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Vier Boardinghäuser mit 20 Wohnungen

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Auf diesem Grundstück am Keplerweg in Traunreut, auf dem vor Kurzem ein Bodenaustausch vorgenommen wurde, sind vier sogenannte Boardinghäuser mit 20 Wohnungen geplant. Die Spuren der Altlastensanierung sind noch sichtbar. Wegen einer späteren Bebauung mit Tiefgarage wurde das Gelände zum Teil nicht mehr aufgefüllt. (Foto: Rasch)

Traunreut – Auf dem Grundstück am Keplerweg, auf dem im April nachträglich ein Bodenaustausch vorgenommen wurde, sollen vier sogenannte Boardinghäuser mit insgesamt 20 Wohnungen entstehen. Ein Boardinghouse ist ein Beherbergungsbetrieb, der Zimmer oder Appartements mit hotelähnlichen Leistungen vermietet.


Im Gegensatz zu einem Hotel ist in einem Boardinghaus ein längerer Aufenthalt geplant. Daher wird auch die Bezeichnung »Zuhause auf Zeit« genutzt. Die Zimmer und Wohnungen werden vor allem von Firmen genutzt, die Mitarbeiter für bestimmte Projekte entsenden.

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Nach Angaben von Rolf Martin Seidl von der Seidl-Projektentwicklung Trostberg, die für das Projekt einen Antrag auf Änderung des Bebauungsplans eingereicht hat, könnten diese Appartements nicht nur an Firmenmitarbeiter, sondern auch an Leute vermietet werden, die kurzfristig aus ihren Wohnungen müssen und für eine bestimmte Zeit ein Dach über dem Kopf bräuchten.

Vom Bauausschuss wurde der Antrag zur Änderung des Bebauungsplans »Gebiet zwischen Süd-Ost, Keplerweg und Kopernikusstraße« jetzt ohne Diskussion einstimmig abgesegnet und dem Stadtrat empfohlen. Geplant sind vier quadratische (11 mal 11 Meter), zweigeschoßige Häuser mit Zeltdächern. In jedem Haus sind im Erd-, Ober- und Dachgeschoß jeweils fünf Wohnungen beziehungsweise Appartements vorgesehen. Die Stellplätze sollen überwiegend in einer Tiefgarage nachgewiesen werden.

Laut Verwaltung sollen 24 Tiefgaragenplätze und acht oberirdische Stellplätze geschaffen werden. Auf dem Grundstück ist derzeit noch ein Wohnhaus, das abgerissen werden soll. Zunächst muss aber erst noch der Stadtrat seinen Segen dazu geben. Sollte das sogenannte servicebetonte Wohnen umgesetzt werden, würde es nach Aussagen Seidls an einen Betreiber übergeben werden, der dann für den Unterhalt zuständig wäre. Ein konkreter Zeitpunkt, wann mit einem Baubeginn zu rechnen wäre, wurde in der Sitzung nicht genannt. Die Verwaltung rechnet nicht vor Ende dieses, Anfang nächsten Jahres damit.

Wie berichtet, wurde auf dem Grundstück sieben Jahre nach Abschluss der Altlastensanierungen in Privatgrundstücken nachträglich ein Bodenaustausch vorgenommen. Mit schwerem Gerät wurde der Boden abgetragen und entsorgt. Dabei stieß man auch auf Bunkerfundamente, die ebenfalls entfernt wurden. Nach Abschluss der Erdarbeiten wurde das Grundstück, das wegen der späteren Tiefgarage zum Teil nicht mehr aufgefüllt wurde, dem Besitzer zurückgegeben. ga