weather-image
14°

»Grundpfeiler für die berufliche Zukunft geschmiedet«

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Herausragende Leistungen im Metallhandwerk zeigten (ab Drittem von links): Lukas Hofmeister, Lukas Moltke und Joonas Emil Armas Falkenberg. Es gratulierten Kreishandwerksmeister Gerhard Kotter (links), Prüfungsvorsitzender Fritz Graßl (Zweiter von links) und Innungs-Obermeister Franz Pfeffer (rechts).

Traunreut – Das heimische Metall-Handwerk bekommt Verstärkung: 37 Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik und zwei Fachpraktiker für Metallbau haben die Gesellenprüfung abgeschlossen und sorgen für dringend benötigten beruflichen Nachwuchs in den heimischen Fachbetrieben. In der Jugendsiedlung in Traunreut fand die Freisprechungsfeier im Beisein der Eltern sowie den Ausbildern und Vertretern aus Betrieben, Berufsschulen und dem Bildungszentrum der Handwerkskammer statt.


Herbert Schultes, stellvertretender Schulleiter der Jugendsiedlung betonte, dass der Metallbau in vielen Bereichen des täglichen Lebens und Gütern vorkomme. »Ihr schafft viele kreative Lösungen, die uns weiterhelfen.« Mit dem Gesellenbrief hätten die jungen Handwerker die Basis für einen erfolgreichen beruflichen Weg gelegt. »Aber lebenslanges Lernen bleibt«, stellte er die jungen Leute auf den fortschreitenden Wandel ein.

Anzeige

Stellvertretender Obermeister Wolfgang Petry sagte bei der Durchsicht der Prüfungsergebnisse: »Ihr habt etwas Großartiges geschafft!« Er wies darauf hin, dass der Beruf des Metallbauers kein einfacher sei. Trotzdem sei Zuversicht angebracht: »Ihr habt es gut geschafft und jetzt geht es weiter.« Mit den eigenen Händen könnten sie etwas schaffen, was den Kunden freue. Die Arbeit der Metallbauer und Schlosser sei unverzichtbar, sagte er am Beispiel des Bauens von Fluchttreppen. »Wenn es der Schlosser nicht kann, dann kann es meist keiner mehr.« Ein Schlosser, der in Deutschland seine Ausbildung gemacht habe, werde auf der ganzen Welt gebraucht.

Oberstudiendirektor Wolf-gang Kurfer von der Berufsschule I in Traunstein nannte es »einen glücklichen Tag für uns alle«. Schulabschluss und Gesellenbrief gehörten zusammen. »Innovativ, gefragt und gesucht wie noch nie« gelte für die Metallbauer, deren Beruf zu den ältesten traditionellen Handwerksberufen gehöre. Er lobte alle Beteiligten an der Ausbildung und Gesellenprüfung. »Sie haben die Grundpfeiler für die berufliche Zukunft geschmiedet und gebogen.« Nun könne der Beruf zur Berufung werden, das Metallhandwerk eine erfolgversprechende Karriereleiter aufstellen.

Der Prüfungsvorsitzende Fritz Graßl ging auf die zurückliegenden Sommer- und Winterprüfungen ein. 37 Auszubildende hatten sich den Anforderungen der Gesellenprüfung gestellt, alle schafften den begehrten Abschluss. Und auch zwei Fachpraktiker für Metallbau waren angetreten und erfolgreich und hätten gut und mit großem Elan mitgearbeitet. Die Prüflinge mussten Arbeiten wie einen Schubriegel, einen Schlüsselkasten oder eine Biegevorrichtung fertigen. Schweißen, bohren und feilen waren angesagt unter den Augen kritischer Prüfer. Im theoretischen Teil wurden unter anderem Konstruktionstechnik und Funktionsanalyse abgefragt.

Prüfungsbeste waren Joonas Emil Armas Falkenberg aus Traunstein vom Ausbildungsbetrieb Fritz Graßl in Traunstein, Lukas Moltke aus Anger vom Ausbildungsbetrieb Heinz Bender in Piding und Lukas Hofmeister aus Kirchanschöring vom Ausbildungsbetrieb Stöckl Maschinenbau in Fridolfing. Alle drei wurden für ihre außergewöhnliche Leistung besonders geehrt.

Hofmeister sprach im Namen der jungen Gesellen sein Lob an die Ausbilder und Lehrkräfte aus und vergaß auch die Eltern nicht, die geholfen hätten, dass sie die Herausforderung erfolgreich meisterten.

Kreishandwerksmeister Gerhard Kotter stellte in seiner Festrede das Können, Durchhaltevermögen und den Fleiß der jungen Gesellen heraus, die große Anerkennung verdienten. Er würdigte gleichzeitig alle, die zum Gelingen der erfolgreichen Prüfung beigetragen hätten. Der Bäckermeister blickte zurück auf die historischen Ursprünge der Freisprechung, Züchtigung durch den Lehrherren, Wanderschaft und Eheverbot inklusive.

Anschließend sprach der Kreishandwerksmeister gemäß der Jahrhunderte alten Tradition die Gesellen von den Pflichten des Lehrverhältnisses frei und hob sie unter lang anhaltendem Applaus der Eltern und Freunde in den Stand der Junggesellen. Anschließend erhielten sie ihre begehrten Gesellenbriefe.

Musikalisch sorgte das Harfenduo Ehrenlechner-Ober für einen würdigen musikalischen Rahmen der Freisprechungsfeier. awi


Mehr aus Traunreut
Schreibwaren Miller