Großeinsatz für falschen Notruf: 57-Jähriger erlaubt sich teuren Scherz

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Traunreut – Einen Großalarm löste heute Nachmittag ein älterer Mann bei der Leitstelle in Traunstein aus. Dieser meldete in einem Mehrfamilienhaus in der Hoferstraße sieben bewusstlose Personen und einen Gasgeruch.


Die Leitstelle löste daraufhin Großalarm für die umliegenden Rettungskräfte aus. Es wurden mehrere Feuerwehren, Rettungswagen und auch Rettungshubschrauber zum Einsatzort gerufen. Als die ersten Rettungskräfte der Feuerwehr aus Traunreut am Einsatzort eintrafen, war der Anrufer auf keiner Türklingel ausfindig zu machen und auch im Gebäude wusste niemand etwas von einem Gasgeruch oder bewusstlosen Personen.

Um eine Gefahr von ausströmenden Gasen auszuschließen, musste die Feuerwehr in jedem Stockwerk Messungen durchführen.

Zwischenzeitlich rückten immer mehr Rettungskräfte an. Unter anderem wurden vier Rettungshubschrauber alarmiert, von denen allerdings zwei auf dem Anflug wieder zurückgerufen wurden. Mehrere Einheiten von Schnelleinsatzgruppen des BRK sowie die Sanitätseinsatzleitung trafen ebenfalls der Reihe nach ein. Die Polizei aus Traunreut wurde von Einheiten der Bundespolizei unterstützt. Ebenfalls waren Vertreter der Kreisbrandinspektion vor Ort. Letztendlich konnte im gesamten Gebäude weder verletzte Personen noch Gasgeruch festgestellt werden. 

Wie sich schlussendlich herausstellte, war der Notruf durch den Besucher eines Bewohners abgesetzt worden, der das offenbar als „Scherz“ gesehen und sich vor Eintreffen der Rettungskräfte bereits von der Örtlichkeit entfernt hatte. Neben dem Ermittlungsverfahren wegen Missbrauchs von Notrufen, dass gegen den 57-jährigen Tatverdächtigen eingeleitet wurde, erwartet ihn nun auch eine „saftige“ Rechnung für den personalintensiven Einsatz. Zu den Feuerwehren aus Traunreut, Trostberg und Traunwalchen sowie Vertretern des Kreisfeuerwehrverbandes (Kreisbrandrat, Kreisbrandinspektor und Kreisbrandräte) waren mehrere Streifenbesatzungen der Polizei Traunreut, Trostberg und der Operativen Ergänzungsdienste sowie zahlreiche Rettungsfahrzeuge im Einsatz, unter anderem der Einsatzleiter Rettungsdienst, ein leitender Notarzt und mehrere Notarzteinsatzfahrzeuge, sieben Rettungswägen, sieben Krankentransportwägen von den Standorten Traunstein, Garching, Wasserburg, Grassau, Fridolfing und Ruhpolding sowie vier Rettungshubschrauber von unterschiedlichen Standorten und die Schnelleinsatzgruppen aus Traunstein, Trostberg und Palling.

ha/red


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