Vorsichtig im Umgang mit Dialyse-Patienten

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Die Fahrgäste und der Fahrer sind durch eine Plexiglas-Scheibe getrennt. FFP2-Masken, wie sie die angehende Taxifahrerin Szusanna trägt, wären durch die Trennvorrichtung keine Pflicht. (Foto: Rasch)

Traunreut – Das Tragen einer FFP2-Maske für erwachsene Fahrgäste in einem Taxi ist Pflicht. Dies gilt aber nicht für die Fahrerin oder den Fahrer eines Taxis, wenn es eine Trennvorrichtung zwischen dem Fahrer und dem Fahrgast gibt. Diese Klarstellung hat der Landesverband Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmer beim Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bauen und Verkehr und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erwirkt. Die Taxifahrer müssen nur im engen Kontakt mit Fahrgästen, zum Beispiel bei Hilfeleistungen oder beim Bezahlen, eine Alltagsmaske tragen.


Eine Alltagsmaske reicht aber nicht aus, wenn der Fahrgast neben dem Fahrer Platz nimmt. In diesem Fall empfehlen die Ministerien den Taxichauffeuren dringend das Tragen einer FFP2-Maske. »Bei uns sitzt von Haus aus kein Fahrgast neben dem Fahrer«, erklärte der Geschäftsführer von Taxi & Fahrdienst Weidner in Matzing, Ingo Rummel, auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts. »Bei uns nehmen derzeit alle Fahrgäste hinten Platz.«

Das Matzinger Taxi-Unternehmen, das sich hauptsächlich auf Kranken- und Dialysefahrten spezialisiert hat, orientiert sich als öffentliches Verkehrsmittel an der seit einer Woche geltenden FFP2-Maskenpflicht: »Folglich tragen alle meine Fahrerinnen und Fahrer FFP2-Masken«, so Rummel. Durch den Kontakt zu Krankenhäusern oder anderen stationären Einrichtungen seien die Fahrer ohnehin angehalten, Masken oder Handschuhe und bei Sondereinsätzen sogar Schutzkleidung zu wählen. Außerdem werden die Fahrzeuge, deren Fahrer und Fahrgäste durch eine Plexiglasscheibe getrennt sind, laut Rummel täglich desinfiziert und gründlich gesäubert. »Diesen Vorgang der Reinigung haben wir schon vor der Corona-Krise praktiziert, denn wir befördern die wertvollste 'Ladung' der Welt, die es gibt – den Menschen!«

Hygiene und Sauberkeit – nicht nur in den Fahrzeugen, sondern auch beim Personal – seien oberste Voraussetzungen für einen Dienstleistungsbetrieb wie einem Taxiunternehmer. Rummel versichert: »Wir halten uns strikt an die Vorgaben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.«

Dazu gehört auch ein regelmäßiger Gesundheitscheck, dem sich die rund 40 Fahrerinnen und Fahrer des traditionellen Taxi- und Fahrdienstunternehmens regelmäßig unterziehen müssen. Bei Anzeichen einer Covid-19-Erkrankung würden die Fahrer umgehend beurlaubt und müssten sich einem Corona-Test unterziehen. »Gott sei Dank befinden sich alle unsere Fahrer im besten Gesundheitszustand«, so Rummel.

Weiter teilte er mit, dass zwei seiner Fahrer gesondert für Corona positiv getestete Personen geschult worden seien und dafür auch extra zwei Fahrzeuge bereit stünden, um die Behörden und Krankenhäuser beim Transport von Corona-Patienten zu unterstützen. Diese Fahrzeuge könnten übrigens auch von Privatpersonen angefordert werden.

ga


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