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Traunreut – k1 Jubiläum wirft seine Schatten voraus

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Traunreut k1 Jubiläum
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Auch wenn das Jubiläum erst 2020 gefeiert wird, schon jetzt laufen die Planungen für die Festlichkeiten. (Foto: Rasch)

Traunreut – Im Jahr 2010 hatten die Traunreuter mehrere Gründe zum Feiern: 50 Jahre Stadt und 60 Jahre Gemeinde Traunreut und die Einweihung des k1. Das Kultur- und Veranstaltungszentrum war damals mit über zwölf Millionen Euro die größte Hochbaumaßnahme in der noch jungen Geschichte der Stadt. Mittlerweileile ist das k1 im Chiemgau und darüber hinaus ein fester Begriff in der Kulturszene mit jährlich rund 35 000 Besuchern. Das zehnjährige Bestehen wirft nun seine Schatten voraus.


Das k1-Management um die neue Leiterin Anke Hellmann hat sich für das Jubiläum 2020 bereits Gedanken gemacht und dem Kulturausschuss in einer Sitzung erste Vorschläge unterbreitet. Für die Aktionen und Veranstaltungen im Jubiläumsjahr wurden dem k1 per einstimmigen Beschluss zusätzlich 30 000 Euro zugesagt, um bereits jetzt Verträge und Vereinbarungen abschließen zu können. Am 18. Januar ist abends ein Festakt geplant, bei dem auch eine Fotoausstellung eröffnet werden soll, die Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Hauses gibt. Bei dieser Dokumentation ist auch geplant, den Ausblick in die nächsten Jahre als Mitmach-Aktion (Bürgerbeteiligung) zu wagen.

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Derzeit stehen auch Überlegungen an, gemeinsam mit weiteren Kulturakteuren der Region ein Chiemgauer Literaturfestival im Jahr 2020 zu generieren. Der Fokus liegt dabei auf einem modernen, innovativen und dezentralen Kulturangebot mit Erlebnischarakter: Zeitgenössische Literatur soll an außergewöhnlichen Orten im Chiemgau stattfinden und den Chiemgau in Szene setzen. Auch das k1 möchte renommierte Schriftsteller nach Traunreut einladen, Synergie-Effekte nutzen und unter dem Motto »Eine Region kommt zusammen« als Mitinitiator seine Präsenz in der Region stärken.

Außerdem möchte sich das k1 für eine Förderung durch Tanzland Deutschland – eine Kulturstiftung des Bundes – bewerben. Als INTHEGA-Bühne würde sich so die Möglichkeit bieten, den zeitgenössischen Tanz fernab der Metropolen für ein meist junges Publikum mit einer mehrjährigen Gastspielveranstaltung erfahrbar zu machen. Begleitende Veranstaltungen aus dem Bereich Tanzvermittlung und Publikumsarbeit, etwa durch die Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen oder VHS, sollen hierbei das Interesse und die Neugier an zeitgenössischem Tanz fördern und gemeinsame (Tanz)-Erlebnisse nachhaltig verankern.

Die Erkenntnisse der Stadt Waldkraiburg in den Tanzprojekten mit dem Ballett Theater Pforzheim hätten gezeigt, dass die Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes die Strahlkraft einer Stadt über die bayerischen Grenzen hinaus stark erhöhen könne, erklärt das Management.

Weitere Großveranstaltungen für das Jubiläumsjahr werden von Seiten der k1-Leitung derzeit geprüft. In der Planung ist eine Aufführung von »Romeo und Julia« als Open-Air-Schauspiel auf dem k1-Parkplatz. Neue Formate, wie die »Traunreuter Lachnacht«, einer Kabarett/Comedy-Mixed-Show sind ebenso in der Planung wie die Durchführung der Produktion »Russian Circus on Ice« im Saal des k1.

In die Jubiläums-Vorplanungen mit einbezogen wird auch das Marketing. Zunächst soll im kommenden Jahr die Webseite des k1 ein neues und zeitgemäßes Erscheinungsbild bekommen. Nach zehn Jahren böte sich nach Auffassung der k1-Leitung auch an, mit einer Kundenbefragung die Erwartungen und die Zufriedenheit der Besucher zu überprüfen und Anregungen und Wünsche der Kunden zu erkunden.

Zudem soll unter anderem ein sogenanntes Feedback-Terminal zur Bewertung der besuchten Veranstaltung eingerichtet werden. Pünktlich zum Jubiläum soll auch das Gebäude nach einer Fassadenreinigung wieder im neuen Glanze erscheinen. ga