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Mit dem Kran anstatt mit Muskelkraft: Neuer Maibaum in Traunwalchen

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Traunreut: Neuer Maibaum in Traunwalchen – Wegen Corona mit Kran statt Muskelkraft
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Der neue Maibaum in Traunwalchen steht. Er wurde in einer Art Nacht- und Nebel-Aktion aufgestellt, damit nicht zu viele Zuschauer kommen konnten. (Foto: Rasch)

Traunreut – Auf lieb gewonnene Dinge, wie alle vier Jahre die kräftigen Mannsbilder des Trachtenvereins beim Maibaumaufstellen anzufeuern, mussten die Traunwalchner heuer verzichten. Die Mission Maibaumaufstellen verlief wegen der anhaltenden Corona-Krise ohne Zuschauer und ohne großes Fest mit Blasmusik. Mittels eines Krans wurde das über 23 Meter lange und frisch herausgeputzte Dorfschmuckstück an der Carl-Orff-Grundschule aufgestellt.


Normalerweise dauert die Zeremonie mehrere Stunden. Denn üblicherweise wird das Traditionsstangerl von muskulösen Burschen in die Horizontale gebracht. Am Samstag ging es mittels eines Krans ruck zuck und in wenigen Minuten stand der Maibaum an seinem angestammten Platz.

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Außer den Männern des Traunwalchner Trachtenvereins und ein paar Schaulustigen, die zufällig vorbeikamen, waren nur der Spender des Maibaums, zweiter Bürgermeister Reinhold Schroll, sowie Brauchtumsreferent Markus Schupfner dabei.

Für Schupfner war es der allererste offizielle Auftritt in seiner Eigenschaft als Brauchtumsreferent der Stadt Traunreut. Er begrüßte es, dass die Trachtler unter den gegebenen Umständen und den notwendigen Auflagen den Brauch aufrechterhalten haben. Organisiert und geleitet wurde die Aktion vom zweiten Vorstand des GTEV »D´Traunviertler« Traunwalchen, Max Helminger. Ihm und seinen Mitstreitern, vor allem Leo Helminger, Markus Lieb, Roland Huber und Herbert Strohmayer, sprach der Vorstand des Traunwalchner Trachtenvereins, Florian Walter, ein herzliches Vergelt´s Gott aus.

Um einen großen Menschenauflauf zu vermeiden, hatten sich die Trachtler darauf verständigt, die Zeremonie in einer Art Nacht- und Nebel-Aktion durchzuführen. »Wir wollten die Bevölkerung nicht gefährden«, sagte der Trachtenvereinsvorsitzende dem Traunsteiner Tagblatt. Das Fest in Traunwlachen soll aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. ga


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