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Markus Plenk auf Platz vier der Bayernpartei-Liste

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Die Kreistagsliste der Bayernpartei wird von Heinrich Wallner (Mitte) und Markus Schupfner (links) angeführt. Auf Listenplatz vier wurde Markus Plenk (rechts) gewählt. Er ist aber der Partei nicht beigetreten. (Foto: M. Peter)

Traunreut – Es sei ein Novum, dass die Bayernpartei mit einem gemeinsamen Landratskandidaten (Siegfried Walch; Anm. d. Red.) bei den Kreistagswahlen antrete, sagte Heinrich Wallner, der Kreisvorsitzende der Bayernpartei bei der Aufstellungsversammlung im Gasthaus Namberger. Zur großen Überraschung vieler ließ sich auch einer auf die Liste wählen, der eigentlich mit der CSU geliebäugelt hat: Der frühere AfD-Fraktionschef im Landtag, Markus Plenk aus Ruhpolding.


Er trat allerdings nicht in die Bayernpartei ein, ist also weiterhin parteilos. Er wurde von den Mitgliedern auf Platz vier der Bayern-Partei-Kreistagsliste gewählt.

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Wallner sah den Vorteil darin, dass die Bayernpartei bei einer Wahl Plenks indirekt auch im Landtag vertreten sei. Es sei ein Stück Arbeit gewesen, eine ausgewogene List zu bekommen, betonte er.

Das Durchschnittsalter der Kandidaten liege bei 47 Jahren. Die Vorstandschaft habe versucht, einen Querschnitt der Landkreisbevölkerung abzubilden. Zu Landrat Siegfried Walch als gemeinsamen Kandidaten mit der CSU sagte er: »Mit ihm ist eine ausgewogene Arbeit über die Fraktionen hinweg möglich.« Darum habe sich die Vorstandschaft dafür entschieden, ihn im nächsten Jahr zu unterstützen.

»Meine Kandidatur wird durchaus von einigen Mitgliedern kritisch gesehen,« meinte Markus Plenk (MdL) bei seiner Vorstellung. Doch er habe mit dem Vorsitzenden intensive Gespräche geführt und ihm sei die Möglichkeit eröffnet worden, als parteiloser Kandidat bei den Kreistagswahlen anzutreten.

Zu seiner Vergangenheit bei der AfD sagte er, dass zunächst nicht absehbar gewesen sei, dass es einen so starken Rechtsruck gebe. Als es dann für ihn nicht mehr vertretbar gewesen sei, habe er im Frühjahr die Landtagsfraktion verlassen und sei nun als parteifreier Abgeordneter im Landtag. Wenn er in den Kreistag gewählt würde und sich in einigen Jahren wieder einer Partei anschließe, versichere er, dass er das Mandat nicht mitnehmen werde. Er wolle mit dem Versprechen den Vorwurf entkräften, dass er ein Maulwurf für eine andere Partei sei, so Plenk, der in früheren Jahren der Bayernpartei angehörte. Er wurde nun auf Platz vier der Liste bestätigt.

Die Wahlleitung übernahm Hubert Dorn, Bezirksrat der Bayernpartei. Er meinte, dass sich in ganz Oberbayern die Bayernpartei im Aufwind befinde. Die Partei hätte überall sehr viele junge Mitglieder gewinnen können, die hinter der bayerischen Heimat stünden. Zur allgemeinen Situation meinte Dorn, dass die Gegensätze gerade in der Diskussion um die Landwirtschaft nicht zwischen der bäuerlichen Landwirtschaft und dem Umwelt- und Naturschutz, sondern zwischen der Lebensmittelindustrie und den Ideologen bestehen würden.

Für die vom Vorstand erarbeitet Vorschlagsliste gab es keine Änderungen und entsprechend wurden die 70 Kandidaten laut vorgeschlagener Reihung der Vorstandschaft wie folgt gewählt:

  1. Heinrich Wallner
  2. Markus Schupfner
  3. Konrad Baueregger
  4. Markus Plenk
  5. Christa Summerer
  6. Andreas Holzner
  7. Franz Pletschacher
  8. Sonja Wallner
  9. Rolf Wassermann
  10. Anna Elisabeth Stefanutti-Bscheidl
  11. Richard Eder
  12. Dr. Wolfgang Berka
  13. Norbert Alversammer
  14. Wolfgang Hinterbichler
  15. Thomas Gründl
  16. Susanne Scheller
  17. Dennis Ponert
  18. Martin Pfisterer
  19. Hubert Lachenwitzer
  20. Josef Sieber jun.
  21. Georg Wolfer stetter
  22. Johann Stadler
  23. Georg Hunglinger
  24. Michael Schmid
  25. Hans-Peter Gschwendner
  26. Markus Bichlmaier
  27. Maximilian Kuba
  28. Viktor Gruber
  29. Erika Genghammer
  30. Johannes Sailer
  31. Richard Antichi
  32. Simon Andreas Billinger
  33. Christian Deigentesch
  34. Ferdinand Huber
  35. Michael Stephan
  36. Johannes Lehrer
  37. Wolfgang Aberger
  38. Martin Manetsberger
  39. Simone Andrea Mayer
  40. Georg Mix
  41. Maria Magdalena Schauer
  42. Manfred Schwankner
  43. Martin Kreuz
  44. Katharina Stettner
  45. Josef Stadler
  46. Konrad Holzner
  47. Hubert Hilger
  48. Svenja Hasemann-Huber
  49. Anton Maier
  50. Syliva Saldivar
  51. Angelika Johanna Kainz
  52. Maximilian Winkl mair
  53. Heinz Springer
  54. Martin-Michael Mayer
  55. Thomas Mauler
  56. Michael Riedl
  57. Benedikt Josef Eder
  58. Ingrid Holzner
  59. Dr. med. Nikolaj Pritzl
  60. Susanne Straßer
  61. Pius Bauer
  62. Alfred Saldivar
  63. Stephanie Sailer
  64. Gerhard Zürcher
  65. Matthias Besuch
  66. Susanne Bögerl
  67. Eduard Hauschka
  68. Marco Stricks
  69. Manfred Forstner
  70. Gebhard Gaßner

Die Ersatzkandidatinnen und -kandidaten:

  1. Heinz-Dieter Seidl
  2. Gerda Ponert
  3. Manfred Mauler
  4. Ramona Mauracher
  5. Erna Müller

MP/KR

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