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Bevor auf dem Gelände des MunaParks die ersten Bagger anrollen, müssen dort Gebäude wie das ehemalige Betriebsgebäude der Firma Stadelmann abgerissen werden. Ein konkreter Zeitpunkt für einen Baustart wurde in der Bauausschusssitzung nicht genannt. Der Bauausschuss hat im Zuge der Baugenehmigung das gemeindliche Einvernehmen schon mal hergestellt. (Foto: Rasch)

MunaPark: Hochwertiger Quartiersteil im Herzen der Stadt

Traunreut – Der Bauausschuss hat Stellung zum Bauantrag der Projektgesellschaft S&P CD Objekt 13 GmbH & Co.KG für erste Bauprojekte im MunaPark bezogen und dabei keine Einwände erhoben. Der Bauantrag der Projektgesellschaft wurde bereits im Landratsamt eingereicht. Sobald dieser genehmigt ist, steht einem Baubeginn nichts mehr im Wege. Zuvor müssen jedoch auf dem Areal in der Stadtmitte Altbauten abgebrochen werden. 


Wie der in der Sitzung per Video zugeschaltete Vertreter der Projektgesellschaft, Stefan Meier, erklärte, sei mit dem Einverständnis der Stadt ein großer Schritt in Richtung Baugenehmigung erfolgt. Bürgermeister Hans-Peter Dangschat (CSU) bezeichnete den MunaPark als einen hochwertigen Quartiersteil im Herzen der Stadt.

Wie mehrfach berichtet, beabsichtigt die Antragstellerin im Geltungsbereich des qualifizierenden Bebauungsplans »MunaPark« die Errichtung von zwei Geschäftshäusern mit Wohnungen, Büros, einer gemeinsamen Tiefgarage sowie oberirdischen Parkplätzen und Fahrradabstellplätzen. In einigen Teilen widerspricht das Vorhaben jedoch den Festsetzungen des Bebauungsplans. Eine geplante Postpackstation befindet sich außerhalb der Baugrenze, durch Eingangsüberdachungen wird die Baulinie überschritten und ein Bereich des Flachdachs soll als Terrasse genutzt werden. Diese Änderungen im Bebauungsplan zu berücksichtigen, hat der Bauausschuss ebenso mitgetragen wie die sanierungsrechtliche Genehmigung. Das Vorhaben befindet sich im Geltungsbereich der Sanierungssatzung »Traunreut-Stadtkern.«

In den Gebäuden sollen über 2500 Quadratmeter Verkaufsflächen geschaffen werden, 1540 Quadratmeter Büroflächen und 30 Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen. Dafür müssen 202 Stellplätze geschaffen werden. Rund ein Drittel davon wird in Tiefgaragen nachgewiesen. Auf dem gesamten Areal werden auch ausreichend Fahrradstellplätze aufgestellt werden. Nach Angaben von Meier wurde bei der Planung das System des ADFC (Allgemein Deutscher Fahrrad-Club) herangezogen. Auf Nachfrage von Veronika Lauber (Grüne) hieß es, dass sogenannte Hoch- und Tiefständer aufgestellt werden sollen.

Weiter teilte Meier bei einer wiederholten Präsentation des Gesamtprojekts mit, dass eine größere PV-Anlage geplant sei und auf Nachfrage von Hans Jobst (CSU) bestätigte er, dass in den Tiefgaragen über 60 Ladepunkte für Elektromobilität installiert werden sollen. Wenn das neue Aldi-Gebäude bezugsfertig ist – der jetzige Aldi wird erst abgerissen, wenn der neue gebaut ist – sollen auch am Aldi-Parkplatz 2 bis 4 Ladestationen aufgestellt werden.

Ohne Diskussion wurden auch das gemeindliche Einvernehmen und die Sanierungsgenehmigung für das Projekt »Pflegezentrum MunaPark im Geltungsbereich des qualifizierten Bebauungsplans »MunaPark« einstimmig hergestellt. Hier tritt die BCI Traunreut GmbH & Co.KG. als Antragstellerin auf. Auch hier wurden kleine Änderungen beantragt und genehmigt. Die Terrassen im Westen sollen von 1,50 auf zwei Meter verbreitert werden. Bei den nordseitigen Balkonen werden die Baugrenzen leicht überschritten.

Das Seniorenpflegezentrum mit Mitarbeiterwohnungen wird über 112 Einzelzimmer-Pflegeplätze und sechs Ein- und Zwei-Zimmer-Mitarbeiterappartements verfügen. 22 Stellplätze werden in einer Tiefgarage nachgewiesen und sechs Stellplätze oberirdisch. Außerdem werden oberirdisch 28 Fahrradstellplätze vorgehalten.

ga

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