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Spatenstich für neuen Kindergarten in Traunreut

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Traunreut Kindergarten
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Foto: Symbolbild, pixabay

Traunreut – Für den Neubau eines Kindergartens an der Kolpingstraße wurden die vom Bauausschuss empfohlenen Auftragsvergaben jetzt auch vom Traunreuter Stadtrat abgesegnet. Der Baustart für den rund 4,5 Millionen Euro teuren Kindergarten beginnt am heutigen Mittwoch mit dem symbolischen ersten Spatenstich mit Bürgermeister Ritter. Wenn nichts dazwischen kommt, soll der neue Kindergarten für 125 Plätze am 1. September 2019 starten.


Während die Angebote für die Baumeister- und Zimmereiarbeiten die ursprünglichen Kostenberechnungen um fast 60 000 Euro übersteigen, lag das Angebot für die Elektroarbeiten um über 47 000 Euro unter den veranschlagten Kosten.

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Fast eine Million Euro entfallen auf die Baumeisterarbeiten. Drei Angebote von Baufirmen wurden bei der Stadt Traunreut eingereicht. Den Zuschlag für das günstigste Angebot mit 958 500 Euro hat eine Firma aus Fridolfing bekommen. Ursprünglich wurden für dieses Gewerk 931 000 Euro berechnet. Das bedeutet eine Kostenmehrung von über 27 000 Euro. Die zweit- und drittbietenden Firmen hätten über eine Million Euro verlangt. Acht Angebote wurden für die Zimmererarbeiten abgeben. Hier hat eine Firma aus Kastl als günstigster Bieter den Zuschlag zum Angebotspreis von 273 000 Euro erhalten. Auch hier werden die veranschlagten Kosten um knapp 32 000 Euro überschritten. Die Angebote der Zweit- und Drittbieter lagen bei über 280 000 Euro. Den Zuschlag für die Elektroarbeiten mit einem Angebotspreis von 282 800 Euro hat eine Firma aus Kirchweidach erhalten. Hier wurde die vorgesehene Investitionssumme von 330 000 Euro deutlich unterschritten. Nach Angaben der Stadtverwaltung seien bislang über die Hälfte der Gewerke ausgeschrieben worden. Aktuell gehe man dabei von einer Kostenmehrung in Höhe von rund 50 000 Euro aus.

Behandelt und einstimmig abgesegnet wurde auch die Aufstellung des Bebauungsplanes »Stocket« zur Ausweisung einer Wohnbebauung. Wie berichtet, soll auf der landwirtschaftlichen Fläche im Westen der Stadt Bauland für Einzelhäuser- und Doppelhäuser sowie für Geschoßwohnungsbau ausgewiesen werden. In der ersten Auslegung hat sich auch ein Traunreuter Bürger zur Planung geäußert, und dabei den großen Landverbrauch und die geplanten Gebäudeformen kritisiert. Eine Bürgerin aus Traunwalchen würde sich wünschen, den im Osten geplanten Spielplatz in die Mitte der neuen Wohnsiedlung zu situieren und einen Laden für Grundnahrungsmittel zu berücksichtigen. Die für die Verwaltung und den Stadtrat nicht nachvollziehbaren Kritikpunkte und Anregungen wurden entsprechend zur Kenntnis genommen. Auf Nachfrage teilte Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann mit, dass es für die zu erwerbenden Grundstücke bislang keine Warteliste gebe. Die Gespräche mit den Grundstücksbesitzern seien weitgehend abgeschlossen. Gätzschmann geht davon aus, dass mit der Erschließung noch im nächsten Jahr begonnen werden kann.

Ohne Diskussion wurde auch eine Reihe von Bebauungsplanänderungen abgesegnet, die im Bauausschuss vorberatend behandelt und empfohlen wurden. Als Satzung genehmigt wurde die Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes »Hofer Straße« zugunsten einer Wohnbebauung im Anschluss an das jetzige Wohngebiet. Wie mehrfach berichtet, ist dort ein Geschoßwohnungsbau geplant. Ebenfalls verabschiedet wurde die Änderung des Bebauungsplanes »Traunreut Mitte II« für ein Grundstück an der Werner-von-Siemens-Straße. Die Änderung ermöglicht dem Bauwerber eine Aufstockung eines Gebäudes. Das Änderungsverfahren des Bebauungsplanes »Traunfeld« in Stein an der Traun zugunsten einer Aufstockung über den Garagen wurde bei drei Gegenstimmen endgültig genehmigt. Abgesegnet wurde auch das Änderungsverfahren des Bebauungsplanes »Oderberg, nördlich der Weberstraße.« Im Rahmen des Verfahrens hat sich herausgestellt, dass die bereits angebrachte Lärmschutzwand an einem Wohnhaus nicht auf eine bestimmte Höhe zurückgebaut werden muss. Zugestimmt wurde ferner der Empfehlung des Bauausschusses, bei einem geplanten Bauvorhaben im Bereich der Jahnstraße die seitliche Wandhöhe nicht zu erhöhen. ga

 


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