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Preis fürs Trinkwasser in Traunreut steigt

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Die Kosten für Trinkwasser steigen.

Traunreut – Während in der Stadt Traunreut die Einleitungsgebühren beim Abwasser in den nächsten vier Jahren stabil gehalten werden können, müssen die Verbrauchsgebühren beim Trinkwasser ab Januar um sieben Prozent angehoben werden.


Das ergab eine Neukalkulation, die für den Zeitraum 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2023 vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband (BKPV) im Auftrag der Stadtwerke vorgenommen wurde. Über die Ergebnisse der Gebührenkalkulationen wurde der Werkausschuss in seiner jüngsten Sitzung informiert.

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Wie Herbert Micheler vom BKPV erklärte, gelte bei den Entwässerungseinrichtungen das Kostendeckungsprinzip. Deshalb seien alle gemäß dem Wirtschaftsplan erforderlichen Aufwendungen in Höhe von jährlich 2,1 Millionen Euro und Investitionen in Höhe von insgesamt rund 5,8 Millionen Euro berücksichtigt und hieraus die notwendigen Gebühren abgeleitet worden. Als Beispiel nannte Micheler die Erschließung des neuen Wohnbaugebiets »Stocket«, die Erneuerung des Blockheizkraftwerks und die Aufstockung des Betriebsgebäudes auf der Kläranlage.

Die Nachkalkulation der Jahre 2016 bis 2019 habe eine Überdeckung von rund 387.000 Euro ergeben, die auf die Neukalkulation übertragen werde. Im Ergebnis sei festzustellen, dass die geltenden Gebühren – für Schmutzwasser 2,23 Euro pro Kubikmeter und Mischwasser 2,44 Euro pro Kubikmeter – kostendeckend seien und für den Zeitraum 1. Januar 2020 bis 31.Dezember 2023 unverändert bleiben.

Wie es hieß, sei bei Gebührenvergleichen mit benachbarten Städten und Gemeinden zu beachten, dass die Abwasserentsorgung Traunreut einer von wenigen Betrieben sei, der ein technisches Sicherheits-, ein Energie- und ein Compliance Management erfolgreich praktiziere. Bei der Finanzierung der Investitionen komme man ohne Verbesserungsbeiträge aus und im Gegensatz zum allgemeinen Trend, müsse keine Niederschlagswassergebühr erhoben werden. Ein Beschluss durch das Gremium war wegen der weiterhin geltenden Beiträge nicht erforderlich. Bürgermeister Klaus Ritter sprach von einer » äußerst erfreulichen« Entwicklung.

Dass bei unveränderten Beiträgen und Grundgebühren die Verbrauchsgebühren beim Trinkwasser angehoben werden müssen, sei hauptsächlich den geplanten Investitionen, wie der Erschließung von »Stocket« und der Sanierung der Frühlinger-Spitz-Straße, geschuldet, teilte Micheler mit. Auch hier gelte das Kostendeckungsprinzip.

Deshalb müssten die Verbrauchsgebühren ab dem 1. Januar 2020 von derzeit 1,30 Euro pro Kubikmeter netto (1,39 Euro pro Kubikmeter brutto) um sieben Prozent auf 1,39 Euro pro Kubikmeter netto (1,49 Euro pro Kubikmeter brutto) angehoben werden.

Diese Änderung sowie eine neue Bezeichnung der Wasserzähler, müssen wiederum in der Satzung angepasst werden. Die einstimmige Empfehlung, die Satzung dahingehend zu ändern, muss noch vom Stadtrat in einer Sitzung am Donnerstag nächster Woche abgesegnet werden. ga