Pumptrack-Standort: Jugendreferentin hält ehemaliges Obag-Gelände für ideal

Pumptrack-Standort: Jugendreferentin hält ehemaliges Obag-Gelände für ideal
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Die Traunreuter Jugendreferentin Veronika Lauber hält das ehemalige Obag-Grundstück als Standort für einen Pumptrack für die beste Lösung. Die insgesamt 7500 Quadratmeter große, städtische Fläche wird derzeit als Parkplatz von Mitarbeitern der Firma Heidenhain genutzt. (Foto: Rasch)

Traunreut – Jugendreferentin Veronika Lauber hat in der jüngsten Stadtratssitzung im k1 den Pumptrack-Standort auf dem ehemaligen Obag-Gelände vehement verteidigt. »Es ist nicht wurscht, wo sich der Standort befindet«, betonte die Grünen-Stadträtin. Der Standort sollte relativ zentral sein, damit die Jugendlichen auch alleine hingehen könnten. An ihrer Stelle würde sie ihr Kind dorthin gehen lassen, wo auch Leute wohnen. Deshalb sei das Obag-Gelände in der Innenstadt ein idealer Standort.


Wie wiederholt berichtet, soll für das Pumptrack-Projekt nicht nur eine Fläche des insgesamt 7500 Quadratmeter großen, ehemaligen Obag-Grundstücks untersucht werden, sondern auch eine bewaldete Fläche in der Nähe des Freibads. Beide Grundstücke befinden sich im Besitz der Stadt Traunreut. Die bewaldete Fläche, die Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann ins Gespräch gebracht hatte, verfügt über rund 3800 Quadratmeter und müsste aber zugunsten des Projekts gerodet werden. Roger Gorzel (Bürgerliste) könnte darauf gut und gerne verzichten: »In der heutigen Zeit Bäume zu roden, finde ich nicht so toll«, sagte Gorzel. Außerdem kritisierte er, dass sich das Grundstück neben dem Freibad unmittelbar neben einer Gleisanlage befinde. »Auf dem Obag-Gelände müsste kein einziger Baum gerodet werden; außerdem ist der Platz befestigt. Ich verstehe nicht, was da schon wieder geprüft werden muss«, so Gorzel.

Bürgermeister Hans Peter Dangschat (CSU) sieht in dem Alternativ-Grundstück durch die Nähe des Freibads durchaus Synergie-Potential. »Der Synergie-Effekt zum Schwimmbad wäre da«, sagte Dangschat. Weiter teilte er mit, dass der Pumptrack eingezäunt werden müsse und der Waldbestand dort qualitativ nicht der beste sei. Zum Obag-Grundstück sagte er, dass hier zunächst eine entsprechende Kündigung mit der Firma Heidenhain diskutiert werden müsse. Die Firma hat dieses Grundstück von der Stadt als Parkplatz für ihre Mitarbeiter gepachtet. Die Vor- und Nachteile beider Grundstücke müssten deshalb intensiv geprüft werden, ehe man eine endgültige Entscheidung treffen könne.

Die Standortdebatte wurde im Rahmen der Haushaltsberatungen geführt. Dabei hatte das Gremium beschlossen, für die Errichtung eines Pumptracks grundsätzlich 250.000 Euro in den Haushalt 2022 einzustellen. Nach Angaben von Kämmerer Bernhard Pecher ist für dieses Projekt ein Zuschuss über das Leader-Förderprogramm von bis zu 100.000 Euro zu erwarten. Die Zusage sei zwar noch nicht in trockenen Tüchern, es sei aber davon auszugehen, dass etwa 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten bezuschusst werden.

Bei dem angedachten Pumptrack-Projekt handelt es sich um eine festinstallierte Anlage. Also um eine wertige und attraktive Anlage. Dabei wird mit frostsicherem Material eine Strecke aufgebaut und asphaltiert – allerdings mit Hügeln und Steilkurven. Der große Vorteil an Pumptracks ist, dass dort mehrere Sportarten möglich sind. Man kann sie zum Beispiel mit Mountainbikes, Roller, Skateboards, Inlinern oder auch Rollstühlen nutzen. Sogar Kleinkinder düsen mit ihren Laufrädern über spezielle Strecken, hieß es.

ga


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