Jugendsiedlung in Traunreut ehrt beste Absolventen

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Die Jugendsiedlung ehrte die besten Absolventen. Auf unserem Foto sind zu sehen (von links): Jürgen Sterr, Gesamtbetriebsleiter Ausbildung, Lars Weichsel, Lukas Dennda, Lucia Engl, Gina Pap, zweiter Bürgermeister Reinhold Schroll und Franz Hofmann, Vorsitzender des Freundes- und Förderkreises der Jugendsiedlung Traunreut. (Foto: mix)

Traunreut – Die Berufsschule und Berufsfachschule für Sozialpflege der Jugendsiedlung verabschiedete Sozialpflegeschüler, Auszubildende und Absolventen der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen. Einige von ihnen bleiben allerdings auch im nächsten Schuljahr in der Jugendsiedlung, um eine Ausbildung oder weiterführende Maßnahme zu absolvieren.


An der Berufsfachschule für Sozialpflege überreichte Corina Sperr-Baumgärtner fünf jungen Frauen und einem Mann die Abschlusszeugnisse. Für sie war das letzte Jahr besonders schwierig, da die sonst so wichtigen Praktika in Betrieben aufgrund der Pandemie nicht stattfinden konnten. Mit Pflegepuppen mussten sie die entsprechenden Tätigkeiten üben.

24 junge Männer und Frauen erlernten in den vergangenen zwei bis drei Jahren in der Jugendsiedlung einen Beruf. Drei von ihnen sind nun ausgebildete Fachlageristen, drei machten eine Ausbildung als Fachpraktiker für Holzverarbeitung, zwei als Fachpraktiker für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Ein junger Mann ist nun Fachpraktiker Hauswirtschaft, zwei junge Damen Friseurinnen, ein Absolvent wurde als Maler und Lackierer ausgebildet, zwei sind Metallbauer. Werker oder Werkerin im Gartenbau für Garten- und Landschaftsbau oder Zierpflanzenbau sind fünf ehemalige Auszubildende, eine ist Gärtnerin im Zierpflanzenbau. Außerdem gibt es einen frisch ausgebildeten Verkäufer und einen Kaufmann für Büromanagement.

Die besten des Jahrgangs wurden besonders geehrt. Mit einem Schnitt von 2,55 schlossen Gina Pap und Lucia Engl die Berufsfachschule für Sozialpflege ab. Lukas Dennda schaffte seine Berufsausbildung als Werker im Garten- und Landschaftsbau mit der Note 2,35, Florian Leutschaft wurde mit einer 2,0 Fachlagerist, Lars Weichsel mit 1,8 Maler und Lackierer und Manuel Lukas Kunst legte seine Gesellenprüfung zum Kaufmann für Büromanagement mit einer glatten Eins ab. »Das ist eine Wahnsinnsleistung in diesem schwierigen Jahr«, betonte Jürgen Sterr, Gesamtbetriebsleiter Ausbildung, bei der Übergabe der Geschenke.

27 Absolventen der Berufsvorbereitenden Maßnahmen wurden verabschiedet. 20 von ihnen machen im Anschluss eine Ausbildung, vier davon in Betrieben, die restlichen in der Jugendsiedlung. Andere haben sich für weitere Maßnahmen wie ein Berufsvorbereitungsjahr oder für ein Arbeitsqualifizierungsjahr entschieden.

In ihren Grußworten betonten die Redner, dass die Jugendlichen auf ihre Leistungen, die sie unter den erschwerten Corona-Bedingungen zeigten, stolz sein könnten. »Und auch wir sind stolz auf euch«, betonte Schulleiterin Corina Sperr-Baumgärtner. Die Schüler sowie die Auszubildenden hätten »schwierige Situationen gemeistert, durchgehalten, gekämpft«. Nun nach Ende der Schulpflicht warte nicht nur die große Freiheit, man müsse auch entscheiden, wohin der Weg gehen soll – und »das bedeutet auch große Verantwortung«. In der Jugendsiedlung habe man auf jeden Fall alles getan, um den Absolventen beizubringen, wie man zuverlässig und gut arbeitet, pünktlich und höflich ist und sich auch engagiert für etwas einsetzt. In Vertretung des Bürgermeisters sprach zu den Sozialpflegeschülern und Auszubildenden zweiter Bürgermeister Reinhold Schroll. Zu den Absolventen der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme sprach anschließend dritter Bürgermeister Hans Danner. Beide gratulierten zum großartigen Erfolg.

Schroll appellierte dabei an die zahlreichen Jugendlichen, sich den Elan, Optimismus und die Begeisterungsfähigkeit lange zu erhalten. Danner meinte an sie gewandt: »Schön, dass Sie alle hier in Traunreut waren.« Die Stadt habe die Schüler und Auszubildenden, die teils weiter entfernt zuhause sind, immer gerne hier.

Für die Agentur für Arbeit sprach Christian Roppert ein Grußwort, der Teamleiter berufliche Rehabilitation und Teilhabe. Er verglich den Erhalt eines Gesellenbriefs mit dem des Führerscheins, »jetzt geht’s erst so richtig los«.

Wie beim ersten, selbstständigen Autofahren müssten sich auch die Absolventen nun erst einmal langsam vortasten im Arbeitsleben. Außerdem gelte es dranzubleiben, sich nicht zurückzulehnen: »Mit Lernen wird man nie fertig, vor allem nicht in Zeiten stetigen, beruflichen Wandels und Weiterentwicklung. Bleiben Sie am Ball«, so Roppert. mix


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