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Kein Wetter für einen Bummel über die Straßen der Stadt

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Der Radsportverein präsentierte sich im Zelt auf dem Rathausplatz. (Foto: P. Mix)

Traunreut – Die Bilanz des zweiten verkaufsoffenen Sonntags der ARGE in diesem Jahr fällt gemischt aus. Das kalte und regnerische Wetter war alles andere als einladend, sodass die Autoschau auf dem Rathausplatz und der Jahrmarkt auf der Eichendorffstraße nur wenige Besucher hatten. Mehr war dafür in den Geschäften los, wo die Kunden im Trockenen in Ruhe ihre Einkäufe tätigen konnten.


Aufgrund des schlechten Wetters wurde der Flohmarkt abgesagt, der in der Früh am alten Volksfestplatz starten hätte sollen. Und auch von den Fieranten, die den Jahrmarkt bestücken sollten, sagten einige kurzfristig ab. Franziska Danner, Assistentin des ARGE-Vorstands, bedauerte die wetterbedingten Absagen, die von den Anbietern damit erklärt worden seien, dass der Aufwand und die Kosten für sie nicht dafür sprächen. Selbst Anbieter mit warmen Socken und Gestricktem konnten nur wenige Käufer anlocken und die Frühlingsblumen und -gestecke gingen bei den kalten Temperaturen gar nicht. Nur vereinzelte Besucher machten auch am Stand der Verkehrswacht Traunstein Halt, wo der frühere Chef der Traunreuter Polizeidienststelle, Johann Bohnert, mit Kollegen ein Präventionsprogramm für Autofahrer anbot. Diese konnten an einem Fahrsimulator testen, wie schnell sie in Gefahrensituationen reagieren.

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Das Zelt, das noch von der AWO-Feier auf dem Rathausplatz stand, nutzte der Radsportverein (RSV) Traunreut. Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens in diesem Jahr präsentierten sich die Mitglieder dort und zeigten ihre neuen, grünen Vereinstrikots. An einem Simulator konnte eine virtuelle Radtour auf verschiedenen Strecken absolviert werden, außerdem konnten sich Interessierte beim Wettpumpen der Fahrradreifen messen oder selbstgemachte Fitnessriegel verkosten. Im Rahmen der Autoschau wurden noble Karossen genauso wie praktische »Familienkutschen« der unterschiedlichen Automarken präsentiert, die sich allerdings nur die wirklich Interessierten anschauten.

Richtig viel los war dagegen schon kurz vor Öffnung um 12 Uhr am BayWa Gartenmarkt. Obwohl es derzeit für empfindliche Pflanzen im Freien zu kalt ist, kauften die Kunden Blumen, Blumenerde, Blumentöpfe und allerlei sonstige Gerätschaften zuhauf ein. In der Traunpassage war ebenfalls einiges los. Alexander Wolfsdorf vom Center-Management zeigte sich sehr zufrieden. In der Passage gab es unter anderem gleich am Eingang kostenlose Teneriffa-Nelken.

Mit der Aktion wurde darauf aufmerksam gemacht, dass Traunreut seit letztem Jahr »Fairtrade-Stadt« ist. Die 500 Nelken waren in der Gärtnerei der Jugendsiedlung gezogen und in Tontöpfe gepflanzt worden. »Die Leute freuen sich sehr, dass sie die Blumen geschenkt bekommen«, erzählte Helga Zembsch von der Fairtrade-Steuerungsgruppe. Schüler der Walter-Mohr-Realschule halfen bei der Verteilung der Blumen. In der Bäckerei Bachmeier konnten unter anderem die jüngsten Besucher ihre eigenen Muffins nach Lust und Laune verzieren. mix