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Sukzessive kommt die umweltfreundlichere LED-Technik

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Traunreut: Sukzessive kommt die umweltfreundlichere LED-Technik
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Die sogenannten SL-11-Standmasten (links), die bereits im Zuge des Kreisverkehrsbaus in Traunwalchen installiert worden sind und jetzt auch in der Ortschaft Oderberg aufgestellt wurden, weichen optisch von den Peitschenmasten (rechts) ab. Die neuen Straßenlaternen sind wesentlich leistungseffizienter. (Foto: Rasch)

Traunreut – Erst wenn man genau hinschaut und beim Spazierengehen den Blick nach oben richtet – und dazu hat man aktuell ausgiebig Zeit –, fällt auf, dass sich die Straßenleuchten im Traunreuter Stadtgebiet in der Gestaltung unterscheiden. Zu beobachten ist das entlang der Robert-Bosch-Straße in Oderberg. Hier wurden zwischen dem Kreisverkehr bis zum Ortsende von Oderberg 20 Peitschenmasten ausgewechselt und durch neue Standmasten mit LED-Technik ersetzt.


Die acht Meter hohen Straßenleuchten mit ihren filigranen Leuchtköpfen unterscheiden sich nicht nur im Design. Sie sind wesentlich leistungseffizienter, stromsparender und somit umweltfreundlicher gegenüber den Quecksilberdampf-Lampen, die seit fünf Jahren nicht mehr auf den Markt kommen dürfen.

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Der Stadtrat hat auf das Verbot von Quecksilberdampflampen rechtzeitig reagiert und beschlossen, alle Straßenleuchten in Traunreut unter Vorbehalt eines Förderprogramms sukzessive mit umweltfreundlicher LED-Technik umzurüsten. Nach Angaben der Verwaltung gibt es im Stadtgebiet an den Haupt- und Nebenstraßen rund 2800 Straßenleuchten. Über die Hälfte dieser Leuchten sei bereits auf LED umgerüstet worden. Soweit möglich, werden dabei nur die inneren Module ausgetauscht. In Teilbereichen müssten aber auch die kompletten Leuchtköpfe ausgetauscht werden.

Nach Angaben des Bayernwerk Netzcenters Freilassing, das von der Stadt Traunreut mit der Umsetzung des Projekts beauftragt wurde und für die Umrüstung wiederum eine externe Fachfirma mit ins Boot holte, lag die Leistung der alten Leuchten in Oderberg bei 137 Watt. Durch die neue Technologie konnte die Leistung auf 60 Watt verringert werden. Zudem werde die Leistung zwischen 22 Uhr und fünf Uhr auf 30 Watt abgesenkt.

Sowohl in der Ortsdurchfahrt Oderberg als auch an der Pallinger Straße in Stein an der Traun mussten nach Angaben von Falk Heuser von der Stadtverwaltung auch die Masten komplett erneuert werden, da diese in die Jahre gekommen seien und starke Alterserscheinungen gezeigt hätten. Des Weiteren seien auch im Wohngebiet Waldfeld die kompletten Leuchtköpfe ausgetauscht und die Masten zum Teil ausgewechselt worden.

Die schrittweise Umrüstung des Straßenbeleuchtungsnetzes ist aber von einer Förderbewilligung des Bundes abhängig. Laut Heuser muss für die Umstellung auf LED jährlich ein Förderantrag eingereicht und genehmigt werden. Aktuell warte die Stadt auf einen Förderbescheid, um die Leuchten in Sankt Georgen umzurüsten. Mit der Umrüstung der Straßenbeleuchtung in Matzing werde das Projekt voraussichtlich 2021 abgeschlossen.

Laut einer vorläufigen Berechnung können durch die Umrüstung aller Straßenleuchten 133.000 Kilowatt Strom pro Jahr eingespart und somit jährlich 140 Tonnen Kohlendioxyd vermieden werden. Die LED-Technik hat auch den Vorteil, dass diese gesteuert und dadurch die Lichtintensität an die Erfordernisse angepasst wird. ga


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