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Hans-Peter Dangschat einstimmig nominiert

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Hans-Peter Dangschat möchte neuer Bürgermeister in Traunreut werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Mit Hans-Peter Dangschat von der CSU steht nach Roger Gorzel von der Bürgerliste jetzt der zweite Bürgermeisterkandidat in Traunreut fest, der bei den Kommunalwahlen im nächsten Jahr gegen den amtierenden Bürgermeister Klaus Ritter (FW) antreten wird. Der CSU-Ortsverband hat Dangschat einstimmig als Bürgermeisterkandidat nominiert.


Der 33-jährige Ortsvorsitzende war der einzige Kandidat und stellte als oberstes Ziel heraus, »Traunreut voranbringen«. Gleichzeitig versicherte er: »Ich kandidiere nicht gegen jemanden, sondern für unsere Ideen, für ein mutiges, bürgernahes und modernes Traunreut.«

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Dangschat erinnerte daran, dass man ihm bei seiner ersten Kandidatur 2008 als 20-Jährigen kaum Chancen auf ein Stadtratsmandat eingeräumt habe. Letztlich habe er den Einzug ins Gremium geschafft und sitze dort bis heute. Und auch jetzt wird es wieder Leute geben, die ihm empfehlen, noch bis zur nächsten Wahl abzuwarten: »Aber mit Zaudern und Abwarten bringt man nichts voran. Eine Stadt wie Traunreut voranzubringen, erfordert Mut, Tatkraft und viel Kreativität.«

Nachbarkommunen würden aufholen und sogar an Traunreut vorbeiziehen: »Wir sind nicht mehr die Einzigen, die eine moderne Kinderbetreuung bieten. Da ziehen kleine Gemeinden im Norden des Landkreises an uns vorbei.« Junge Menschen würden die Stadt verlassen, weil sie nur anderswo bezahlbaren Wohnraum fänden: »Die Stadt hat seit 2015 keinen Baugrund mehr ausgewiesen.« Priorität Nummer 1 werde bei ihm der Kampf für bezahlbares Bauen und Wohnen sein. Dabei setze er auf die Verdichtung der Innenstadt, das Quartier Munapark und auf Schaffung von Baugrund in allen Ortsteilen. Dafür möchte er die Stadtwerke um die Sparte Wohnungsbau erweitern: »So können wir bezahlbare Wohnungen schaffen und neue Modelle ausprobieren wie Mietkauf und ähnliches.«

Traunreut solle zur Familienstadt werden und den Bedürfnissen junger Familien gerechter werden: »Wir brauchen eine moderne Kinderbetreuung mit flexiblen Zeiten.« So sollten Eltern zum Beispiel unkompliziert per App oder Web die Kindergartenplätze und Betreuungszeiten flexibel buchen könnten. »Ich möchte ein moderner Bürgermeister sein, der diese Dinge vorantreibt.« Per App sollten auch Termine im Bürgerbüro vereinbart oder Bürger online oder per Telefon einen Rufbus rufen können.«

Reformiert gehöre auch die Auftragsvergabe der Stadt: »Mir ist wichtig, dass wir mehr auf unsere Betriebe schauen und das hier die Angebotshürden gesenkt werden. Unsere Betriebe brauchen einen klaren Ansprechpartner in der Verwaltung und das Thema Wirtschaftsförderung muss endlich angegangen werden.«

Die neuen Ideen für die Zukunft der Stadt möchte er nach seinem Amtsantritt in einer Klausur mit Verwaltung, Stadtrat und Stadtwerken entwickeln: »Gemeinsam sollen wir überlegen, wohin sich unsere Stadt entwickeln soll.« Die Stadtpolitik brauche aber auch einen neuen Stil: »Ein echtes Miteinander zwischen Bürgern, Verwaltung und Stadtrat. Ich stehe für einen Stil des Miteinanders und pflege mit allen Fraktionen einen guten, kollegialen Kontakt. Parteizugehörigkeit war für mich noch nie ein Hinderungsgrund auf der Suche nach Lösungen.« ga