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Neue Heimat baut in Traunreut Haus mit sechs Wohnungen

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Traunreut: Neue Heimat baut Haus mit sechs Wohnungen
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Die Baugrube ist bereits ausgehoben, in den nächsten Wochen sollen die Spundwände zur Baugrubensicherung gesetzt werden: An der Ecke Adalbert-Stifter-/Carl-Köttgen-Straße in Traunreut baut die Neue Heimat ein neues Wohnhaus mit sechs sozialverträglichen Drei-Zimmer-Wohnungen. Die rund 80 Quadratmeter großen Wohnungen werden voraussichtlich zum Jahreswechsel 2020/2021 bezugsfertig sein. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Neue Heimat hat in den vergangenen 65 Jahren in Traunreut über 20 Häuser mit knapp 300 Wohnungen gebaut. Jüngstes Projekt ist ein Gebäude an der Ecke Adalbert-Stifter-/Carl-Köttgen-Straße. Bis vor rund vier Wochen war auf dem Grundstück noch ein Wohnhaus aus den 1950er Jahren gestanden, das dann abgerissen wurde.


Die Baugrube wurde bereits ausgehoben. Im Laufe der nächsten Wochen werden die Spundwände zur Baugrubensicherung gesetzt. Ob der für den 17. April anberaumte symbolische Spatenstich vollzogen werden kann, ist aufgrund der derzeitigen Ereignisse noch nicht sicher.

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»Sollte sich wegen Corona keine Verzögerung ergeben, könnte das Gebäude zum Jahreswechsel 2020/2021 bezogen werden«, sagte der Geschäftsführer der Neuen Heimat Trostberg, Gerhard Hofer, dem Traunsteiner Tagblatt. Es gebe schon viele Anfragen für die Wohnungen. »Die Nachfrage nach Wohnungen in Traunreut ist ungebrochen. Wir kommen gar nicht nach«, so Hofer.

Auf dem Grundstück entsteht ein dreigeschoßiger Neubau mit sechs rund 80 Quadratmeter großen Drei-Zimmer-Wohnungen. Die Kaltmiete liegt zwischen 730 und 750 Euro. Die Wohnungen verfügen über Terrassen beziehungsweise Balkone. Außerdem entstehen auf dem Grundstück eine Tiefgarage mit 15 Stellplätzen sowie sechs oberirdische Stellplätze. Diese Tiefgarage ist ein verspätet erbrachter Nachweis für eine Tiefgarage, die bei einem anderen Wohnbauprojekt in dem Wohnviertel an der Adalbert-Stifter-Straße gefordert worden war.

Der Bau der bereits bezogenen Wohnanlage an der Adalbert-Stifter-Straße und die geforderte Tiefgarage hatten vor etlichen Monaten für Schlagzeilen gesorgt. Laut der Stellplatzordnung hätte für die Wohnanlage mit mehr als zehn Wohneinheiten eine Tiefgarage gebaut werden müssen. Aufgrund der dort schwierigen Bodenverhältnisse hätte die Wohnungsbaugenossenschaft aber viel Geld in die Hand nehmen müssen, um eine Tiefgarage bauen zu können, was sich wiederum auf die Mietpreise der in Traunreut dringend benötigten Wohnungen niedergeschlagen hätte.

Deshalb hatte die Neue Heimat für mehrere Bauvorhaben in dem Geltungsbereich die Grundstücke geteilt, um die Stellplätze im Umgriff von 200 Metern ihren Bauvorhaben beliebig zuordnen zu können. Weil Grundstücksteilungen rechtlich zulässig sind, hatte der Stadtrat keine Handhabe, den Antrag der Bauherrin abzulehnen. Mit dem Bau einer Tiefgarage am aktuellen Projekt kommt die Neue Heimat jetzt der geforderten Stellplatzregelung etwas verspätet nach.

Die rege Bautätigkeit der Wohnbaugesellschaft in dem Wohnviertel reißt nicht ab. Noch während der Bauzeit des aktuellen Projekts an der Ecke Adalbert-Stifter-/Carl-Köttgen-Straße oder unmittelbar danach wird daneben in der Carl-Köttgen-Straße 7 bis 9 ein weiteres Gebäude aus den Anfängen Traunreuts abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Hier sollen dann insgesamt neun Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen errichtet werden. Auch diese Wohnungen verfügen über Terrassen beziehungsweise Balkone.

Auf Nachfrage sagte Hofer, dass für die zwei Mieter, die derzeit noch in dem alten, fast leeren Wohnhaus leben und durch den Abbruch ausziehen müssen, Wohnungen gesucht würden. Das sei auch bei den früheren Mietern in dem Wohnhaus an der Ecke Adalbert-Stifter-/Carl-Köttgen-Straße so gehandhabt worden.

Mit Ausnahme eines Mieters, der aus Traunreut weggezogen ist, konnte laut Hofer für alle Betroffenen eine Wohnung gefunden werden. Die meisten konnten seinen Angaben zufolge in die neue Wohnanlage an der Adalbert-Stifter-Straße »umgemietet« werden. ga


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