weather-image

Gelder zum Ausbau zur »Flaniermeile« bewilligt

4.5
4.5
Kantstraße in Traunreut wird zur Flaniermeile
Bildtext einblenden
Im nächsten Jahr soll mit ersten Maßnahmen der Kantstraßenerneuerung begonnen werden. Dafür wurden vom Stadtrat die nötigen Mittel bewilligt. (Foto: Rasch)

Traunreut – Während der Ausbau der Fridtjof-Nansen-Straße kurz vor der Fertigstellung steht, stehen im nächsten Jahr in der Kernstadt zwei weitere große Straßenprojekte an, mit deren Sanierungen beziehungsweise Ausbau im kommenden Jahr begonnen werden soll: Bei der Innenstadtsanierung soll mit der Kantstraßenerneuerung begonnen werden. Wie mehrfach berichtet, soll die Hautdurchfahrtsstraße zu einer ansprechenden Flaniermeile ausgebaut werden.


Ebenfalls auf der Agenda steht ein erster Bauabschnitt des Ausbaus der Adalbert-Stifter-Straße. Entlang der rund 800 Meter langen Straße sollen nicht nur Parkbuchten und ein beidseitiger Gehweg entstehen, sondern auch Fahrradstreifen aufgebracht werden. Damit soll der »wilden Parkerei« ein Ende gesetzt werden. Für diese und weitere Straßenbaumaßnahmen wurden vom Stadtrat in einer Sitzung zu den Haushaltsberatungen für das Jahr 2019 auf Empfehlung des Hauptausschusses entsprechende Mittel abgesegnet.

Anzeige

Für die Erneuerung der Kantstraße werden laut einstimmigen Beschluss im nächsten Jahr 500 000 Euro eingestellt und für die nächsten drei Jahre weitere 3,2 Millionen Euro. Für den Ausbau der Adalbert-Stifter-Straße wurden im nächsten Jahr 1,8 Millionen Euro veranschlagt und 2020 weitere 495 000 Euro. Ebenfalls genehmigt wurde, in den kommenden zwei Haushalten 1,8 Millionen Euro für die Erschließung des neuen Wohnbaugebietes »Stocket« westlich von Traunreut einzustellen.

255 000 Euro für Parkplatzerweiterung

Für Instandsetzungsmaßnahmen an der Salzburger Straße wurden in den nächsten zwei Haushalten insgesamt 290 000 Euro veranschlagt und für die Erweiterung des Parkplatzes des Waldfriedhofs in Traunreut insgesamt 255 000 Euro. Wie Bürgermeister Klaus Ritter bereits in der Hauptausschusssitzung mitteilte, werde der Stadt von der neuen Besitzerin des ehemaligen Coca-Cola-Grundstücks an der Werner-von-Siemens-Straße eine Fläche für Parkplätze zur Verfügung gestellt.

Mit insgesamt 350 000 Euro wird sich die Stadt auch an einer Änderung der Werkszufahrt zum BSH-Gelände beteiligen. Die Zufahrt, die bei den Lieferanten offensichtlich zu Irretationen führt, und sich zum Teil auf städtischem Grund befindet, soll auf Wunsch der BSH neu geregelt werden. Für diese Maßnahme sind 30 000 Euro im kommenden Haushalt und 320 000 Euro im Jahr 2020 einzustellen, dies wurde bei zwei Gegenstimmen abgesegnet.

Ein größerer Betrag wurde auch für Investitionen des städtischen Bauhofs genehmigt. Wie Bauhofleiter Josef Bernhofer bereits im Hauptausschuss erklärte, werde der zu ersetzende Lieferwagen Movano, Baujahr 1999, durch die Mauerer und im Bedarfsfall auch durch die Hausmeister der städtischen Objekte genutzt. Es sei davon auszugehen, dass das Fahrzeug nicht mehr durch den TÜV komme und ein Reparaturaufwand unwirtschaftlich wäre. Für das Fahrzeug soll jetzt ein Betrag von 31 000 Euro bereitgestellt werden.

Ebenfalls ersetzt werden soll ein Ladog des gleichen Baujahres. Durch immer häufiger auftretende Störungen sei das Fahrzeug im vergangenen Winter mehrmals länger ausgefallen. Für ein Ersatzfahrzeug mit einer kompletten Winterdienstausstattung sollen rund 128 000 Euro eingestellt werden. Ebenfalls ersetzt werden sollen ein Salzstreuer und ein Schneepflug, der bereits im vergangenen Jahr ausgetauscht werden sollte. Ein neuer Salzstreuer wird rund 38 000 Euro kosten und der Schneepflug 11 500 Euro. Neu angeschafft werden soll auch eine Plattensäge für 45 500 Euro. Mit dieser Säge können große Bretter zunächst vorgeschnitten und dann mit der Kreissäge zugeschnitten werden. Der einzustellende Gesamtbetrag beläuft sich auf 267 500 Euro.

Erstaufforstung im »Äugelwald II«

275 000 Euro wurden auch für eine Erstaufforstung genehmigt. Die neu anzulegenden Flächen müssen im Zuge des ausgewiesenen Gewerbegebiets Äugelwald II nachgewiesen werden. Nach Angaben der Verwaltung findet die Aufforstung auf drei verschiedenen Flächen statt.

Weitere 1,4 Millionen Euro wurden für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik genehmigt. Die Umrüstung soll im Laufe der nächsten zwei Jahre erfolgen. Im Stadtkern werden die Leuchten im nächsten Jahr im Walter-Hensel-Weg, in der Adalbert-Stifter-Straße, in der Hoferstraße und bei der Zufahrt zum BSH-Gelände auf die neue Leuchttechnik umgestellt. 2020 dann in der Neutraublinger- und Waldkraiburger-Straße sowie im Zuge der Erschließung des neuen Wohnbaugebietes »Stocket.«

Weiterhin ist vorgesehen, im kommenden Jahr den gesamten Bereich des »Weisbrunner-Waldfelds« umzurüsten. Ebenfalls in 2019 ist eine Umrüstung im gesamten Ortsteil Oderberg einschließlich der Straßenbeleuchtung der Kreisstraße TS 2096 im Ort vorgesehen. 2021 ist dann der Ortsteil Matzing an der Reihe. Die Umstellung betrifft nicht die Bundesstraße 304. 2020 und 2021 soll auch der gesamte Geh- und Radweg zwischen Traunreut und Matzing mit LED-Licht beleuchtet werden.

Im Ortsteil Sankt Georgen beginnt die Umrüstung im nächsten Jahr in der Schulstraße und im Zuge der Erschließung des Klosterweges wird eine Straßenbeleuchtung installiert. Im Bereich Bräuberg bis zur Weisbrunner Straße wird 2020 umgerüstet und im Bereich der Irsinger Straße bis zum Uferweg wird ein Jahr später mit der Umstellung begonnen. ga