Neue Gastronomie für den Traunreuter Rathausplatz?

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Im Erdgeschoß dieses Gebäudes am Traunreuter Rathausplatz soll nach über 30 Jahren wieder gastronomisches Leben einkehren. Die Grünfläche soll als Gastgarten genutzt werden. Um welche Art von Gastronomie es sich dabei handeln wird, steht allerdings noch nicht fest. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Eisdiele in einem der ersten Häuser an der Rathausplatzzeile in Traunreut dürfte noch heute vielen Traunreutern in Erinnerung geblieben sein. Nicht nur die Kinder standen an der Eisausgabe Schlange. Die »Milchbar« war bis Anfang der 1990er Jahre ein angesagter Treffpunkt. Zuletzt befand sich in den Räumen ein Reisebüro. Jetzt soll nach 30 Jahren dort wieder gastronomisches Leben einkehren.


Die Weichen für die rechtlichen Grundlagen hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung einvernehmlich abgesegnet. Der Inhaber des Gebäudes an der Ecke Rathausplatz/Carl-Köttgen-Straße hatte eine Nutzungsänderung des jetzigen Büros in eine Gast­stätte mit Gastgarten beantragt. Nähere Angaben, um welche Art von Gastronomie es sich dabei handelt, wurden in der öffentlichen Sitzung nicht gemacht. Auch die Grundstücksbesitzerin, die Eisinger GbR, wollte sich zum jetzigen Zeitpunkt dazu noch nicht konkret äußern. Die Art der Gastronomie stehe noch nicht fest, hieß es auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts. Nach Angaben von Bürgermeister Hans-Peter Dangschat (CSU) hätten bereits Gespräche mit der Eigentümerin stattgefunden. Das Vorhaben wäre grundsätzlich zu begrüßen und würde zur Belebung der Innenstadt beitragen, sagte Dangschat.

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Die Örtlichkeiten wurden zwar von Gerold Tutsch von der Stadtverwaltung aufgezeigt, auf Details wurde aber nicht näher eingegangen. Bekannt gegeben wurde lediglich, dass das Vorhaben weder den Festsetzungen des Bebauungsplans noch den Zielen der Stadtsanierung widerspräche und kein Mehrbedarf an Stellplätzen anfallen würde. »Für das Vorhaben errechnen sich unter der Maßgabe der Wechselnutzung Gaststätte (innen) oder Gastgarten drei Stellplätze«, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung. Der Beschlussvorschlag, die sanierungsrechtliche Genehmigung zu erteilen, wurde einstimmig und beschließend genehmigt.

Ebenfalls keine Einwände gab es zur beantragten Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich zwischen dem Traunring, Muna- und Eichendorffstraße. Antragsteller sind drei Gesellschafter des geplanten Munaparks, die S&P CD Objekt GmbH & Co. KG sowie die S&P CD Objekt 14 GmbH &Co. KG und die BCI Traunreut GmbH & Co.KG, die in diesem Bereich Wohn- und Geschäftsgebäude sowie ein Seniorenwohnheim errichten möchten. Nach Angaben der Verwaltung soll zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Vorhaben der künftige Bebauungsplan, für den bereits im Februar vergangenen Jahres ein Aufstellungsbeschluss gefasst worden sei, absprachegemäß ein Sondergebiet Einzelhandel und Wohnen festsetzen.

Hierzu sei aufgrund des Entwicklungsangebots eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans im Parallelverfahren erforderlich. Im rechtskräftigen Flächennutzungsplan sei der Bereich des ehemaligen Bauhofs als Fläche für Gemeinbedarf – Öffentliche Verwaltung und der restliche Bereich als Wohnbaufläche dargestellt.

Nach dem für den Planungsbereich auch ein großflächiger Einzelhandel vorgesehen sei, müsse dieser Bereich als Sondergebiet Einzelhandel mit Wohnen festgesetzt werden. Der Beschlussvorschlag, die Änderung des Flächennutzungsplans zu beschließen, wurde einstimmig erteilt. Die Empfehlung muss aber noch vom Stadtrat in einer Sitzung am kommenden Donnerstag um 16 Uhr endgültig abgesegnet werden.

Ebenfalls noch vom Stadtrat abgesegnet werden muss die einstimmige Empfehlung, dass die Stadt Traunreut zur Änderung des Flächennutzungsplans beziehungsweise die zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans zu Gunsten einer Freiflächen-Photovoltaikanlage in der Gemeinde Seeon-Seebruck, keine Einwände erhebt. Die PV-Freiflächenanlage soll bei Pavolding südlich der Kreisstraße TS 33 (Seeoner Straße) auf einer unbebauten landwirtschaftlichen Fläche errichtet werden.

Stadtrat Markus Schupfner (BP) schloss sich zwar der Stellungnahme an. Er vertrat jedoch die Auffassung, dass PV-Anlagen nicht auf die freie Wiese sondern auf das Dach gehören: »Ich hoffe, dass das nicht in Traunreut zur Ausführung kommt«, sagte Schupfner.

ga


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