weather-image
25°

Frühlinger-Spitz-Straße soll sechs Meter breit werden

4.0
4.0
Traunreut: Frühlinger-Spitz-Straße soll sechs Meter breit werden
Bildtext einblenden
Die Frühlinger-Spitz-Straße, die als Zubringer zu Gewerbe und Industrie im Osten Traunreuts dient, soll sechs Meter breit werden und einen abgesetzten Geh- und Radweg erhalten. Durch zusätzliche Bankette und Grünstreifen entspricht die Gesamtbreite von 13 Metern einer normalen Erschließungsstraße. (Foto: Rasch)

Traunreut – Um beim geplanten Ausbau der Frühlinger-Spitz-Straße in die Gänge zu kommen, hat sich der Bauausschuss jetzt auf einen Ausbaustandard geeinigt. Der Zubringer zu Gewerbe und Industrie im Osten Traunreuts und zur Jugendsiedlung soll sechs Meter breit werden und einen 2,50 Meter breiten, abgesetzten Geh- und Radweg erhalten.


Außerdem geplant sind 1,50 Meter breite Bankette und Grünstreifen mit Sickermulden. Die 13 Meter breite Straße entspricht laut Stadtverwaltung einer normalen Erschließungsstraße und kann weitestgehend bestandsorientiert ausgebaut werden.

Anzeige

Mit diesem einstimmigen Beschluss kann die Verwaltung jetzt Grundstücksverhandlungen beginnen, denn nicht alle benötigten Flächen gehören der Stadt. Sollte das nicht gelingen, müsste die Planung geändert werden, sagte Bürgermeister Klaus Ritter auf Nachfrage von Hans Kneffel (CSU). »Ich darf momentan nicht verhandeln, der Stadtrat möchte erst eine Planung haben. Erst dann kann man sagen, so und so viel Grund brauchen wir.«

Der Ausbauvorschlag, den Herbert Kusstatscher (SPD) bereits im Sommer eingereicht hatte, wurde abgelehnt. Er hatte einen beidseitigen Fahrradschutzstreifen und einen separaten Gehweg gefordert. Nachdem sich aber ein großer Teil der Strecke im Außenbereich befindet, in dem Radschutzstreifen nicht zulässig wären und das Ordnungsamt von einer Mischform (innerorts Schutzstreifen und außerorts gemeinsamer Geh- und Radweg) abgeraten hatte, soll jetzt mit abgesetztem Geh- und Radweg und Gesamtbreite von 13 Metern weiter geplant werden.

Die Diskussion zieht sich seit Jahren hin. Pläne wurden geschmiedet und aufgrund der Ostumfahrung von Traunreut wieder verworfen. Im Mai hatte der Stadtrat beschlossen, dass die Straße, unabhängig von einer Ostumfahrung, jetzt doch zeitnah und bestandsorientiert ausgebaut werden soll. Die Grünen forderten hingegen, die Straße auf Staatsstraßenniveau als Alternative zur Ostspange auszubauen. Das lehnte der Stadtrat aber ab.

Inzwischen wurde auf Höhe von Bosch-Siemens auch ein Parkplatz für die Mitarbeiter angelegt. Täglich queren mehrere Hundert Mitarbeiter die Straße. Kusstatscher forderte deshalb eine sichere Überquerung. »Wir müssen vielleicht gleich eine Unterführung oder Überführung bauen.« Mit der jetzigen Ausbauvariante entstehe ausreichender Schutz, so Ritter. »Im zweiten Schritt brauchen wir aber unbedingt die Ostumfahrung.« ga


Mehr aus Traunreut