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Erste Online-Bürgerversammlung in Traunreut

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Die Computer rücken in den Fokus: Ihre erste Online-Bürgerversammlung veranstaltet die Stadt Traunreut. Foto: dpa

Traunreut – Wie Traunstein veranstaltet auch die Stadt Traunreut erstmals eine digitale Bürgerversammlung. Sie beginnt am Dienstag um 19 Uhr. Traunstein geht bereits am morgigen Donnerstag »online«.


»Die Möglichkeiten der Digitalisierung werden nun auch in der Verwaltung der Stadt Traunreut verstärkt umgesetzt, um die Menschen in Traunreut noch mehr in die Kommunikation einzubinden«, so Amtsleiter und Stadtmanager Christian Ehinger gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt.

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Die ursprünglich bereits für Anfang des Jahres geplante, dann aber wegen der Corona-Pandemie verschobene Bürgerversammlung werde nun am 24. November in digitaler Form stattfinden. Auf der Homepage der Stadt werde um 19 Uhr ein Link freigeschaltet, über den die Zuschauer die digitale Bürgerversammlung verfolgen können.

»Die Bürgerinnen und Bürger können bereits im Vorfeld oder dann direkt live während der Direktübertragung aus dem Rathaussaal ihre Fragen an den Ersten Bürgermeister Hans-Peter Dangschat und die Stadtverwaltung stellen.«

Zu Beginn wird Dangschat kurz das letzte Jahr Revue passieren lassen. Dann blickt er auf aktuelle und zukünftige Projekte.

Auch alle, die selbst über keinen Internet-Zugang über einen Computer verfügen, will die Stadt miteinbinden. Sie werde, wie Ehinger berichtet, die Bürgerversammlung nicht nur über die sozialen Medien Youtube und facebook übertragen, sondern das Video direkt auch auf die Homepage stellen – inklusive einer Live-Frage-Funktion.

»Folglich können auch Handy-Nutzer, die sich nicht in Youtube oder facebook bewegen möchten, über ihr Smartphone an der Versammlung teilnehmen. Es reicht also eine normale Handyverbindung, um daran aktiv teilzunehmen.« Unterstützt werde die Funktion über die »responsive Homepage der Stadt, die sich automatisch an die Größe der Endgeräte anpasst«. Im Nachgang zur Bürgerversammlung werde ein Protokoll aller Fragen und Antworten erarbeitet, das dann beim Empfang im Rathaus abgeholt werden kann. »Somit haben auch Menschen ohne Internet Zugang zu den Ergebnissen der Bürgerversammlung.«

Aufgrund ihrer Schutzbedürftigkeit sei es dieses Jahr nicht möglich, so der Amtsleiter und Stadtmanager weiter, die Bewohner der Altenheime außerhalb ihrer Wohnquartiere zu informieren. »Folglich besteht für die Bewohner nur die Möglichkeit zur Teilnahme über internetfähige TV-Geräte beziehungsweise internetfähigen Endgeräte.« Und Ehinger weiter: »Die Betreiber der Seniorenheime haben im Vorfeld direkt von der Stadt die Informationen zur digitalen Bürgerversammlung erhalten, sodass diese mögliche Endgeräte aktivieren können.«

»Bis zuletzt haben wir versucht, eine adäquate Lösung zum Beispiel im k1 zu finden«, so Bürgermeister Dangschat. »Mein Ziel war es ja ursprünglich, in Traunreut, Traunwalchen und Stein an der Traun jeweils eine eigene Versamm-lung zu organisieren, um die Bürgerinnen und Bürger noch mehr in das Stadtgeschehen zu integrieren und ein direktes Feedback zu bekommen.« Die Corona-Lage mache es aber notwendig, neue Wege in der Kommunikation zu gehen. »Es ist uns wichtig, dass die Menschen ihre Ideen aber auch Sorgen und Bedenken an uns weitergeben. Darum bin ich sehr froh, dass wir die technischen Möglichkeiten haben, mit den Menschen direkt – wenn auch digital – zu kommunizieren, um somit die Bindung und damit die Identifikation mit der Stadt zu erhalten«, so Dangschat.

Fragen zur Bürgerversammlung können ab sofort eingereicht werden: per E-Mail an die Adres-se buergerversammlung@traunreut.de, direkt über einen Fragebogen auf der Homepage der Stadt oder per Post an die Stadt Traunreut, Rathausplatz 3, 83301 Traunreut über die bei den öffentlichen Stellen ausliegenden Handzettel. Die Flyer können auch in die Briefkästen im Rathaus eingeworfen werden. Zudem haben die Bürger die Möglichkeit, auch während der Versammlung direkt live über den auf Youtube angebotenen Chatroom oder über die städtische Facebook-Seite Fragen zu stellen.

Im Nachgang der Veranstaltung werden dann die noch offenen Fragen auf der Homepage beantwortet. »Wir bitten – wie bei einer üblichen Bürgerversammlung – bei der Einreichung der Fragen um die Nennung des Namens und der Adresse«, so Christian Ehinger. »Die Informationen zum Datenschutz sind auf dem Flyer sowie auf der Homepage vermerkt.« pü


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