Tempo 30 wird oft nicht eingehalten

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Trotz deutlicher Beschilderung sind viele Fahrzeugführer im östlichen Abschnitt der Adalbert-Stifter-Straße in Traunreut schneller als mit 30 km/h unterwegs. Um auf freundliche Art an das Tempolimit zu erinnern, sollen dort jetzt zusätzlich Geschwindigkeitsanzeigen aufgestellt werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Vor fast einem Jahr wurde der östliche Bereich der Adalbert-Stifter-Straße in Traunreut nach seinem Ausbau mit einem beidseitigen Fahrradschutzstreifen wieder eröffnet. Seither gilt dort für den Kfz-Verkehr auch Tempo 30.


Doch nicht alle Autofahrer halten sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Deshalb soll jetzt zusätzlich mit permanenten Geschwindigkeitsanzeigen den »Bleifüßen« optisch ins Gewissen geredet beziehungsweise auf freundliche Art an das Tempolimit erinnert werden. Ein entsprechender Antrag der Grünen-Stadtratsfraktion, zwei Geräte anzuschaffen und dauerhaft zu installieren, wurde vom Verkehrsausschuss bei einer Gegenstimme genehmigt. Die Kosten sollen im Haushalt 2022 veranschlagt werden.

Mit Ausnahme von Bernhard Seitlinger (CSU) stimmten die Ausschussmitglieder dem Antrag der Grünen zu. Gleichzeitig wurde die Verwaltung damit beauftragt, die solarbetriebenen Geräte zu besorgen und sie dauerhaft zu installieren. Dem Wunsch der Grünen, dass die Anzeigentafeln so ausgelegt werden, dass sie durch einen 180 Grad-Schwenk auch in der Gegenrichtung funktionieren, konnte jedoch nicht entsprochen werden.

Verkehrsreferent Roger Gorzel (Bürgerliste) forderte, im Zuge der Bestellung auf Vorrat zwei weitere Geräte anzuschaffen. »Das wären dann rund 10 000 Euro, die uns die Sicherheit unserer Bürger schon wert sein sollten«, so Gorzel. Die Anregung von Dr. Jürgen Winter (L!Z), zu überprüfen, ob bestimmte Symbole auf den Tafeln, wie Daumen hoch, ein großer Mehraufwand wären, erübrigte sich aus Sicht von Claudio Beilhack vom Ordnungsamt. In den ausgewählten Geräten seien derartige Symbole bereits integriert, sagte Beilhack. Die Installation der Geräte würde auch bedeuten, dass diese bei Bedarf jederzeit abmontiert werden könnten.

Die Adalbert-Stifter-Straße ist eine wichtige und eine der längsten Straßen in der Kernstadt Durch den Ausbau in den Jahren 2019 und 2020 wurde auch ein wichtiger Schritt in Puncto Sicherheit für die Anlieger umgesetzt. So wurde im östlichen Bereich, in dem sich auch zwei Kindertagesstätten sowie ein Pflegeheim und eine Schule (Gymnasium) befinden, Tempo 30 eingeführt. Außerdem befindet sich dort auch das städtische Hallenbad. Die Straße wird auch von den Radfahrern auf dem Weg zum Freibad und zu den großen Industriebetrieben stark genutzt.

Den Beobachtungen zu Folge sei ein beträchtlicher Teil der Autofahrer, vor allem im Berufsverkehr, deutlich schneller als mit den erlaubten 30 km/h unterwegs, heißt es in der Begründung der Grünen. Dadurch würden die querenden Fußgänger und die Radfahrer erheblich gefährdet; die in östliche Richtung fahrenden Radfahrer seien häufig gezwungen, den Fahrradschutzstreifen zu verlassen, da geparkte Autos in diesen hineinragen.

Das Beispiel der Geschwindigkeitsanzeigen in Traunwalchen und Oderberg habe gezeigt, dass diese auf stark befahrenen Straßen ein geeignetes Mittel seien, den Verkehr sicherer zu machen. Die beiden Anzeigentafeln an der Robert-Bosch-Straße in Traunwalchen und Oderberg sind seit 2014 fest installiert.

ga


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