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Von gut sechs Millionen Euro, die die Traunreuter Stadtwerke im nächsten Jahr in ihre Betriebszweige investieren, entfallen auf die Fernwärmeversorgung rund 1,8 Millionen Euro. So soll unter anderem das neue Wohnbaugebiet »Stocket« mit Fernwärme versorgt werden. (Archivfoto: Rasch)

Stadtwerke investieren gut sechs Millionen Euro

Traunreut – Die Stadtwerke Traunreut haben im kommenden Jahr wieder einiges vor. Darüber informierte der Leiter der Stadtwerke, Frank Wachsmuth, den Werkausschuss in einer öffentlichen Sitzung im Rahmen der Verabschiedung des Wirtschaftsplans 2022. Nach den vorliegenden Zahlen wird der Erfolgsplan mit einem Aufwand von 10,4 Millionen Euro bei einem Ertrag von 9 Millionen Euro abschließen. Der Vermögensplan weist ein Volumen von 6,6 Millionen Euro auf. Der Wirtschaftsplan wurde einstimmig dem Stadtrat zur Genehmigung empfohlen.


Eine große Baustelle im nächsten Jahr ist die Erschließung des Wohnbaugebiets »Stocket«. Wie Wachsmuth mitteilte, werden sich die Anschlussarbeiten für Wasser, Abwasser und Fernwärme bis mindestens 2024 hinziehen. Im Wirtschaftsplan 2022 seien dafür 2,5 Millionen Euro eingestellt worden. Weiter teilte er mit, dass die Fördermittel für die Fernwärmekunden bereits bean-tragt worden seien. Er hoffe, dass die Mittel auch reichlich fließen werden, um die »Häuslebauer« möglichst wenig zu belasten.

Wie den Plandaten weiter zu entnehmen ist, wird in der Sparte Wasser die Leitungserneuerung in Hochreit-Nord zwischen der Druckleitung Mais und Steineck eine größere Investitionverursachen. Für die Baustelle, die sich laut Wachsmuth über zwei Jahre erstrecken wird, wurden 170.000 Euro eingeplant. Für eine neue Siebtrommel , die den Überschussschlamm in der Kläranlage Traunreut entwässert, wurden 250.000 Euro veranschlagt und für eine neue Elektro- und Pumpentechnik der Pumpstation in der Fischergasse in Stein an der Traun, rund 100.000 Euro. Beide Maßnahmen sollten ursprünglich bereits heuer umgesetzt werden, wurden aber in das kommende Jahr verschoben.

Bei den Sparten Trinkwasser, Abwasser und Fernwärme rechnen die Stadtwerke mit leicht steigenden Umsätzen. Laut einer Prognose wird der Trinkwasserverkauf mit rund zwei Millionen Euro zu Buche schlagen. Bei der Abwasserbehandlung rechnet man mit einem Umsatzerlös von 2,6 Millionen Euro und beim Fernwärmeverkauf, der witterungsbedingten Schwan-kungen unterworfen ist, geht man von einem Umsatz von 3,44 Millionen Euro aus.

Die Betriebsausgaben für die Wasserversorgung werden sich bei zwei Millionen Euro bewegen, bei der Abwasserentsorgung bei 3,2 Millionen Euro und bei der Wärmeversorgung bei 3,4 Millionen Euro. Für Personalkosten, inklusive Dienstkleidung oder Fortbildungen, wurden 2,5 Millionen Euro eingeplant. Außerordentliche Anschaffungen seien nicht geplant, hieß es.

Investiert werden soll nicht nur in die Wasserversorgung (eine Million Euro), Abwasserentsorgung (2,8 Millionen Euro) und Fernwärmeversorgung (1,7 Millionen Euro), sondern auch in das Franz-Haberlander-Freibad. Für das frisch sanierte Freibad sollen 144.000 Euro eingestellt werden, um unter anderem auf einem Technikgebäude eine PV-Anlage zu installieren und sogenannte Mähroboter anzuschaffen.

Die Befürchtung von Martin Czepan (Grüne), dass durch den Mähroboter der Rasenschnitt in die Becken geschleppt werden könnte, konnte Wachsmuth widerlegen. Der Rasen werde täglich stückweise gemäht und die Grashalme bewegten sich im Millimeterbereich.

Trotz einer Gesamtinvestition von knapp sechs Millionen Euro, können voraus-sichtlich über 780.000 Euro Schulden getilgt werden. Der Schuldenstand wird sich jedoch auf 7,5 Millionen Euro erhöhen. Nachdem die Eigenmittel von 3,3 Millionen Euro und eine 164.000 Euro-Einlage der Stadt für die Netzbeteiligungen, sowie für das Freibad und Hallenbad zur Finanzierung der geplanten Investitionen nicht ausreichen, müssen neue Darlehen in Höhe von 3,2 Millionen Euro aufgenommen werden.

ga

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