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»Fridays for future« am Traunreuter Gymnasium

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Die beiden Schülersprecher des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums, Rebekka Fackler und Fabian Dopler, moderierten die Veranstaltung in der Aula. (Foto: P. Mix)

Traunreut – Auch die Schüler des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums wollten sich an der Aktion »Fridays for future« beteiligen und sich für mehr Klimaschutz und gegen Umweltverschmutzung einsetzen. Sie gingen aber nicht auf die Straße, sondern haben gestern in der Schule eine Veranstaltung organisiert, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.


In der zweiten Pause und ein wenig darüber hinaus, machten sie der ganzen Schulfamilie ihren Standpunkt klar und zeigten viele kleine Maßnahmen auf, mit denen jeder Einzelne zum Klimaschutz beitragen kann. Sie wären natürlich schon gern bei der Demonstration in Traunstein dabei gewesen, erklärten die beiden Schülersprecher Fabian Dopler und Rebekka Fackler. Da sie aber auch nicht unbedingt die Schule schwänzen wollten, ließen sie sich auf einen Kompromiss ein, den Schulleiter Matthias Schmid angeboten hatte. Bei der Demonstration in Traunstein wären sie nur einige von vielen gewesen. In ihrer Schule konnten sie jedoch dem aufmerksamen Publikum direkt vermitteln, was jeder Einzelne zur Rettung der Erde beitragen kann.

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»Wenn wir 540 Schüler und 49 Lehrer nur jeweils zehn weiteren Menschen all unsere Punkte zum Klimaschutz weitergeben, dann sind es allein von unserer Aktion aus circa 6000 Menschen, die zum Klimaschutz beitragen und einen Unterschied machen können«, betonte Fabian Dopler. Und wie Nicole Schneider deutlich machte, zeigten sie mit der Aktion, dass es ihnen wirklich ernst ist und sie nicht nur einen schulfreien Tag herausschlagen wollen. Rebekka Fackler ist der Meinung: »Man muss selber was tun.« Und diesen Vorsatz konnten sie an der Schule besser an die anderen Jugendlichen weitergeben als in einer groß angelegten Demonstration.

In nur fünf Tagen hatten die verantwortlichen Schüler das Programm für die Veranstaltung auf die Beine gestellt. In einem Kurzfilm wurde deutlich gemacht, dass der immense Konsum der heutigen Gesellschaft enorme Mengen an CO2 verursacht und für riesige Müllberge sorgt. Schüler der unterschiedlichen Klassenstufen und der Partnerklasse trugen daraufhin Vorschläge vor, um dem entgegenzuwirken. Sie appellierten an die Zuhörer, dass sie Mehrwegflaschen nutzen, mit Stofftaschen zum Einkaufen gehen, die Brotzeit in eine Box packen, anstatt in Alufolie, das Eis in der Waffel kaufen, statt im Plastikbecher und Blätter auch auf der Rückseite beschreiben. Beim Thema Fleisch meinten die Schüler: »Esst lieber mal ein Schnitzel weniger und kauft dafür gute Qualität an Fleisch.« Auch beim Kauf von Möbeln und Kleidung solle man auf schonende Herstellung und umweltfreundliche Materialien achten. Es sei doch viel sinnvoller, für eine Bluse ein wenig mehr Geld auszugeben, wenn sie dafür aus einem gut verträglichen Material besteht, das der Umwelt nicht schadet, und die auch noch länger hält, als Billigware aus Polyester. Die Umwelt schonen könnten gerade sie als Schüler auch, indem sie sich nicht von den Eltern im Auto jeden Tag vor die Tür bringen ließen, sondern lieber zu Fuß, mit dem Fahrrad oder zumindest mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Auch weitere kleine Maßnahmen könnten helfen, die Umweltbelastung zu reduzieren: keine elektronischen Geräte die ganze Nacht ans Ladegerät hängen, Geräte nicht ständig im Standby-Modus lassen, energiesparende Leuchtmittel verwenden, die Heizung ausmachen, wenn das Fenster offen steht, und manches andere mehr. mix