und Konzertsäle tatsächlich an letzter Stelle. Im laufenden k1-Betrieb gab es keinen einzigen Ansteckungsfall«, betont Hellmann.

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Für Monika Grüger ist diese Zeit der Unwissenheit besonders frustrierend. Seit über zehn Jahren, um genau zu sein, seit dem 31. Dezember 2009 ist sie im k1 beschäftigt. Im August dieses Jahres endet für sie die k1-Ära – zumindest als Angestellte. In den vergangenen Jahren kannten und schätzten treue k1-Besucher Monika Grüger bei ihrer Arbeit am Ticketschalter und bei der Abendkasse. Dort ließ sie aufkommender Hektik seitens ungeduldiger Gäste keine Chance, blieb auch bei großem Besucherandrang die Ruhe selbst.

»Die Silvester-Gala war mein erster Einsatz im k1«, erinnert sich die 63-Jährige. Sie war damals als eine Mitarbeiterin der »Helping Hands« eingestellt worden. Seit 2017 ist sie halbtags beschäftigt und hat unterschiedliche Einsatzgebiete – Abendkasse, Einlass, Saal- und Garderobendienst. Nach über zehn Jahren fällt ihr der bevorstehende Abschied nicht leicht: »Für mich war die Arbeit im k1 wie Urlaub«, sagt Grüger, die im August dieses Jahres in Rente gehen wird.

Die letzten Wochen und Monate im k1 hätte sie sich natürlich anders vorgestellt. Ihr fehlen die Gäste, der Kontakt, der kurze Plausch am Schalter oder in der Pause und das geschäftige Treiben des Kulturbetriebs. Gerne erinnert sie sich, wie sie erzählte, an Auftritte hochkarätiger Künstler aller Genres, etwa Dieter Hildebrandt oder Konstantin Wecker, aber auch die Begegnung mit bekannten Politikern an Parteitagen, die im k1 stattgefunden haben. Sie werden ihr in positiver Erinnerung bleiben.

Ein wenig Hoffnung, dass sie bis zum Ende ihrer Dienstzeit im k1 doch noch einmal zum Einsatz kommen wird, bleibt aber. bene


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