Projekt »MunaPark« könnte bis Ende 2025 fertig sein

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Das Wohn- und Gewerbeprojekt »MunaPark« in Traunreut nimmt Fahrt auf. Im Idealfall könnte das Projekt bis Ende 2025 vollständig umgesetzt sein. Unser Foto zeigt die eine Ansicht der Wohnbebauung entlang der Eichendorff-Straße.

Traunreut – Das Großprojekt »MunaPark« in Traunreut nimmt Fahrt auf. Der Bebauungsplan steht. Wenn alles glatt läuft, könnte das Wohn- und Gewerbe- Projekt in der Innenstadt im Idealfall bis Ende 2025 vollständig umgesetzt sein. Voraussetzung dafür ist, dass die Genehmigungen vorliegen und die Ausschreibungen der einzelnen Gewerke zeitnah passieren. Der Zeitplan und die weiteren Arbeiten wurden dem Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung im k1 präsentiert. Als Vertreter des Projektträgers Sontowski&Partner, stand Johannes Pohl für Fragen zur Verfügung.


Wie Bürgermeister Hans-Peter Dangschat (CSU) mitteilte, konnte der anfängliche Projektauftrag für die Initiierung und konzeptionelle Umsetzung des Projekts mit der Unterzeichnung des Kaufvertrags und einem Stadtratsbeschluss Mitte März dieses Jahres abgeschlossen werden. Da dies nur einen Teil der Projektentwicklung darstelle, habe er der städtischen Stabsstelle Steuerungsmanagement, Digitalisierung und IT die Projektleitung für die Fortführung bis zur endgültigen Umsetzung des Projekts »MunaPark« übertragen. Die Projektleitung werde von Christian Ehinger (Stellvertretung Bernhard Ruf) fortgeführt. Mit dem neuen Namen »MunaPark West« hat das Projekt einen neuen, internen Arbeitstitel bekommen.

Im Anschluss daran sei dann ein Projektauftrag erstellt worden und die Fortführung des Projekts mit einem sogenannten Kick-off-Meeting Ende April dieses Jahres gestartet worden. Inhalte des Projekts seien die im Kaufvertrag erarbeiteten Schritte und die damit zusammenhängenden Arbeiten, wie die Erstellung eines Bebauungsplanes, der Abschluss eines städtebaulichen Vertrags, der noch anstehe, die Änderung des Flächennutzungsplans, Bau­antrag und Baugenehmigung sowie die Umsetzung der drei Nutzungskomplexe Multi-Use (Mehrfachnutzung) Senioren und Wohnen.

Diese festgesetzten Verfahrensschritte seien im Kaufvertrag benannt worden und auch der zeitliche Rahmen beziehungsweise die maximale Dauer sei darin definiert worden. Darüber hinaus sei mit der verwaltungsinternen Projektgruppe sowie in Abstimmung mit der Projektleitung von Sontowsky&Partner die Verfahrensschritte noch einmal genauer untergliedert und ein Zeitplan zur Umsetzung aufgestellt worden, sagte Dangschat.

Dieser stelle den Projektablauf im besten und im schlechtesten Fall dar und lasse in den Zeitschienen einen erheblichen Unterschied erkennen: In der sogenannten Best-Case-Variante wäre eine vollständige Realisierung des 18000 Quadratmeter großen Areals bis Ende 2025 möglich, während im sogenannten Worst-Case- Fall die Gesamtrealisierung nicht vor Ende 2029 stattfinden würde.

Die mögliche Zeitersparnis von vier Jahren erklärt sich folgendermaßen: In der Worst-Case-Variante wurden die Zeitfenster sehr großzügig bemessen, um auch mögliche Puffer wie Diskussionen oder Stadtratsbeschlüsse zu berücksichtigen. In der Best-Case-Variante, in der die Abläufe eng bemessen sind, wird davon ausgegangen, dass alle Entscheidungen reibungslos und ohne Verzögerungen vonstattengehen.

Nach Angaben der Verwaltung werden unterdessen auch die Abstimmungen mit den Fachbehörden fortgeführt, damit die Feinplanung der Architekten abgeschlossen und der Stadt vorgelegt werden könne. Parallel muss hierzu auch noch ein Entwurf eines städtebaulichen Vertrags angefertigt und juristisch geprüft werden. Der Geschäftsführer von Sontowsky&Partner, Johannes Pohl, äußerte sich sehr optimistisch, dass die Best-Case-Variante zum Tragen kommen könnte. Er unterschreibe die Prognose, dass das Projekt Ende 2025 fertig sein könnte, sagte Pohl.

»Bis dahin müssen wir aber die Ärmel noch ein Stück weit nach hinten krempeln.« Das Grundstück sei ein Filetstück, das nach einer Neustrukturierung schreie, so Pohl. Ein Herzstück sei die Umverlagerung des Aldi-Markts. Der bestehende Discounter (Aldi) soll erst abgebrochen werden, wenn der Neubau fertig sei. Alle Gewerbebauten werden vor dem Wohnungsbau realisiert.

Dass bei der Planung, wie Pohl ausführte, ein großes Augenmerk auf das äußere Umfeld gelegt werde, begrüßte Martin Czepan (Grüne). »Es ist bemerkenswert, dass so viel Wert auf die Begrünung gelegt wird«, stellte Czepan heraus. Neben viel Straßenbegleitgrün sollen auch die Flachdächer der Gebäude begrünt werden. Zur aktuellen Baupreisentwicklung, die der Grünen-Stadtrat anschnitt, erklärte Pohl, dass eine preisliche Entwicklung schon mit eingeplant worden sei. Er gehe aber davon aus, dass sich bis zum Baubeginn die Entwicklung wieder beruhige. »Wir müssen dem Markt eine Chance geben, sich zu beruhigen.«

Zu den Eigentumsverhältnissen, die Michael Mollner (L!Z) anschnitt, konnte er keine konkreten Angaben machen. Geplant ist ein Nutzungsmix aus Einzelhandel, Büro, Gastronomie, Wohnen und Seniorenwohnen.

ga


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