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Großangelegte Übung mit 1200 Soldaten

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Übungsraum für die Brigadegefechtsübung »Berglöwe« vom 11. bis 23. Mai: Die blau eingerahmte Fläche markiert das gesamte Übungsgebiet. Die roten Flächen kennzeichnen die Übungsräume, in denen sich Soldaten aufhalten. Die schwarz gestrichelten Straßen werden durch die Truppe vermehrt genutzt. (Foto: Bundeswehr)

Traunreut – Mit einer großangelegten Gefechtsübung auch im öffentlichen Raum demonstriert die Bundeswehr in Bayern Einsatzbereitschaft in der Landes- und Bündnisverteidigung. An dem Manöver seien von heutigen Samstag an bis zu 1200 Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 beteiligt, teilte die Bundeswehr am Freitag mit. Einige Soldaten werden demnach in die Rolle irregulärer Kräfte schlüpfen und den Feind darstellen. Geübt wird unter anderem auch in der Nähe von Traunreut.


Die Vorbereitungen für die sogenannte freilaufende Gefechtsübung laufen seit mehr als einem Jahr. Freilaufend bedeutet, dass sich Soldaten in Fahrzeugen und zu Fuß auch in einem angemeldeten Wohn-, Wald- und Industriebereich bewegen, also nicht nur auf Übungsplätzen. Von Samstag an werden die ersten Gefechtsfahrzeuge mit der Bahn in die Nähe von Rosenheim transportiert. Die Übung läuft bis zum 23. Mai.

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Die Bundeswehr gab Sicherheitshinweise für die Bevölkerung. Es werden demnach rund 250 Gefechtsfahrzeuge und Großgerät auf Straßen der Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land unterwegs sein.

Der Großteil der beteiligten Soldaten trage reguläre Uniformen der Bundeswehr. »Um die Übung allerdings so realistisch wie möglich zu gestalten, werden einige Dutzend Gebirgssoldaten auch die Rolle von irregulären Kräften annehmen. Sie stellen fiktive Feinde und Störer dar«, teilte die Bundeswehr mit. »Diese Soldaten tragen keine regulären Uniformen. Sie sind für die Bevölkerung daran zu erkennen, dass sie Bundeswehrfahrzeuge nutzen und blaue Arbeitsanzüge, sogenannte Blaumänner, mit roten Armbinden tragen.«

Wer Fragen hat, kann sich an das Bürgertelefon unter der Nummer 08651/79 3330 wenden, das die Gebirgsjägerbrigade extra eingerichtet hat. dpa/fb