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Ob als Akrobat oder als Clown, die Mädchen und Buben des Wilhelm-Löhe-Förderzentrums hatten großen Spaß bei ihrem Zirkusprojekt. (Foto: Wilhelm-Löhe-Förderzentrum)

Kinder des Wilhelm-Löhe-Förderzentrums in der Manege – Projekt mit dem Zirkus Boldini

Traunreut – Für zwei Wochen hatte der Zirkus Boldini sein Zelt und seine Wohnwagen auf dem Gelände des Wilhelm-Löhe-Förderzentrums aufgebaut und mit den Kindern ein Programm einstudiert unter dem Titel »Kleine Artisten ganz groß«. Durch das Training und vor allem den eifrigen Applaus bei den Aufführungen gewannen die Buben und Mädchen jede Menge Selbstvertrauen.


Die Zirkusleute um Direktorin Nina Frank fanden für jedes Kind die passende Tätigkeit, alle konnten dabei sein, egal ob mit oder ohne Einschränkung. Nach vier Tagen intensiven Übens traten sie mit dem Hula-Hoop-Reifen auf, als Jongleure mit Tüchern, Bällen, Ringen oder Diavolos, als Bodenakrobaten sowie auf Schwebebalken und Seil. Nina Frank betonte: »Die Kinder konnten wegen der Pandemie lange keinen Sport betreiben, das merkt man an ihrem Körpergefühl, das sie zum Teil wieder ganz neu erfahren müssen«.

Neben der Erkenntnis »ich kann was«, die das Selbstvertrauen der Schüler stärkte, war bei dem Projekt auch die Sozialkompetenz wichtig. Sie merkten bei manchen Nummern: »Miteinander sind wir stärker«. Besonders toll fand es die Zirkuschefin, dass alle von der ersten Klasse bis zur Berufsschulstufe mitmachten und sichtlich Freude daran hatten. Auch die Tiere des Zirkus Boldini, darunter mehrere Kamele, waren ein ganz besonderes Erlebnis für sie. Sie konnten hautnah erlebt und gestreichelt werden. Die Leiterin des Förderzentrums Christa Berger-Rinner fand: »Ein tolles Projekt mit einer total empathischen Zirkusfamilie. Ich bin erstaunt, was die mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen aus den Kindern rausgeholt haben. Da kamen einige Talente zum Vorschein«. Für die Schule wie für den Zirkus war es seit Langem das erste Projekt in dieser Form und alle zeigten sich überglücklich, dass wieder etwas machbar ist.

In zwei Gruppen aufgeteilt studierten die Schüler ein Programm ein, das sie dann jeweils bei einer Vorstellung ihren Eltern und Verwandten zeigten und dafür großen Applaus bekamen. Finanziert wurde das Zirkusprojekt durch viele Spenden, unter anderen vom Elternbeirat des Förderzentrums. Die Initiative dafür ging auch vom Elternbeirat unter der Vorsitzenden Margit Roth aus.

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