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Es sieht nicht gut aus für den Christkindlmarkt: »Halten Sie Abstand ein und tragen Sie Masken«

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Foto: Symbolbild/pixabay

Traunreut – Aufgrund der pandemischen Entwicklung appellierte Bürgermeister Hans-Peter Dangschat im Vorfeld der jüngsten Stadtratssitzung im k1 an die Traunreuter Bürger, die Hygienevorschriften einzuhalten: »Egal, wie man zu dem Thema stehen mag, aber ich kann Sie nur ermutigen, halten Sie den Abstand ein und tragen Sie Masken«, sagte Dangschat.


Einen Dank richtete er an die Mitarbeiter des Gesundheitsamts, aber auch an die Mitarbeiter der Stadtverwaltung. In der Verwaltung gebe es nach wie vor einen Corona-Krisenstab und man werde auch weiterhin vermehrt auf einen Online-Besucherverkehr setzen.

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Demnächst weniger Sitzungen?

Weiter teilte er mit, dass die Sitzungen der Gremien in Zukunft auf ein Mindestmaß reduziert werden sollen, sollten die Corona-Zahlen weiter nach oben gehen. Auch die für Ende November terminierte Bürgerversammlung stehe auf der Kippe. Es sei aber eine virtuelle Umsetzung der Bürgerversammlung in Traunreut geplant.

Nicht gut sieht es aufgrund der derzeitigen Situation auch für den geplanten Christkindlmarkt aus. Wie berichtet, hat das Stadtmanagement ein neues Konzept entwickelt (zum Artikel). Der Weihnachtsmarkt soll nicht wie bisher auf dem Stadtplatz stattfinden, sondern auf dem Marktplatz an der Eichendorffstraße.

Neben dem neuen Standort soll die an den drei ersten Adventswochenenden geplante Veranstaltung um einen Tag verlängert werden. Der Markt soll von Donnerstag bis Sonntag geöffnet sein (bisher von Freitag bis Sonntag). »Wenn aber die Corona-Zahlen steigen, sieht es auch für dieses Konzept nicht gut aus«, räumte Dangschat ein.

Bebauungsplan wird aufgestellt für Stein

Bekannt gegeben wurde auch, dass der Stadtrat in einer nichtöffentlichen Sitzung beschlossen habe, für eine Umsetzung des Geothermie-Projekts Traunstein das städtische Grundstück mit der Flurnummer 1825 der Gemarkung Traunwalchen nicht zur Verfügung zu stellen.

Des Weiteren wurde auf Empfehlung des Bauausschusses eine Reihe von laufenden Bauleitplanungen verabschiedet. Einstimmig genehmigt wurde die Empfehlung, für mehrere Grundstücke an der Traunstraße in Stein an der Traun einen Bebauungsplan aufzustellen. Die Grundstücke, für die bereits ein Baurecht bestand, sollen an einen potentiellen Käufer veräußert werden. Nachdem die Grundstücke aber vom Landratsamt Traunstein mittlerweile als Außenbereichsvorhaben eingestuft werden, hatte die Behörde empfohlen, einen Bebauungsplan aufzustellen.

Endgültig und als Satzung verabschiedet wurde die Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans »Gewerbegebiet Oderberg.« Die Lebenshilfe beabsichtigt an der Grundstücksgrenze der Firma Siteco ein Betriebsgebäude zu errichten. Bei sechs Gegenstimmen wurde auch die Außenbereichssatzung für den Weiler »Roitham« gebilligt. Der Satzungsentwurf liegt jetzt einen Monat lang in der Stadtverwaltung zur Einsicht auf. Zur Auslegung der 11. Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Chieming, hatte der Stadtrat keine Anregungen vorgebracht. Die Änderung betrifft eine Erweiterung und Umstrukturierung der Firma Lampersberger.

Kunststoffrecycling-Firma will kräftig nachrüsten

Unter der Voraussetzung, dass die Anforderungen auch erfüllt werden, erteilte der Stadtrat »Grünes Licht« für eine immissionsschutzrechtliche Neugenehmigung der Firma »Copo Plast« im Gewerbepark Hörpolding. Die dort seit neun Jahren ansässige Kunststoffrecycling-Firma will kräftig aufrüsten und hat beim Landratsamt Traunstein einen Antrag auf immissionsschutzrechtliche Neugenehmigung gestellt.

Das Unternehmen, das hochwertige Regranulate und Compounds herstellt, möchte seine Gesamtlagerkapazität von bisher 99 Tonnen auf 500 Tonnen erweitern und die Behandlung von nicht gefährlichen Abfällen mittels eines mechanisch-thermischen Verfahrens auf 20 Tonnen pro Tag erhöhen. Damit erhöht sich auch das Lkw-Aufkommen erheblich. Zudem soll die asphaltierte Fläche vor den Gebäuden, die bisher für Material-An- und Ablieferung genutzt wurde, als Lagerfläche für Produktionsmaterial genutzt werden.

Die Auswirkungen auf Lärm, Luft und Abfall müssen zunächst noch im Rahmen eines Betreiber-Gutachtens untersucht werden. Dieses Gutachten müsse noch nachgereicht werden, teilte die Verwaltung mit. Ebenso müsse das Unternehmen für eine uneingeschränkte An- und Ablieferung durch die Lastwagen sorgen und die Kfz-Stellplätze nachreichen. ga


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