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Mann springt in Traunreut vor Zug, weil er mitfahren wollte

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Foto: Symbolbild, pixabay

Traunreut – Einen besonders leichtsinnigen Zugreisenden hat die Bundespolizei Freilassing am Donnerstag angezeigt, der vor einen anrollenden Regionalzug sprang. Nur dank der schnellen Reaktion des aufmerksamen Lokführers blieb der 42-jährige Deutsche unverletzt.


Nach Angaben des 55-jährigen Lokführers der Südostbayernbahn hatte sich dieser kurz vor der Abfahrt am Bahnhof Traunreut durch einen Blick in den Außenspiegel versichert, dass alle Fahrgäste eingestiegen waren. Er hatte daraufhin die Türen seines Zuges verriegelt und war pünktlich losgerollt.

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Wenige Sekunden später schlug jemand mit der Hand gegen die Scheibe am Führerstand und schien wohl noch einsteigen zu wollen. Da sich der Regionalzug noch im Bereich des Bahnsteigs befand, hielt der Lokführer an und entriegelte die Türen.

Der vermeintliche Fahrgast blieb jedoch stehen und schien wohl doch nicht mitfahren zu wollen. Der Lokführer verriegelte erneut die Türen und fuhr nun verspätet los.

Plötzlich sprang der Mann direkt vor der Zugspitze ins Gleis und forderte ihn mit ausgestreckten Armen zum Anhalten auf. Sofort leitete der Lokführer eine Schnellbremsung ein und kam erst ungefähr zwei Meter vor dem Mann zum Stehen. Der 42-Jährige echauffierte sich nun lautstark darüber, dass der Lokführer ihm die Türen nicht geöffnet hätte. Erneut entriegelte er die Türen und informierte die Bundespolizei über den Vorfall. Diesmal stieg der 42-Jährige auch tatsächlich in den Zug ein.

Als die Regionalbahn am Bahnhof Traunstein einfuhr, erwarteten die Bundespolizisten den Mann bereits. Diesen gegenüber gab er die Tat zu. Er dachte wohl, die Türen des Zuges würden automatisch öffnen. Die Bundespolizei Freilassing zeigte den 42-Jährigen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Nötigung an. Glücklicherweise wurde auch bei der eingeleiteten Schnellbremsung niemand verletzt.


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