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Spannender Alpenkrimi mit viel Lokalkolorit

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Traunreut: Autorin Marion Ambros schreibt Alpenkrimi mit viel Lokalkolorit
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Die Autorin Marion Ambros ist sehr gerne in den Bergen unterwegs und auch seit vielen Jahren begeisterte Kletterin.

Traunreut – Aus einer spontanen Idee und ein paar ersten Zeilen, die Marion Ambros aus dem Matzinger Ortsteil Au vor drei Jahren zu Papier brachte, wurde ein spannender Alpenkrimi, der in den Chiemgauer Bergen und in der bayerischen Landeshauptstadt spielt. Zu ihrer eigenen Überraschung fand die Autorin sofort einen Verlag für ihr erstes Buch mit dem Titel »Wenn er fällt, dann stirbt er«.


Marion Ambros erzählt sich selber manchmal gerne Geschichten, denkt sich bei ihren Wanderungen in den Bergen verschiedene Szenarien aus. »Ich hab viel Fantasie«, sagt sie selber von sich. Eines Tages bei schlechtem Wetter setzte sie sich dann daheim hin und brachte zu Papier, was sie sich im Kopf schon zurechtgelegt und in ganzen Sätzen formuliert hatte. »Es war erst einmal eigentlich eine Schnapsidee, nur mal so.« Aber die Resonanz auf die ersten Kapitel war in ihrem persönlichen Umfeld so gut und das Schreiben machte ihr so viel Spaß, dass sie weitermachte. »Ich hab mir viel Zeit gelassen, manchmal Monate lang nicht weitergeschrieben«, berichtet sie. Wenn sie das bisher Geschriebene dann wieder zur Hand nahm, fand sie schnell wieder rein in den Stoff und spann die Geschichte weiter.

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In dem Buch geht es um Hauptkommissar Joe Bichlmair, ein Münchner Original, der seinen Tag gewöhnlich mit einer Butterbrezn auf einer Bank im Englischen Garten beginnt, gerne durchs Schwabinger Nachtleben zieht und eine Schwäche für das weibliche Geschlecht hat. Seine Ermittlungen in zwei Mordfällen, einem nackten Kletterer im Kleinhesseloher See und einem erschlagenen Jogger im Ebersberger Forst, führen ihn unter anderem auch in den Chiemgau und in die heimischen Berge. Im Laufe der Ermittlungen spielen außerdem zwei Todesfälle im Achental eine immer größere Rolle, die mehr als 20 Jahre zuvor als Unfälle abgetan worden waren.

Marion Ambros lebte längere Zeit in München, liebt vor allem das Schwabinger Viertel und wohnt nun seit 20 Jahren im Chiemgau. Ihre Ortskenntnis in der Landeshauptstadt und auch in der Chiemseeregion kommt in der Geschichte deutlich zum Ausdruck, sie lässt viele authentische Details einfließen und die Leser finden sich an bekannten Orten wieder. Sie ist selbst sehr gerne in den Bergen unterwegs und auch seit vielen Jahren begeisterte Kletterin. So beschreibt sie Touren, Almen und Klettersteige in den Chiemgauer Bergen, in denen auch der Kommissar mit seinem Team im Zuge der Ermittlungen zwangsläufig unterwegs sein muss. Die Kletterroute im »Kamin« an der Hörndlwand beispielsweise, an der sich dramatische Szenen des Buches abspielen, hat die Autorin selber schon zweimal bewältigt und kennt die Gegebenheiten dort sehr gut.

Die Suche nach einem Verlag, der ihr Buch herausbringt, war nach Angaben der 59-Jährigen »gar nicht so schwierig wie gedacht«. Sie schickte das Manuskript an drei Verlage und hatte schon nach einer Woche eine Zusage vom Rother Bergverlag, der bekannt ist für Bergkrimis aller Art. Zusammen mit einem Lektor fand der letzte Feinschliff statt und schließlich hielt Marion Ambros Anfang 2020 ihr Erstlingswerk in der Hand.

Beruflich ist die zweifache Mutter als Lehrerin an einer Berufsförderschule tätig, wo sie »alle möglichen Fächer« unterrichtet. In ihrer Freizeit habe sie schon immer sehr gerne und viel gelesen, sie habe ein Faible für Schriftsteller »mit einem tollen Schreibstil«. Nach dem ersten Buch ist nun auch schon der nächste Krimi in Arbeit. Sie will noch nicht zu viel verraten, steht noch ganz am Anfang der Geschichte, aber es gehe dabei wieder um Kommissar Bichlmair und seinen ganz eigenen Ermittlungsstil.

Auf der Rückseite des Buches gibt der bekannte Extrem-Kletterer Alexander Huber einen kurzen Kommentar dazu ab. »Ein echter bayerischer Krimi aus dem Chiemgau mit Münchner Flair. Witzig, steil und spannend«, lautet sein Fazit. mix


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