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Großeinsatz wegen Gas-Austritt aus Kampfmitteln in Traunreut – Entwarnung

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Großeinsatz wegen Gas-Austritt aus Kampfmitteln in Traunreut – Entwarnung
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Nach der Meldung über mögliches Giftgas auf einer Baustelle nahe des Hallenbads in Traunreut, konnte am Freitagabend Entwarnung gegeben werden. In dem Bereich kam es zu einem Großeinsatz von Rettungsorganisationen und Behörden. Das Gas stammte aus Kampfmitteln. Foto: FDLnews/BeMi

Traunreut – Die Meldung über mögliches Giftgas auf einer Baustelle in der Nähe des Traunreuter Hallenbads löste am Freitag Nachmittag einen Großeinsatz der Rettungs- und Spezialkräfte in der Martin-Luther-Straße aus. Anwohner hatten merkwürdigen Geruch wahrgenommen. Schnell verbreitete sich das Gerücht über eine mögliche Bombe.


Wie die Stadt Traunreut und die Polizei mitteilen, hatten Anwohner der Martin-Luther-Straße an der dortigen Baustelle gegen 16 Uhr Gasgeruch wahrgenommen und die Behörden alarmiert. Sofort wurden die Feuerwehr Traunreut und die Polizei an den Einsatzort geschickt.

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Die Einsatzkräfte gingen davon aus, dass der Geruch von einer abgesperrten Ablagerung innerhalb der Baustelle ausging. Die bauausführende Firma hatte diesen abgedeckten Haufen dort abgelegt, da man im Rahmen der Grabarbeiten auf Kampfmittel im Erdreich gestoßen war.

Nach Absperrung, Baustopp und Information der zuständigen Sicherheitsbehörde wurde umgehend der Kampfmittelräumdienst Oberbayern in München verständigt. Fachkräfte begutachteten den Fund und stellten die Gegenstände sicher. In Traunreut kam unterdessen schnell das Gerücht auf, dass eine Bombe gefunden wurde.

Wie der Bürgermeister der Stadt Traunreut, Klaus Ritter, mitteilt, handelt es sich um Kampfmittel aus Munazeiten, die von einer Fachfirma gesondert analysiert und entsorgt werden müssen. Das gefährliche Material wurde von den Spezialisten bereits mitgenommen und fachgerecht abtransportiert.

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Foto: FDLnews/BeMi

Sowohl das gesamte Baustellengelände als auch die Ablagerungsstätte selbst wurden auf Veranlassung und in Absprache mit Räumdienst sowie Sicherheitsbehörden gesichert und abgesperrt. Es bestand laut Mitteilung der Stadt zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung.

Eine Warnung an die Bevölkerung sowie der Feuerwehreinsatz waren Vorsichtsmaßnahmen aufgrund der nun andauernden Hitze. Wie die Stadt ausdrücklich mitteilt, ist sichergestellt, dass von den Ablagerungen zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung ausging oder ausgehen wird.

Für die Baustelle herrscht derzeit ein Betretungsverbot. Eine Fachfirma hat im Auftrag der Stadt die ordnungsgemäße und schnelle Entsorgung übernommen. Ein Dank des Bürgermeisters ergeht an die aufmerksamen Bürgern und die am Einsatz beteiligten Sicherheitskräfte.

Die Feuerwehren aus Traunreut, Pierling, Matzing, Traunwalchen und Kammer sowie der Messzug Süd und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung waren mit rund 70 Einsatzkräften vor Ort. Das BRK war zur Absicherung des Einsatzes mit einem Rettungswagen, einem Krankentransportwagen und dem Einsatzleiter Rettungsdienst zur Stelle. Die Kräfte der Polizei Traunreut wurden von ihren Kollegen aus Trostberg unterstützt.

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Foto: Rasch

Erstmeldung, Freitag Nachmittag:

Wegen eines Gasaustritts – möglicherweise von Giftgas – läuft seit heute Nachmittag ein großer Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst nahe des Traunreuter Hallenbads im Bereich der Martin-Luther-Straße und der Adalbert-Stifter-Straße.

Wie die Polizei in Trostberg auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, finden dort gerade Bauarbeiten an der Erdgasleitung statt. Dabei trat gegen 16 Uhr ein unbekanntes Gas aus – ob dieses giftig oder ungefährlich ist, steht derzeit noch nicht fest.

Es wurde umgehend eine Spezialfirma aus München angefordert, die noch am Nachmittag überprüfen soll, um welches Gas es sich handelt, und ob dieses gefährlich ist oder nicht. Die Anwohner wurden aus Sicherheitsgründen aufgefordert, ihre Fenster geschlossen zu halten.

In Traunreut kam unterdessen schnell das Gerücht auf, dass auf einem Grundstück eine Bombe gefunden wurde, da auch der Kampfmittelräumdienst alarmiert wurde.

Weitere Informationen und Bilder folgen im Laufe des Abends.

jal