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Hier sollen sich die Kinder »wohl und geborgen fühlen«

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Traunreut: Neuer Kindergarten »Schneckenhaus« an Kolpingstraße offiziell eröffnet
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Den symbolischen Schlüssel überreichte Bürgermeister Hans-Peter Dangschat (links) an die Leiterin Veronika Galneder. Auf dem Foto sind auch die Pfarrer Konstantin Bartok (links) und Thomas Tauchert. (Foto: Rasch)

Traunreut – Normalerweise herrscht in der im März bezogenen Kindertagesstätte an der Kolpingstraße reges Treiben und herzliches Kinderlachen. Die offizielle Eröffnung musste jedoch wegen Corona ohne die neuen Bewohner des »Schneckenhauses« stattfinden.


Dafür gab es vom Trio »Keibeziaga« musikalisch was auf die Ohren. »Schade, dass die Kinder nicht da sind«, bedauerte der evangelische Pfarrer Stefan Hradetzky, der mit seinen katholischen Kollegen Thomas Tauchert und Konstantin Bartok von der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde den kirchlichen Segen spendete. Die Moderation des rund einstündigen Festakts übernahm Stadträtin Steffi Gampert-Strasshofer.

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Dass in Traunreut großer Bedarf an Kindertagesplätzen da sei, zeigten die vielen Anfragen, sagte Bürgermeister Hans-Peter Dangschat. Das Angebot sei in einer Stadt wichtig, auch im Hinblick auf die Zukunft ihres Gemeinwesens. Zukunftsweisend sei auch der Standort, zumal in unmittelbarer Nachbarschaft in absehbarer Zeit ein neues Baugebiet entstehe. »Ich wünsche allen Kindern eine unbeschwerte und erlebnisreiche Zeit«, so Dangschat.

Geplant wurde das rund 4,5-Millionen-Euro-Projekt von der städtischen Architektin Ina Veit und die weitere planerische und bauliche Umsetzung übernahm dann eine Architektengemeinschaft, vertreten durch Thomas Ditz. Im Herbst 2016 wurde mit den Planungen begonnen. Nach Angaben Veits habe sich die Hanglage des Grundstücks als ideal erwiesen, weil damit für alle Kinder ein ebenerdiger Zugang in den Garten geschaffen werden konnte.

Nach 14-monatiger Bauzeit zogen dann im März die ersten Kinder ein. Gestartet wurde mit zwei Kindergarten- und einer Krippengruppe. Im September wird eine dritte Gruppe eröffnet und im nächsten Jahr eine weitere. Die neue Tagesstätte, die für 125 Plätze ausgelegt ist, verfolgt ein teiloffenes Konzept. Das bedeutet, dass die Kinder jederzeit die Möglichkeit haben, einander zu besuchen und Gruppen-übergreifend zu lernen und Spaß zu haben. Die Kinder haben zwar ihre festen Stammgruppen, können sich jedoch frei nach ihren Wünschen im gesamten Haus bewegen, sagte Leiterin Veronika Galneder.

Herzstück der Einrichtung ist eine große Spieltreppe mit integriertem Kletterturm. Galneder und ihr Team legen auch großen Wert darauf, dass sich die Kinder viel an der frischen Luft bewegen. Der große Garten mit allerlei Spielgeräten und Wasserspiel bietet dazu beste Möglichkeiten: »Die Kinder dürfen draußen Kind sein und richtig, richtig dreckig werden«.

Als Erzieherin und staatlich anerkannte Krippen-Pädagogin liegt Galneder auch viel daran, den Kindern den Umgang mit der Natur näher zu bringen; beispielsweise durch Spaziergänge in den nahe gelegenen Wald. »Das Schneckenhaus soll ein Ort für die Kinder sein, wo sie sich wohl und geborgen fühlen. Wo sie ihre Neugier und Interessen stillen können, neues Wissen erlangen und so zu selbstständigen und eigenverantwortlichen Menschen werden.«

Für die 24 Kinder in der »Füchse«-Gruppe war der Kindergarten im März bereits Alltag. Sie besuchten bereits den proppenvollen städtischen Kindergarten an der Johann-Hinrich-Wichern-Straße und sind ins »Schneckenhaus« umgezogen. Neu eingezogen sind auch die »Hummelgruppe« und eine Krippengruppe, und in wenigen Wochen wird sich das Haus dann weiter füllen. Ab September öffnet eine weitere Kindergartengruppe.

Bevor Dangschat der Leiterin einen symbolischen Schlüssel überreichte, segneten die Geistlichen die Kreuze, die die Leiterin des städtischen Kindergartens in der Wichern-Straße, Heidemarie Rieß-Grabner, als Einweihungsgeschenk mitgebracht hatte. Nicht nur sie, auch die städtische Architektin Ina Veit lobten die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der neuen Tagesstätten-Leitung. Dankeschöns in Form von Sonnenblumen verteilte Galneder an ihr Team, das sich den Gästen kurz vorstellte. ga


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