Förderrichtlinien für Vereine werden geändert

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Um den Kindern und Jugendlichen wieder den Zugang zur Kultur kostengünstig zu ermöglichen, soll ab Herbst 2022 im k1 in Traunreut wieder das Kinderabonnement angeboten werden. Das Kinderprogramm im k1 wie beispielsweise die wundersame Geschichte »Zwerg Nase« als Musical, brachte nicht nur die jungen Besucher im k1 zum Staunen und Lauschen. (Foto: Rasch)

Traunreut – Auf Antrag von Kulturreferentin Steffi Gampert-Straßhofer hat sich der Kulturausschuss darauf geeinigt, die Förderrichtlinien der kulturtreibenden Vereine der Stadt Traunreut zu ändern. Durch die Änderung der Richtlinien sollen künftig Fördermittel sinnvoller und praktikabler eingesetzt werden. Die Änderungen, die auch aus Sicht der Kämmerei Sinn machen, wurden einstimmig und ohne längere Debatte abgesegnet.


Wie die Kulturreferentin erklärte, stehe die Kultur in Zeiten der Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen. Um den Vereinen und Kulturschaffenden unabhängig von der Pandemie unterstützend zur Seite zu stehen, sollten nach ihrem Dafürhalten die Förderrichtlinien angepasst werden. Die bisherigen Richtlinien hätten sich nicht immer als praktikabel dargestellt, bemängelte Gampert-Straßhofer. Andererseits könnten durch eine Änderung zusätzliche Anreize für besonders aktive Vereine geschaffen werden.

Die bisherige Förderstruktur für Vereine basiert auf einem sogenannten Drei-Säulen-Modell, das sich in Veranstaltungsdefizitausgleich (Säule 1), Institutionelle Unterstützung nach Punktesystem (Säule 2) und Unterstützung kultureller Projekte im Rahmen anderer Projektförderungen (Säule 3) gliedert.

Auf die Säule 3 soll aber künftig verzichtet werden, weil hier der Kulturetat aufgrund der komplexen Anforderungen so gut wie nie abgerufen worden sei, hieß es in der Begründung. Stattdessen soll die Summe der Säule 3 in die Säule 2 übergehen. Die Deckelung in der Säule 2 soll von 500 auf 1000 Euro angehoben werden. »Damit können wir für besonders aktive Vereine zusätzliche Anreize schaffen«, so die Kulturreferentin. Sie erinnerte aber auch daran, darauf zu achten, Doppelförderungen zu vermeiden.

Als Kulturreferentin begrüßt Gampert-Straßhofer auch das Ansinnen des k1-Managements, das seit zwei Jahren abgesetzte Kinderabonnement der Kulturstätte ab Herbst nächsten Jahres wieder zu aktivieren. »Die Preise für die Kinderveranstaltungen sind sehr fair, das Programm sehr gut und die Veranstaltungen sind oft ausgebucht, was für die Qualität spricht«, lobte Gampert-Straßhofer. Nach Angaben der Leiterin des k1, Anke Hellmann, sei das Kinderabonnement aufgrund des pandemischen Geschehens und des dadurch unbeständigen Angebots an Kinderveranstaltungen 2020 abgesetzt worden. Stattdessen habe es für die Familien die Möglichkeit gegeben, aus dem Angebot an Kinderveranstaltungen sich drei beziehungsweise fünf unterschiedliche Veranstaltungen auszusuchen und somit eine Preisreduktion auf diese ausgewählten Veranstaltungen von zehn bis 20 Prozent des Gesamtkaufpreises zu erhalten. Die geringere Auswahl an Kinderveranstaltungen hätten auch ein geringeres Risiko und Planungssicherheit für beide Seiten – für die Familien und das k1 – bedeutet.

Das k1-Management erwartet, dass ab der Saison Herbst/Winter 2022 wieder ein gesichertes »Versorgungsangebot« für Kinder angeboten werden könne. »Wir gehen davon aus, dass bis dahin dann auch die Kinder geimpft sind.« Das Kinderabo sei ein »Bestseller« und werde von den Familien über den Landkreis Traunstein hinaus sehr gut angenommen, so Hellmann. Deshalb und aus dem sozialen Gesichtspunkt heraus, sollte das Kinderabonnement – sofern es die pandemische Lage zulässt – ab Herbst 2022 wieder angeboten werden. Der Kulturausschuss lehnte sich dem Vorschlag des k1-Managements einstimmig an.

Wie den Verkaufszahlen der Kinder-Abonnements zu entnehmen ist, ist eine stetige Steigerung erkennbar. In der Einstiegssaison 2011/2012 wurden 257 Abos verkauft, zuletzt (2019/2020) waren es 540 Abos.

ga


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