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Die Feuerwehr Stein an der Traun ehrte (von links) Martin Wolferstetter (30 Jahre Mitglied), Hans Fuchs (40), Thomas Mittermaier (30), Helmut Braml (20) und Michael Pawlitschko (25). Foto: Mix

Lediglich 30 Einsätze im vergangenen Jahr –Freiwillige Feuerwehr blickt auf 2022 zurück

Stein an der Traun – Die Freiwillige Feuerwehr Stein an der Traun hatte im vergangenen Jahr nur 30 Einsätze. In der Jahreshauptversammlung berichtete Kommandant Sepp Sieber, dass die Mannschaft wesentlich weniger gefordert war als in manchen früheren Jahren. 700 Einsatzstunden seien 2022 angefallen. 2019 – vor der Corona-Pandemie – seien beispielsweise 64 Einsätze mit 1800 Stunden zu bewältigen gewesen.


Erfreulicherweise, so der Kommandant, habe es im vergangenen Jahr keine größeren Unwetter gegeben, so dass sich die Einsätze aufteilten auf sechs Brände, 17 Technische Hilfeleistungen, eine Sicherheitswache und sechs sonstige Einsätze wie die Erstversorgung. Zu den Einsätzen seien 54 Übungen mit 1400 Stunden und 29 Lehrgänge mit 600 Stunden gekommen, so dass die Freiwillige Feuerwehr Stein 2022 insgesamt rund 2700 Stunden ehrenamtlichen Dienst am Nächsten geleistet habe.

Der Aktivenstand konnte leicht erhöht werden, da aus der Jugendgruppe vier Nachwuchsfeuerwehrleute übernommen wurden. Zwei Aktive kamen außerdem neu hinzu, während zwei andere austraten. Somit hatte die Feuerwehr am Jahresende 89 Aktive, davon 13 Frauen.

Aus 21 Mitgliedern besteht die Jugendgruppe, darunter sind sechs Mädchen. Wie Jugendleiterin Eva Pregler in ihrem Bericht ausführte, konnten die Jugendlichen 2022 insgesamt 13 Übungen abhalten und somit nach der Pandemie den Betrieb in vollem Umfang wieder aufnehmen.

Die Jugendlichen nahmen am Tag der Jugendfeuerwehren im Landkreis Traunstein und am Berufsfeuerwehrtag der Jugendwehren aus dem Stadtgebiet Traunreut teil. Außerdem beteiligten sich die Buben und Mädchen an zwei Müllsammelaktionen. Beim »Sauberen Traunreut« im März machten sie mit und dabei waren sie auch, als man im September die Burg in Stein von Unrat befreite. Auch der jährliche Wissenstest fand statt sowie eine Weihnachtsfeier und die Übergabe des Friedenslichts. Ein neues Mitglied wurde im April in die Jugendgruppe aufgenommen.

Laut Kassier Christian Kusstatscher erwirtschaftete der Verein im vergangenen Jahr einen Überschuss in Höhe von 3900 Euro. Das Geld werde in den kommenden Jahren gut gebraucht für fällige Anschaffungen. In der Versammlung wurden die beiden Kassenprüfer Hans Schupfner und Reiner Holzner wiedergewählt. Sie bestätigten dem Kassier eine einwandfreie Kassenführung. Zum 31. Dezember zählte die Freiwillige Feuerwehr Stein 204 Mitglieder.

Vorsitzender Florian Friedl zählte die Veranstaltungen im zurückliegenden Jahr auf. Unter anderem wurden Gründungsfeste anderer Vereine im Landkreis besucht. Auch 2023 stehen wieder Feste an. Die Steiner Feuerwehr beteiligt sich an den Gründungsfesten in Freutsmoos am 7. Mai, in Feichten am 21. Mai, in Asten am 4. Juni, in Lampoding am 25. Juni und in Hart/Chieming am 30. Juli.

Stadt gibt heuer eine Million Euro aus

Beim Georgiritt am 16. April wird laut Florian Friedl dieses Mal voraussichtlich kein Bierzelt aufgestellt wie in früheren Jahren, da dann bereits die Bauarbeiten am Gerätehaus für die geplante Erweiterung laufen. Mit dem Ausbau soll im März begonnen werden.

Die Erweiterung der Fahrzeughalle ist notwendig, um das neue Fahrzeug HLF 20 unterzubringen, das in diesem Jahr bestellt wird, wie Bürgermeister Hans-Peter Dangschat in seinem Grußwort bestätigte. Insgesamt werde die Stadt 2023 für die Steiner Feuerwehr rund eine Million Euro ausgeben für den Anbau, das neue Fahrzeug und weiteres Zubehör. »Die Stadt investiert viel Geld in die Sicherheit und in die Ausstattung der Wehren«, so der Bürgermeister.

Der Kreisbrandinspektor Martin Schupfner hatte Informationen aus dem Landkreis dabei. Nach seinen Worten zeigt sich seit einigen Jahren der Klimawandel auch deutlich an den Einsatzzahlen der Freiwilligen Feuerwehren. Die anfallenden Einsätze bei Unwetterereignissen würden immer mehr. Die digitale Alarmierung im Landkreis soll nach seinen Worten ab Februar/März laufen. Bis Ende des Jahres hoffe man, dass alle Gemeinden die notwendigen Empfänger angeschafft und ihre Feuerwehren damit ausgestattet haben.

»Sehr erfreulich« nannte der Kreisbrandinspektor die große Jugendgruppe in Stein. Landkreisweit seien 1044 Jugendliche in den Feuerwehren aktiv, »so viele wie noch nie«, so Schupfner. 2022 sei man erstmals über die Grenze 1000 gekommen.

In der Jahreshauptversammlung fanden Ehrungen und Ernennungen statt. Für zehn Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet wurden Patrick Benje, Michaela Hausbacher, Julia Schindler, Stefan Schroll, Martin Wallner und Andreas Zehetmaier. Diese Fünf wurden gleichzeitig zu Oberfeuerwehrmännern und -frauen ernannt. Andreas Zehetmaier wurde gleichzeitig neuer, zusätzlicher Jugendwart. Zum Feuerwehrmann beziehungsweise -frau ernannt wurden außerdem Lukas Arnold, Laura Egner und Moritz Holzner, die 2022 von der Jugendgruppe zu den Aktiven wechselten.

Weitere Ehrungen erfuhren langjährige Mitglieder: für 20 Jahre Helmut Braml, für 25 Jahre Michael Pawlitschko, 30 Jahre für Hubert Lahr, Thomas Mittermaier und Martin Wolfer-stetter sowie für 40 Jahre Hans Fuchs.

mix

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