Kletterhalle in Traunreut einhellig befürwortet

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So könnte die Kletterhalle mit Wohnhaus an der Kolpingstraße aus der Blickrichtungsüdlich des Parkplatzes der Kindertagesstätte »Schneckenhaus« aussehen.

Traunreut – Über eine Kletterwand am Kamin der städtischen Schwimm- und Turnhalle an der Adalbert-Stifter-Straße in Traunreut, wurde im Traunreuter Stadtrat schon vor Jahren diskutiert.


Die Anregung kam damals von den Stadtwerken, nachdem der 20 Meter hohe Kamin durch die Umstellung von Heizöl auf Fernwärme keine Funktion mehr hatte. Diese Idee wurde aber letztendlich nicht umgesetzt. Jetzt ist das Thema wieder aktuell und nach Auffassung des Bauausschusses soll es dabei auch hoch hinaus gehen: Die Firma Traunrock Kletteranlagen GmbH & Co. KG möchte an der Kolpingstraße eine Kletterhalle bauen und daneben ein Betriebsleiter-Wohnhaus.

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Um das Projekt in naher Zukunft umzusetzen, müssen aber die betroffenen Grundstücke aus dem laufenden Änderungsverfahren für den Bebauungsplan »Porschestraße« herausgenommen werden.

Für diese Grundstücke soll, wie von der Firma Traunrock beantragt und vom Bauausschuss auch übereinstimmend verabschiedet, ein eigenes Verfahren durchgeführt werden. Entgegen der Empfehlung von Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann, die seitliche Wandhöhe der Kletterhalle auf maximal elf Meter festzuschreiben, einigte sich der Ausschuss auf Anregung von Veronika Lauber (Grüne), die seitliche Wandhöhe auf 14 Meter festzusetzen.

Lauber hatte für diese Höhe plädiert, um die Attraktivität der Kletterwand zu steigern. Auch Michael Mollner (LiZ) sprach sich dafür aus: »Das wäre eine Attraktion für Traunreut, mit der wir punkten könnten«, sagte er. Gleichzeitig unterstützte er den Vorschlag von Hans Jobst (CSU), das Gebäude um 180 Grad zu drehen.

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In diesem Bereich an der Kolpingstraße gegenüber des Wertstoffhofs in Traunreut soll die Kletterhalle gebaut werden. Außerdem möchte der Antragsteller, die Firma Traunrock Kletteranlagen, ein Betriebsleiter-Wohnhaus errichten. (Foto: Rasch)

Vorschlag ist noch zu prüfen

Dieser Vorschlag muss aber erst noch geprüft werden. Die Höhe durch eine drei Meter tiefe Abgrabung gewissermaßen optisch zu reduzieren, wie ebenfalls vorgeschlagen wurde, würde nach Aussagen des Stadtbaumeisters nicht anerkannt werden. Der Vorschlag von Adolf Trenker (FW), den Änderungsantrag zurückzustellen und die strittigen Punkte mit der der städtischen Bauabteilung zunächst abzuklären, wurde nicht befürwortet. Hingegen wurde einstimmig beschlossen, die maximale Wandhöhe für die Kletterhalle auf 14 Meter festzusetzen.

Ob sich die Sportler im Falle einer Umsetzung des Projekts an einer bis zu14 Meter hohen Kletterwand austoben können, muss aber noch vom Stadtrat in einer Sitzung am kommenden Donnerstag um 16 Uhr im k1 abgesegnet werden.

Die Kletterhalle soll mit einem nach Osten geneigten Pultdach, über eine 18 mal 22 Meter große Grundfläche verfügen. Die seitliche Wandhöhe sollte laut Antragsteller elf bis 14 Meter betragen. Nach Angaben der Verwaltung sei dem Antragsteller aber in zahlreichen Telefonaten und schriftlich mitgeteilt worden, dass eine seitliche Wandhöhe von elf Metern denkbar wäre. Als Grund führt die Verwaltung an, dass die übrigen im Geltungsbereich des Bebauungsplans angrenzenden Grundstücke über eine maximale Wandhöhe von elf Metern verfügen.

Auch im Hinblick auf das unmittelbar angrenzende, geplante Wohnbaugebiet »Stocket«, mit überwiegend zweigeschoßigen Gebäuden mit einer maximalen Wandhöhe von 6,30 Metern und im Bereich der Geschoßwohnungsbauten mit maximal 9,50 Meter, würde sich nach Auffassung der Verwaltung ein Baukörper mit 14 Metern nicht mehr einfügen. Zu berücksichtigen sei auch, dass durch die Kletterrouten an der Außenwand den Sportlern Einblicke in die angrenzenden Gärten gewährt werde.

Wandhöhe von 6,5 Meter angeregt

Für das geplante Wohnhaus mit einer Doppelgarage soll nach Auffassung der Verwaltung eine seitliche Wandhöhe, angelehnt an die Höhen des Baugebiets »Stocket«, von 6,50 Metern festgesetzt werden. Die Dachneigung für das Satteldach des Wohnhauses soll mit 20 bis 27 Grad festgelegt werden. ga


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