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Muna-Park: »Die Planungsarbeit ist in greifbarer Nähe«

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Muna-Park Traunreut: "Die Planungsarbeit ist in greifbarer Nähe"
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Der Entwicklungsprozess des sogenannten Muna-Parks in der Traunreuter Stadtmitte nimmt weiter Fahrt auf. Wenn alles wie geplant läuft, könnte in rund eineinhalb Jahren ein erster Spatenstich gesetzt werden. Unsere Visualisierung zeigt, wie die Bebauung an der Eichendorffstraße einmal aussehen wird.

Traunreut – Der Entwicklungsprozess des Muna-Parks zwischen Traunring, Eichendorff- und Banater Straße nimmt weiter an Fahrt auf: »Die Planungsarbeit ist in greifbarer Nähe«, sagte der Geschäftsführer der S&P (Sontowski & Partner) Commercial Development GmbH, Johannes Pohl, in der jüngsten Stadtratssitzung. Ein konkretes Zeitfenster, wann mit der Umsetzung des Projekts begonnen werden kann, wurde noch nicht genannt.


Pohl ist aber zuversichtlich, dass in rund eineinhalb Jahren der Spatenstich für einen ersten Bauabschnitt gesetzt werden kann. Davon abhängig seien jedoch die nächsten Verfahrensschritte, wie die baurechtlichen Genehmigungen sowie die Grundstücksverhandlungen, sagte Pohl dem Traunsteiner Tagblatt.

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Mit dem in der Sitzung beschlossenen städtebaulichen Rahmenvertrag zwischen dem Erlanger Projektentwickler und der Stadt Traunreut wurde ein weiterer wichtiger Schritt vollzogen.

Die Vorhabenträgerschaft soll laut einstimmigen Beschluss aus drei Gesellschaften bestehen: der S&P CD Objekt 13 GmbH & Co. KG und S&P CD Objekt 14 GmbH & Co. KG sowie der BCI Traunreut GmbH & Co. KG. Bürgermeister Klaus Ritter wurde dazu ermächtigt, den städtebaulichen Rahmenvertrag zu unterzeichnen. Einstimmig wurde gleichzeitig auch die Aufstellung eines Bebauungsplans für den Muna-Park beschlossen.

Die nächsten Schritte im Preisverfahren seien die Erarbeitung eines Entwurfs zum künftigen Kaufvertrag durch die Stadt Traunreut beziehungsweise durch deren Beratungsfirma, hieß es von Seiten der Verwaltung. Zudem wird derzeit ein Wertgutachten für das Gelände durch einen Gutachterausschuss des Landkreises Traunstein erarbeitet. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis zum Mai abgeschlossen sein.

Unabhängig davon werden die Grundstücksverhandlungen mit den beiden privaten Grundeigentümern erfolgen. Parallel dazu sollen die Projektplanungen konkretisiert werden, die notwendigen Gutachten beauftragt und die Bauleitplanung in Kooperation mit der Stadt begonnen werden.

Die Diskussion hielt sich in Grenzen, denn der Entwurf einer Vorhabenträgerschaft war bereits nichtöffentlich behandelt worden. Auf Anfrage von Günther Dzial (SPD), der Bedenken bezüglich des Verkehrs äußerte und ein Verkehrsgutachten forderte, teilte Pohl mit, dass die Verkehrssituation im Rahmen des Bauleitverfahrens untersucht werde: »Sie dürfen sich darauf verlassen«, versicherte der Architekt. Die Zufahrt zu den Seniorenwohnungen, die Georg Grafetstätter (CSU) für bedenklich hielt, wird laut Pohl über eine Tiefgarage angefahren.

Nach Angaben von Pohl plane Sontowski in zwei Bauabschnitten, damit der Discounter Aldi, der sich auf einer größeren Fläche neu aufstellen möchte, so lange wie möglich erhalten bleiben kann. Insgesamt sind auf dem Areal über 60 Wohnungen vorgesehen sowie über 70 Zimmer für seniorengerechtes Wohnen, das von der zum Konzern gehörenden »Bayern Care« betrieben werden soll. Bei den Fachmärkten soll zu Aldi und dm noch Fressnapf dazukommen. Geplant ist auch eine Bäckereifiliale mit einer Innengastronomie. Ein Hotel wäre nach Auffassung des Projektentwicklers »nicht zielführend« gewesen. ga


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