Waldkindergarten soll auf 36 Plätze erweitert werden

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Der Waldkindergarten in Traunreut soll auf 36 Plätze erweitert werden. Dafür benötigt man neben dem bereits vorhandenen Bauwagen einen zusätzlichen Aufenthaltsraum, in dem die Kinder bei sehr schlechtem Wetter Unterschlupf finden können. Die Aufstellung einer Hütte und eine damit verbundene Baugenehmigung hat der Bauausschuss einstimmig abgesegnet. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Baugenehmigung für eine Hütte als zusätzlichen Aufenthaltsraum für die Kinder des Waldkindergartens »Waldkäfer« hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig abgesegnet. Nach Angaben der ISG Jugendhilfe GmbH, die den Kindergarten in einer Waldlichtung in der Nähe der Schrebergärten am Stadtrand von Traunreut betreibt, soll die Einrichtung auf 36 Plätze erweitert werden. Bislang besuchen 16 »Waldkäfer« die Einrichtung, in der bei sehr schlechtem Wetter ein spartanisch eingerichteter Bauwagen Unterschlupf bietet.


Im Zusammenhang mit der Erweiterung auf 36 Plätze tauchte die Frage auf, ob im Notfall, etwa bei Sturmgefahr, für die Kinder auch ausreichend Ausweichräume zur Verfügung stünden. Bisher konnte kurzfristig ins Vereinsheim der Freiwilligen Feuerwehr Pierling und in die Räume der ISG am Sankt-Georgs-Platz in Traunreut ausgewichen werden. Ob diese Ausweichquartiere dann noch ausreichen werden, müsse in einem weiteren Schritt noch abgeklärt werden, sagte Bürgermeister Hans-Peter Dangschat (CSU).

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Ebenso teilte er auf Nachfrage von Paul Obermeier (FW) mit, dass seines Wissens die Kinder zum Teil die Toiletten der in der Nähe befindlichen Kleingartenanlage mitbenützen dürfen und es im Wald eine natürliche Lösung gebe.

Den Waldkindergarten gibt es seit September 2018. Im Moment gibt es auch hier aufgrund der Corona-Auflagen lediglich eine Notbetreuung. Mittlerweile haben sich die »Waldkäfer« richtig gemütlich gemacht und können den Wald und seine Tier-und Pflanzenwelt intensiv erleben. Stöckchen, Steine, Blätter oder Zapfen dienen als Spielsachen und sollen die Fantasie und die Kreativität der Kinder fördern. Es gibt zwar ein paar Ausnahmen, wie Eimer, Schaufeln oder kleine Schubkarren. Wie in den Regelkindergärten, werden auch alle Bildungs- und Erziehungsziele nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan erreicht. In der Regel halten sich die Kinder um einen Bauwagen auf. In kleinen Gruppen erkunden sie mit dem Erzieherpersonal auch den Wald und die Umgebung. Die Kinder bewegen sich immer an der frischen Luft. Diese Walderlebnisse sollen künftig auch weiteren Kindern ermöglicht werden.

Ohne längere Diskussion abgesegnet wurden Nutzungsänderungsanträge der Möbel Jobst GmbH, der Jehovas Zeugen in Deutschland K.d.ö.R und der WIKO Immobilien GmbH. Die Immobilien GmbH möchte in einem Gebäudekomplex an der Werner-von-Siemens-Straße eine bestehende Wohnung künftig als Büro nutzen. Im Möbelhaus Jobst soll im Erdgeschoß des östlichen Anbaus künftig ein Zustellstützpunkt für die Post eingerichtet werden und eine Verkaufsfläche im westlichen Bereich des Erdgeschoßes soll künftig als Büro- und Lagerfläche dienen. Außerdem sollen zwei Parkplätze überdacht werden. Die damit verbundene laufende Änderung des Bebauungsplans »Gewerbegebiet Kirchholz«, wurde ebenfalls genehmigt und als Satzung verabschiedet. Im Kirchengebäude der Zeugen Jehovas an der Altenmarkter Straße sollen innenliegende Türen und Durchgänge geändert und der Brandschutznachweis fortgeschrieben werden.

Keine Einwände gab es auch gegen die Änderung der Ortsabrundungssatzung »Oberwalchen« zugunsten einer Wohnbebauung sowie zur beantragten Änderung der Entwicklungsatzung »Anning«. Der Antragsteller möchte in sein bestehendes Wohn- und Geschäftshaus eine dritte Wohnung einbauen. Das Vorhaben befindet sich zwar im Außenbereich, doch aufgrund der Größe des bestehenden Gebäudes sei nach Auffassung des Bauausschusses eine dritte Wohnung vertretbar.

Ebenfalls einstimmig abgesegnet wurde die Änderung des Bebauungsplans »Abdeckerfeld II« als Satzung. Die Änderung ist notwendig, weil der Eigentümer des Grundstücks ein altersgerechtes ebenerdiges Gebäude bauen möchte. Um den Grundriss der Wohnung und der Freifläche optimieren zu können, soll das Gebäude als L-förmiger Baukörper errichtet werden.

Keine Anregungen wurden zur öffentlichen Auslegung der Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Chieming vorgebracht. Die Änderung betrifft die Erweiterung eines bestehenden Kieswerks.

ga


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